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Porträt Oberbürgermeister Karl-Heinz Luckhardt

Porträt Oberbürgermeister Karl-Heinz Luckhardt

Gemalt von 
Enn (Eni) Põldroos
1988

Öl auf Leinwand
72,5 x 98,5 cm 

 

Das Porträt hängt
in der Rotunde 
des Rathauses 

 

Der Porträtierte

Karl-Heinz Luckhardt
Amtszeit 1980 - 1992

Geb. 3. Mai 1932 in Bochum. Unter den Nationalsozialisten durfte er wegen eines "nicht befriedigenden" Ariernachweises keine weiterführende Schule besuchen. Er absolvierte eine Malerlehre und arbeitete fast 15 Jahre lang als Maler und Kranführer im Stahlwerk.

Ein Stipendium ermöglichte ihm ein Studium der Volkswirtschaftslehre. Von 1963 bis 1971 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent der SPD-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag. 1971 wurde er selbst in den Landtag gewählt und und übernahm die Parlamentarische Geschäftsführung der SPD-Fraktion.

Zwischen 1966 bis 1971 engagierte er sich außerdem in der Kieler Kommunalpolitik. Am 1. November 1980 wurde er als Nachfolger von Günther Bantzer Oberbürgermeister der Stadt.

In seine Amtszeit fallen der Ausbau der bürgernahen Verwaltung, die Erschließung neuer Wohngebiete in Klausbrook und Wellsee und die Aufwertung der Innenstadt, etwa durch die Eröffnung des Einkaufszentrums Sophienhof (mit Kulturviertel) und den Einstieg in die Hörn-Sanierung, wo später der Norwegenkai entstand. Außerdem wurden die Beziehungen nach Osteuropa intensiviert durch neue Städtepartnerschaften mit Tallinn (Reval), Gydnia (Gdingen), StralsundKoroljow (Kaliningrad, ehem. Königsberg) und Sovetsk (Tilsit).

Nach zwei Amtsperioden ging Karl-Heinz Luckhardt 1992 in den Ruhestand. Er lebt in Kiel-Suchsdorf.

(Nach Informationen des städtischen Amtes für Kommunikation.)

Der Künstler

Enn (Eni) Põldroos, geb. 21. Mai 1933 in Reval (heute Tallinn). Estnischer Maler und Schriftsteller. 

1952-1958 Studium an Estlands staatlichem Kunstinstitut, 1961-1966 Dozent am Pädagogischen Institut Tallinn, seit 1998 Arbeit als freier Künstler. Mitglied der estnischen Künstlervereinigung, 1985-1989 und 1995-1998 ihr Präsident.

Põldroos betätigte sich auch politisch, war Mitglied der KPdSU, später Gründungsmitglied der Volksfront und 1988-1991 gewähltes Mitglied im Obersten Rat der Republik Estland.

Er erhielt verschiedene Preise, darunter 1973, 1983 und 1986 den Kristjan-Raud-Preis des Estnischen Künstlerverbandes und der Stadt Tallinn, 1987 den Staatspreis für Kunst der UdSSR, 2002 das estnische Staatswappen IV. Klasse, 2006 das Staatswappen III. Klasse.

Weiterführende Literatur

Literatur zu Enn Põldroos: