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Landeshauptstadt zeigt Flagge gegen Atomwaffen

"In der Überzeugung, dass sich die Katastrophe der Atombombe niemals wiederholen darf, wurde die Konferenz der Bürgermeister für den Frieden 1982 auf Initiative der Städte Hiroshima und Nagasaki mit dem Ziel gegründet, durch eine enge Solidarität der Städte untereinander dem Wunsch ihrer Bürger nach Abschaffung der Nuklearwaffen eine internationale Dimension zu verleihen und eine kernwaffenfreie und friedliche Welt zu schaffen.

Stadtpräsident Tovar mit Flagge
Stadtpräsident Tovar hisst die Flagge:
Seit April 1985 ist Kiel
Mitglied der Mayors for Peace

1991 wurde die Konferenz beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen als Nichtregierungsorganisation registriert."
Quelle: www.mayorsforpeace.de

Mehrmals im Jahr setzt die Landeshauptstadt Kiel ein weithin sichtbares Zeichen im Sinne der Mayors for Peace. Vier große Flaggen mit dem Logo der Mayors for Peace werden am 106 Meter hohen Rathausturm gesetzt. 

In diesem Jahr ist dies jedoch nicht möglich. Seltene Gäste, ein Wanderfalkenpärchen ist in den Rathausturm eingezogen und hat dort genistet. Da die Tiere äußert empfindlich auf Störungen reagieren, dürfen während der sensiblen Phase der Jungtieraufzucht keine Flaggen am Rathausturm gehisst werden. Stattdessen wird die Flagge der Mayors for Peace auf dem Balkon des Oberbürgermeisters zu sehen sein.

So verleiht die Landeshauptstadt Kiel dem tiefen Wunsch nach einer friedlichen Welt ohne Atombomben Ausdruck. Wohl wissend, dass immer und immer wieder an die schrecklichen Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki im Jahre 1939 erinnert werden muss, damit das damit verursachte Leid nicht in Vergessenheit gerät, werden die Flaggen an folgenden Tagen gesetzt:

  • 8. Juli                    
    Gemeinsamer Flaggentag der Mayors for Peace

  • 6. und 9. August     
    Gedenken an die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

  • 1. September         
    Weltweiter Antikriegstag

  • 21. September       
    Internationaler Tag des Friedens, Weltfriedenstag

Lotosblüten für Hiroshima und Nagasaki

Papier-Lotosblüten auf dem Kleinen Kiel
Lotosblüten auf dem Kleinen Kiel   Foto:Benno Stahn

Jedes Jahr am 6. August lädt der Arbeitskreis Städtesolidarität, dessen Vorsitz der Stadtpräsident der Landeshauptstadt Kiel Hans-Werner Tovar inne hat, zu einer Gedenkfeier für die Opfer der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki ein.

Im Hiroshimapark beinhaltet das Programm neben informativen Redebeiträgen auch Gesang und den Vortrag von Texten gegen Krieg und Gewalt. Begleitend finden die Gäste Gelegenheit, Lotosblüten aus Papier zu basteln. 

In Anknüpfung an die japanische Tradition den Toten zu gedenken, werden in die Papierblüten Teelichter gestellt und diese scheinenden Mahn-Kunstwerke dann bei Dämmerung auf den Kleinen Kiel aufgesetzt.

Alle, die sich mit dieser Idee verbunden fühlen und die Wichtigkeit der Erinnerung an diese schrecklichen Ereignisse mittragen, sind herzlich eingeladen sich am 6. August 2016 ab 18.30 Uhr im Hiroshimapark der Aktion "Lotosblüten für Hiroshima und Nagasaki" anzuschließen.

Mitglieder des Arbeitskreises Städtesolidarität sind: Gesprächskreis für christliche Friedensarbeit, Hiroshima-Arbeitsgemeinschaft, IPPNW (Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges), DGB Region KERN, SPD-Ratsfraktion, CDU-Ratsfraktion, Ratsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN,SSW-Ratsfraktion, FDP-Ratsfraktion, Ratsfraktion DIELINKE.