Nordfriedhof – Marine- und Kriegsgedenkstätten

S.M.S. "König"

Das Grab befindet sich auf Feld X, Nr. 100.

Gedenkstätte für die Besatzungmitglieder der S.M.S. König
Gedenkstätte für die Besatzungmitglieder der
S.M.S. König

Umgeben von Einzelgräbern des Ersten Weltkrieges befindet sich auf Feld X das Denkmal für die Toten von „S.M.S. König“. Das Linienschiff wurde am 9. August 1914 in Dienst gestellt.

Kurz nach Beginn des Ersten Weltkrieges erklärten die Briten die gesamte Nordsee zum Kriegsgebiet und verhängten eine Seeblockade gegen Deutschland. Statt die deutschen Häfen direkt zu blockieren, versperrte man durch Minen und Patrouillenschiffe den Zugang zur Nordsee und schnitt Deutschland vom Welthandel ab.

Am 31. Mai 1916 verließ die deutsche Flotte mit 112 Schiffen die Basis in Wilhelmshaven, um in der Nordsee ein britisches Kreuzergeschwader anzugreifen. Die britische Flotte erlangte davon Kenntnis und schickte 150 Schiffe von ihrem Stützpunkt Scapa Flow zur dänischen Küste.

Die S.M.S. König
Die S.M.S. König

Dort kam es zu der Schlacht am Skagerrak, wo die „König“ fünf bis sechs mittlere und zehn schwere Treffer erhielt. Dabei verloren 45 Mann ihr Leben. 13 von ihnen sind auf dem Nordfriedhof beigesetzt. Einer von ihnen ist der Marinewachtmeister Fritz Mittendorf, der neben seinen Kameraden in einem Einzelgrab liegt. Einst schmückte eine weiße Platte mit dem Bildnis einer knienden Frau diesen Stein.

Nach dem Krieg sollte die „König“ in Scapa Flow interniert werden, wurde jedoch von der Besatzung am 21. Juni 1919 selbstversenkt. Noch heute liegt dort das Wrack in einer Tiefe von 42 Metern nahe der Insel Cava.

 
Lageplan "Marine- und Kriegsgedenkstätten"