Nordfriedhof – Marine- und Kriegsgedenkstätten

Schlachtschiff "Scharnhorst"

Die Gräber befinden sich auf Feld VI2.

Die Grabstätte der Besatzungsmitglieder der Scharnhorst
Die Grabstätte der Besatzungsmitglieder
der Scharnhorst

Auf Feld VI2 liegen neben einer Stele aus Sandstein, an der schmalen Seite mit einem erhobenen Eisernen Kreuz versehen, vier Steine mit den Namen der im Juni 1940 auf dem Schlachtschiff "Scharnhorst" Gefallenen.

Auf dem vierten Stein steht:

„ZUM GEDENKEN AN DIE 1975 GEFALLENEN DES SCHLACHTSCHIFFES "SCHARNHORST"

1939 BIS ZUM UNTERGANG DES SCHIFFES AM 26.12.1943“

Das Schwesternschiff der "Gneisenau“ wurde als Panzerschiff ab 1934 auf der Marinewerft in Wilhelmshaven gebaut und lief dort am 3. Oktober 1936 vom Stapel.

Erst am 7. Januar 1939 wurde sie in Dienst gestellt. Nachdem bei den ersten Probefahrten Probleme mit der überkommenden See auftraten, erhielt die "Scharnhorst“ einen sogenannten Atlantikbug und war nun 234,9 Meter lang.

In den ersten Kriegsjahren operierte die "Scharnhorst“ in der Nordsee und im Atlantik.

Am 4. Juni 1940 führten "Scharnhorst“, "Gneisenau“, "Admiral Hipper“ und vier Zerstörer die Operation "Juno“ aus. Dabei zerstörten sie den britischen Flugzeugträger "Glorious“, zwei Zerstörer und einen Tanker. Die "Scharnhorst“ erhielt bei diesem Gefecht einen Torpedotreffer, wobei 48 Mann starben.

Sie wurden am 27. Juni 1940 in einer feierlichen Beisetzung in Anwesenheit einer Ehrenkompanie und einer Abordnung aus allen Divisionen auf dem Nordfriedhof beigesetzt.

Am 26. Dezember 1943 wurde die "Scharnhorst“ von britischen Torpedos schwer getroffen und sank vor der Küste Norwegens. Von der Schiffsbesatzung überlebten nur 36 Mann.

 
Lageplan "Marine- und Kriegsgedenkstätten"