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Hatay / Antakya

Der Schwesterstadt-Vertrag wurde am 14. Juni 2012 beurkundet. 2013 lebten etwa 213.000 Menschen in Antakya. Der Fluss Orontes teilt die Stadt in einen alten und einen neuen Bereich. Die Altstadt liegt am Hang.

Die Bevölkerung besteht überwiegend aus türkischen Muslimen. Daneben gibt es Christen, Juden und Alawiten. Neben türkisch wird daher auch die arabische Sprache gesprochen.

Im Zuge einer Gebietsreform ist die Stadt Antakya 2014 mit der Provinz Hatay zur „Großstadt Hatay“ zusammengelegt worden. Die Zahl der Einwohner beträgt seitdem rund eine Million.

Restauration einer antiken Stätte in Anatkya
Restauration einer antiken Stätte
 

Das heutige Antakya entspricht der antiken Metropole Antiochia am Orontes. In römischer Zeit zählte Antiochia neben Alexandria und Konstantinopel zu den größten und zugleich bedeutendsten Städten des östlichen Mittelmeerraumes.

Das archäologische Museum Antakyas beheimatet eine der bedeutendsten Sammlungen römischer Mosaike, die die einstige herausragende Rolle der Stadt unterstreichen.

Neben unzähligen Moscheen gibt es in und um Antakya mehrere christliche Kirchen. Die bekannteste dürfte die St.-Petrus-Grotte sein. Sie wurde vom Vatikan offiziell zur ältesten Kirche der Christenheit erklärt.

Der heilige Lukas soll diese Höhlenkirche gegründet haben. Benannt ist sie jedoch nach Petrus, der die Christianisierung Kleinasiens von Antiochia aus vorantrieb. Der Überlieferung nach versammelte sich hier auch die erste christliche Gemeinde um Paulus, Barnabas und Petrus.

Wenige Kilometer vom Stadtzentrum Antakyas entfernt, liegt inmitten von zahlreichen Wasserquellen und riesigen Lorbeerbäumen der Ort Harbiye. Viele Städter suchen Harbiye heute als Erholungsgebiet auf.

Während der Römerzeit hieß Harbiye Daphne, benannt nach der Nymphe Daphne aus der griechischen Mythologie. In diesem Villenvorort wohnten einst reiche Bürgerinnen und Bürgern. Der Sage nach versteckte sich Daphne hier vor Apollon und verwandelte sich deshalb in einen Lorbeerbaum, um nicht gefunden zu werden. Außerdem soll Kleopatra einst an diesem Ort den römischen Feldherren Marcus Antonius geheiratet haben.

Etwa 29 Kilometer südwestlich von Antakya, nahe der Stadt Samandag in der Provinz Hatay, befinden sich Ruinen eines Klosters. Der in Antiochia am Orontes geborene syrische Säulenheilige Symeon der Jüngere verbrachte hier die letzten 45 Jahre seines Lebens auf einer zwölf Meter hohen Säule, von der aus er gepredigt haben soll. Ihm werden außerdem Wunderheilungen zugeschrieben, so dass er schon zu Lebzeiten als Heiliger verehrt wurde. Aus diesem Grund war der Ort bis ins 13. Jahrhundert hinein eine Pilgerstätte.

Etwa 30 km westlich der Großstadt Hatay lockt das Mittelmeer mit seinen einladenden Buchten und zahlreichen Badestränden.

Informationen über Hatay finden Sie unter www.hatay.bel.tr