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Ausbau von Ganztagsangeboten

In Kooperation mit dem Jugend- und dem Sozialministerium des Landes Schleswig-Holstein wird seit dem Schuljahr 2002/2003 das Ganztagesangebot an den Schulen ausgebaut. Dies gilt vorrangig für die weiterführenden Schulen sowie die Förderzentren. Um dies zu erreichen, werden die Angebote der Kinder- und Jugendhilfe sowie sonstiger Träger landesweit und in der Region stärker vernetzt.

Ziel der Landesregierung ist es, an möglichst vielen Schulen - in allen Kreisen und den kreisfreien Städten - möglichst vielen Schülerinnen und Schülern am Nachmittag einen verlässlichen, betreuten und gestalteten Aufenthalt zu ermöglichen.

Die Ganztagesangebote sind keine Verlängerung des Fachunterrichtes in den Nachmittag hinein. Gedacht ist vor allem an musische und sportliche Angebote, an einen Mittagstisch, an Schularbeitenhilfe - an sinnvolle Freizeitgestaltung. Mit dem Ausbau der Ganztagesangebote sollen die Lebensumstände von Kindern und Jugendlichen verbessert werden und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglich werden. Das Konzept basiert auf folgenden Grundsätzen:

  • Ganztagesangebote gibt es in unterschiedlichem Zeitumfang: Die Spanne reicht von einem Angebot an mindestens drei Tagen in der Woche mit insgesamt sieben Zeitstunden für alle interessierte Schülerinnen und Schüler bis zu fünf Tagen in der Woche für alle Schülerinnen und Schüler bis 16 Uhr.
  • Die Teilnahme ist freiwillig, die Schülerinnen und Schüler verpflichten sich aber über einen festgelegten, verabredeten Zeitraum, um der Schule Planungssicherheit zu geben.
  • Träger des Ganztagesangebotes sind abhängig von den unterschiedlichen Verhältnissen vor Ort: Es bieten sich unter anderem an die Träger der Jugendhilfe, Schulvereine, die Jugendaufbauwerke oder der Schulträger selbst.

Stichwort: Offene Ganztagsschule

Die Offene Ganztagsschule bietet ergänzend zum planmäßigen Unterricht an Unterrichtstagen Angebote außerhalb der Unterrichtszeit.

Alle allgemein bildenden Schulen und Förderzentren können bis einschließlich Sekundarstufe 1 Offene Ganztagsschulen werden. Der Zeitrahmen umfasst an mindestens drei Wochentagen mindestens sieben Zeitstunden. Die Teilnahme am Betrieb der Offenen Ganztagsschule ist freiwillig und steht allen Schülerinnen und Schülern offen. Die Anmeldung für die Offene Ganztagsschule ist für die Dauer eines Schuljahres verbindlich.

In Offenen Ganztagsschulen wird sichergestellt, dass die Schülerinnen und Schüler an den Tagen ein Mittagessen an der Schule einnehmen können, an denen außerunterrichtliche Angebote stattfinden.

Die Angebote umfassen:

  • Betreuungsangebote, insbesondere für Hausaufgaben
  • Fördermaßnahmen für Schüler/innen mit besonderem Bedarf und für besonders begabte Schüler/innen
  • Angebote zur musisch-künstlerischen Bildung und Erziehung
  • Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote (auch außerschulisch) sowie ggf.
  • Projekte der Jugendhilfe, insbesondere der außerschulischen Jugendarbeit sowie der außerschulischen Bildung.