Nordfriedhof – Marine- und Kriegsgedenkstätten

Denkmal für die Gefallenen der Schleswig-Holstein-Armee

Das Denkmal befindet sich auf Feld A.

Grab der Gefallenen der Schleswig-Holstein-Armee
Grab der Gefallenen der
Schleswig-Holstein-Armee

„Hier ruhen gefallene Krieger der Schleswig-Holstein-Armee 1848-1850“ lautet die Inschrift dieses Denkmals und erinnert an den Aufstand in der Bevölkerung gegen die dänische Obrigkeit und die daraus folgenden militärischen Auseinandersetzungen.

Es begann am 24. März 1848. Nachdem Dänemark bekannt gegeben hatte, dass das Herzogtum Schleswig vollständig mit dem dänischen Staat vereinigt werden sollte, wurde in Kiel eine provisorische Regierung gebildet. Daraufhin machten sich bewaffnete Truppen, darunter die freiwillige Bürgerwehr, Studenten und Turner nach Rendsburg auf, um dort die dänische Garnison mühelos zu überrumpeln.

Die kriegerischen Auseinandersetzungen dauerten bis 1850 an. Die Dänen gewannen den Krieg in der entscheidenden Schlacht bei Idstedt, und die Herzogtümer Schleswig und Holstein wurden mit Dänemark vereinigt.

Kranzniederlegung vor dem Denkmal für die Gefallenen der Schleswig-Holstein-Armee auf dem St. Jürgen-Friedhof am 24. März 1952
Kranzniederlegung auf dem
St. Jürgen-Friedhof am 24. März 1952

Das Denkmal stand bis 1954 auf dem St. Jürgen-Friedhof am Kieler Hauptbahnhof. Dort war es lange Zeit Tradition, dass der Schleswig-Holsteinische Heimatbund am 24. März jeden Jahres einen Kranz am Denkmal niederlegte. Das Foto zeigt die Kranzniederlegung am 24. März 1952. Im Hintergrund ist der Hauptbahnhof zu sehen.

Während des Zweiten Weltkrieges stark beschädigt, wich der Friedhof der Sophienblatt-Erweiterung und der Errichtung eines Parkplatzes. Den Toten des St. Jürgens-Friedhofs gab man auf dem Platz vor der Kapelle des Friedhofes Eichhof eine neue Ruhestätte, wo sich nun auch viele der Grabsteine und Grabplatten befinden.

 
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