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Landeshauptstadt Kiel zeichnet drei Projekte mit
dem Kulturpreis für Kinder und Jugendliche aus

Meldung vom 20. März 2017

Künstlerisches Geschick, Fantasie, Teamgeist und Durchhaltevermögen sind notwendig, um ein kreatives Projekt zu gestalten. Viele junge Kielerinnen und Kieler beweisen Jahr für Jahr, dass sie diese Fähigkeiten besitzen. Bereits zum elften Mal hat die Landeshauptstadt Kiel kreative Kinder und Jugendliche mit einem eigenen Kulturpreis ausgezeichnet. Die Jury beurteilte neun Projekte aus den Bereichen Bildende Kunst, Darstellendes Spiel, Film/Video und Tanz. Stadtpräsident Hans-Werner Tovar und Kulturdezernent Wolfgang Röttgers überreichten den Kieler Kulturpreis für Kinder und Jugendliche 2016 am Sonntag, 19. März, im KulturForum im Neuen Rathaus. Den mit insgesamt 2.000 Euro dotierten Preis teilen sich drei Projekte aus den Sparten Tanz und Film/Video. 

Die „Smiley Kids“ der Kieler Tanzschule K-System erhielten für ihr Tanzstück „Hide and Seek“ 800 Euro. Hille Norden und Team wurden für ihren Spielfilm „Jola“ ebenfalls mit einem Preisgeld von 800 Euro ausgezeichnet. Für das Tanztheaterprojekt „Chavale – Stadtteilkinder auf den Spuren der Roma“ gingen 400 Euro an die Tanzwerkstatt Gaarden des AWO-Bürgerzentrums Räucherei.

Der Kulturpreis für Schülerinnen und Schüler der Landeshauptstadt Kiel wurde zum ersten Mal 2007 für das Jahr 2006 verliehen. 2013 wurde er umbenannt in Kieler Kulturpreis für Kinder und Jugendliche. Die Bewerbungsphase für den Preis 2017 hat bereits begonnen. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 6 bis 21 Jahren können sich bewerben. Auch Schülergruppen beziehungsweise Klassen allgemeinbildender Schulen aus Kiel und Kinder- oder Jugendgruppen aus dem außerschulischen Bereich wie Jugendtreffs, Jugendverbände und Musik- und Tanzschulen in Kiel können daran teilnehmen. Die Bewerbungen nimmt die vhs-Kunstschule entgegen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kiel.de/kultur/preise oder bei Ruth Skibowski von der vhs-Kunstschule unter der Kieler Telefonnummer 901-3409 oder per E-Mail an Skibowski@foerde-vhs.de.
 
Die Preisträger des Kulturpreises für Kinder und Jugendliche 2016:

Der Kulturpreis für Kinder und Jugendliche 2016 wird geteilt. Es werden drei Preise vergeben: zwei erste Preise und ein dritter Preis.


1. Preis für die „Smiley Kids“ der Kieler Tanzschule K-System

Einen der beiden ersten Preise erhält die Tanzgruppe „Smiley Kids“. In ihrem Tanzstück „Hide and Seek“ thematisieren die 23 Mädchen im Alter von 11 bis 13 Jahren das Zusammenleben von Heimkindern. Das Projekt haben sich die Mädchen ausgedacht. Gemeinsam mit Tanzlehrerin Elena Kraft entwickelten und trainierten sie ein Jahr lang die Geschichte und Choreografie des Tanzstücks. Sie gewannen bereits den ersten Preis des „Dance Award Schleswig-Holstein“ und bei den „World Dance Masters“ in Kroatien ertanzten sie sich den Weltmeistertitel.

In der Begründung der Jury heißt es: „Das Tanzstück ‚Hide and Seek‘ ist eine berührende Geschichte, die künstlerisch und choreografisch auf hohem Niveau entwickelt und umgesetzt wurde. Die Gesamtleistung von der kreativen Ideen-Entwicklung über die choreografisch-szenische Umsetzung bis hin zur darstellenden Wirkung ist ohne Zweifel eines ersten Preises würdig.“ Das Thema Heimkinder sei dramatisch zugespitzt und reflektiert dargestellt. „Die Gefühle von Einsamkeit und Bedürftigkeit, Grausamkeit und Zuneigung, Zugehörigkeit und Nächstenliebe sind klar und verständlich ausgedrückt und wurden kraftvoll und bühnenreif entwickelt und umgesetzt“, begründet die Jury weiter.


1. Preis für Hille Norden und Team

Ebenfalls mit dem ersten Preis werden Hille Norden und Team für den Spielfilm „Jola“ ausgezeichnet. Jola ist Trennungskind und auf der Suche nach Orientierung. Der Film für Jugendliche zeigt, wie Jola mit Drogen, sexueller Gewalt und Langeweile umgeht. Die Autorin, Produzentin und Hauptdarstellerin Hille Norden war zu Beginn des Projektes erst 16 Jahre alt.

Die Jury betont, dass Hille Norden bereits eine ganz eigene Künstlerpersönlichkeit sei. Durchhaltevermögen, Einfallsreichtum, Kreativität und der feste Glaube an sich selbst kennzeichnen ihre Arbeit. Das sei laut der Jury herausragend und preiswürdig: „Zusammen mit vielen Mitstreitern und Mitstreiterinnen hat sie niemals locker gelassen, niemals ihr Ziel aus den Augen verloren: den ersten eigenen Spielfilm zu drehen“.


3. Preis für die Tanzwerkstatt Gaarden des AWO-Bürgerzentrums Räucherei  

Den dritten Preis erhält die Tanzwerkstatt Gaarden des AWO-Bürgerzentrums Räucherei für ihr Tanztheaterprojekt „Chavale – Stadtteilkinder auf den Spuren der Roma“.

Chavale bedeutet in der Sprache der Roma Kinder. Das Tanztheaterstück „Chavale“ sei laut Jury ein bemerkenswertes Projekt mit und für Gaardener Kinder und Jugendliche. Ziel war es, jugendliche Roma aus dem Jugendtreff „Kick“ der Räucherei mithilfe der Ausdrucksmöglichkeit des Tanzens dabei zu helfen, Sprachbarrieren zu überwinden. Die Jugendlichen im Alter von 12 bis 16 Jahren konnten ihre Fähigkeiten einbringen, Stärken entfalten und einen persönlichen Zugang zur Gruppe und zum Medium Tanz erlangen. Das erfordere Mut und Durchhaltevermögen, betont die Jury.

Pressemeldung 189/17. März 2017/akr

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