Landeshauptstadt Kiel Kiel.Sailing.City

Porträt Prof. Dr. Wilhelm Anschütz

Porträt Prof. Dr. Wilhelm Anschütz

Gemalt von
Friedrich Karl Gotsch
1951

Öl auf Leinwand
99,5 x 74 cm 

 

Das Porträt hängt
im Ratsherrenzimmer
des Rathauses 

 

Der Porträtierte

Prof. Dr. Wilhelm Anschütz
Ordinarius für Chirurgie in Kiel
Anschütz ist Ehrenbürger der Stadt.
Biografie

Der Künstler

Friedrich-Karl Gotsch (eig. Müller), geb. 03.02.1900 Pries, gest. 21.09.1984 Schleswig.

1919-20 studierte Gotsch Kunstgeschichte und Philosophie in Kiel, 1920-1923 an der Kunstakademie Dresden bei Oskar Kokoschka und Ludwig von Hoffmann.

Danach betätigte er sich freischaffend im expressionistischen Stil; zwischen 1923 und 1932 lagen längere Auslandsaufenthalte in New York, Paris, Italien und Südfrankreich. 

1930 bis 1945 lebte Gotsch in Kiel, München und Berlin. Während der NS-Zeit galt er als "entartet", verlor zudem durch den Luftkrieg fast alle bis dahin entstandenen Werke. Im 2. Weltkrieg war er als Dolmetscher eingesetzt.

Seit 1945 lebte er in Kiel und St. Peter. 1948 bis 1949 war er Präsident des Landeskulturverbandes Schleswig-Holstein, vorübergehend auch Lehrer an der Kunstschule 'Baukreis' in Hamburg, 1951 bis 1954 war er Mitglied im Kultursenat der Stadt Kiel.

1956 erhielt er den Kunstpreis des Landes Schleswig-Holstein, 1962 und 1963 den Villa-Romana-Preis. 1965 wurde er zum Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg berufen, 1971 zum Professor ernannt. Im selben Jahr wurde die Gotsch-Stiftung im Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum eingerichtet.

Weiterführende Literatur

Literatur zu Prof. Dr. Wilhelm Anschütz ist der Biografie (vgl. Link oben) angefügt.

Literatur zu Friedrich Karl Gotsch:

  • Feddersen, Berend Harke: Schleswig-Holsteinisches Künstler-Lexikon (Niebüll 2005)
  • Rathke, Christian: Gotsch, Friedrich Karl (eigentlich Friedrich Karl Müller). In: Rothert, Hans-F.: Kieler Lebensläufe aus sechs Jahrhunderten. (Wachholtz, Neumünster 2006) S. 106-108
  • Tillmann, Doris / Rosenplänter, Johannes (Hrsg.): Kiel-Lexikon (Neumünster 2011), S. 48