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Kieler Besuch in Moshi Rural 1. - 5. April 2017

Gefördert vom Bundesministerium für Entwicklungszusammenarbeit (BMZ) reist erstmals eine größere Gruppe in die Partnerregion, um gemeinsame Projekte zu entwickeln und weitere Verabredungen zu treffen.

Es war der ausdrückliche Wunsch der örtlichen Vertreter des Distrikts, dass die Kieler Stadtverwaltung sich selbst ein Bild von den Bedingungen vor Ort macht.

Am 1. April 2017 ist die zehnköpfige Delegation unter Leitung des Kieler Stadtpräsidenten Hans-Werner Tovar am Kilimanjaro Airport gelandet und von dort nach Moshi gefahren.

Bis zum 5. April abends dauert das Besuchsprogramm, bei dem Fachleute aus den Bereichen Jugend, Gesundheit, Abfallwirtschaft und Bildung zusammentreffen und sich austauschen. Annette Wiese-Krukowska, Pressesprecherin der Landeshauptstadt, 
berichtet in ihrem Reiseblog von diesem Partnerschaftstreffen in Wort und vielen Bildern.

4. April

Lehrer unterrichtet Kinder

"Unsere Gastgeber haben uns heute in drei Gruppen zum Expertenaustausch vor Ort ein beeindruckendes Programm geboten", schreibt Annette Wiese-Krukowska.

"Gemeinsam mit dem Kieler Stadtpräsidenten Tovar und seinem Amtskollegen Michael Kilawila, dem Präsidenten vom Council Moshi Rural, war ich an einer Wasserstelle im Gebiet der Massai, in einem Krankenhaus und einer Schule, die zugleich Kindergartenkinder betreut.
 
Alle Einrichtungen liegen in einem Tal, das sich in gut bewässerte riesige Zuckerrohrplantagen und einen extrem vertrockneten und von großer Armut gekennzeichneten Bereich teilt. Letzterer ist ein Gebiet, in dem die Massai leben und mit ihren Herden umherziehen. Mangelnde Trinkwasserversorgung ist ein großes Problem dort. An der Wasserstelle wird das Vieh getränkt, Wäsche gewaschen und Wasser für die Familien entnommen, das ohne Reinigung zur Nahrungszubereitung dient.

Wenn die Regenzeit kommt, breitet sich unter anderem die Cholera aus. Wir trafen junge Massai-Frauen an der Wasserstelle. Eine 17-jährige berichtete uns, dass..." Lesen Sie weiter im Blog

3. April

Der Tag in Moshi war prall gefüllt mit Vorträgen der Gastgeber, auch die Abgeordneten des Councils von Moshi Rural waren den ganzen Tag dabei. Stadtpräsident Tovar hat zudem einen Baum gepflanzt, der analog zur Partnerschaft der Landeshauptstadt mit dem Distrikt Mishi Rural gut wachsen und gedeihen soll.

Auf dem Plan standen Themen Aufforstung, Jugendarbeitslosigkeit (50 % der Jugendlichen haben weder eine Ausbildung noch eine geregelte Arbeit), Müllentsorgung und -Verwertung sowie mit Frühkindlicher Erziehung befasst. Es gibt erste Ideen für gemeinsame Projekte, auch Unterstützung in der Schulung und Weiterbildung ist gefragt. Kenntnisse sollen am Dienstag durch Einblicke in praktische Projekte vor Ort vertieft werden.

Stadtpräsident Tovar pflanzt einen Baum

Gruppe im Sitzungssaal

2. April

Fachgespräche in freier Natur

"Am Sonntag ist hier Kirchgang angesagt", schreibt Annette Wiese-Krukowska, Pressesprecherin der Landeshauptstadt, in ihrem Reise-Blog.

"Man sieht überall fein gekleidete Menschen in die Gotteshäuser strömen. Unsere Gastgeber haben uns zur Einstimmung zu einem Sonntagsausflug eingeladen und uns den Arusha Nationalpark gezeigt. Wir hatten Glück mit dem Wetter und konnten an einem Aussichtspunkt unser Lunch verspeisen. Erst danach gab es einen ergiebigen Guss von oben.

Abends ging es in ein Restaurant in Moshi mit Livemusik. Der Sternenhimmel ist phantastisch hier. Morgen steigen wir in den inhaltlichen Austausch ein. Der heutige Tag hat dafür eine gute Grundlage gelegt, denn wir haben uns ganz entspannt kennen gelernt und einen tollen Sonntag miteinander verbracht."

1. April

Händeschütteln

Nach einem langen, ruhigen Flug ist die Delegation mit etwas Verspätung am Kilimanjaro Airport gelandet und dort sehr herzlich willkommen geheißen worden. Mit vier Geländewagen ging es dann nach Moshi ins Hotel Salsalinero. Etwa eine Stunde dauerte die Fahrt.

Im Hotel erwartete die Kieler Grupp unter anderem der District Chairman of the District Council Moshi Rural, Mr. Michael S.S. Kilawila. Er begrüßte besonders herzlich seinen Amtskollegen Stadtpräsident Hans-Werner Tovar. Nach kurzer Pause gab es noch ein leckeres gekühltes Kilimanjaro Bier und ein Late Night Dinner.