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Porträt Herzog Carl-Friedrich

Porträt Herzog Carl-Friedrich

Künstler unbekannt
um 1720

Öl auf Leinwand
65 x 81 cm 

 

Das Porträt hängt
in der Galerie vor dem
Ratssaal des Rathauses 

 

Der Porträtierte

Herzog Carl-Friedrich, geb. 29. April 1700, gest. 18. Juni 1739

Nach dem Tod seines Vaters, Herzog Friedrich IV., übernahmen 1702 zunächst Regierungsbeamte für den minderjährigen Herzog die Geschäfte. Sie lieferten König Friedrich IV. die Legitimation dafür, den Gottorfer Anteil an Schleswig als verwirktes Lehen zu betrachten, das 1713 besetzt und nach dem Frieden von Frederiksborg 1721 mit dem königlichen Anteil vereinigt wurde. Als Carl-Friedrich 1718 selbst die Regierungsgeschäfte übernahm, war der Staat der Gottorfer somit auf Holstein und auf ein Drittel der vorherigen Einkünfte reduziert; das Kieler Schloss wurde zur Hauptresidenz.

Der Streit schwelte jedoch weiter, vor allem, weil Carl-Friedrich über seine Ehefrau Anna Petrowna, die älteste Tochter Peters des Großen, Rückhalt bei der neuen Großmacht Russland fand. Er lebte von 1721 bis 1727 in Russland und spielte in der dortigen Politik für kurze Zeit eine nicht unbedeutende Rolle. 1727 mussten er und seine Familie Russland verlassen und wieder in Kiel leben.

Sein Sohn, Herzog Carl Peter Ulrich, wurde von seiner Tante, Zarin Elisabeth, 1742 zum russischen Thronfolger ernannt.

Der Künstler

Der Künstler ist nicht bekannt.

Weiterführende Literatur

Literatur zu Herzog Carl-Friedrich:

  • Lorenzen-Schmidt, Klaus-Joachim / Pelc, Ortwin: Schleswig-Holstein Lexikon (Wachholtz, Neumünster 2000), S. 184
  • Neuschäffer, Hubertus: Karl Friedrich, Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf. In: Rothert, Hans-F.: Kieler Lebensläufe aus sechs Jahrhunderten (Wachholtz, Neumünster 2006), S. 176-177