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Tallinn - Ein Blick in die Wirtschaft

Erwähnt wurde Tallinn erstmals 1154 auf der Landkarte eines arabischen Geographen. Mit der Eroberung der Stadt durch die Dänen im Jahr 1219 wurde sie als „Dänenburg“,
bezeichnet, woraus sich der estnische Name „Tallinn“ entwickelte. Die Stadtbezeichnung „Reval“ wurde bis ins 20. Jahrhundert von den einheimischen Deutschbalten benutzt.

Im Vordergrund die Altstadt mit Blick auf den Hafen
Ein Blick auf Stadt und Hafen von Tallinn

Mit Verleihung der Stadtrechte (1248) und dem Beitritt zur „Hanse“ (1284) wurde die Bedeutung als Handelsstadt weiter vorangetrieben. Im 16. und 17. Jahrhundert verlor die Handelsstadt an Bedeutung. Erst mit der Eröffnung der Bahnlinie Tallinn - St. Petersburg (1870) wurde die Stadt zum „Fenster“ Russlands nach Europa und damit ein neuer Aufschwung eingeleitet.

Das unterdrückte Streben Estlands nach erneuter Unabhängigkeit war erst 1991 erfolgreich und Tallinn wurde Hauptstadt der eigenständigen, souveränen Republik Estland. Der EU-Beitritt erfolgte im Jahr 2004. Als 17. Land führte Estland am 01.01.2011 den Euro als Zahlungsmittel ein.

Tallinn ist Zentrum der estnischen Wirtschaft und verfügt über einen bedeutenden Fähr- und Handelshafen sowie einen internationalen Flughafen. Fast die Hälfte aller estnischen Unternehmen hat hier ihren Hauptsitz. Einige Firmen der Maschinenbau-, Metallverarbeitungs-, Textil-, Nahrungsmittel- und Möbelindustrie produzieren in Tallinn seit mehr als hundert Jahren. Die ansässigen Elektronikfirmen sind stark exportorientiert und erbringen Outsourcing-Dienstleistungen für High-Tech-Komponenten. Für russische Autohersteller und z. B. für General Motors werden Sicherheitsgurte hergestellt.

 

Blick über die mittelalterliche Stadt auf den modernen Stadtteil
Blick auf den modernen Stadteil

Der Tourismus hat sich ebenfalls zu einem der bedeutendsten Wirtschaftssektoren der Stadt entwickelt.

Eine liberale Wirtschaftspolitik sowie die fast abgeschlossene Rechtsangleichung an EU-Richtlinien gelten als gute Investitionsbedingungen für ausländische Unternehmen. So sind in Estland  etwa 430 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung registriert.

In Estland gibt es 12 anerkannte Universitäten, davon 7 staatliche und 5 private Einrichtungen sowie 26 weitere Hochschulen. An den staatlichen Universitäten in Tallinn werden ca.18.000 Studenten in allen Fachrichtungen ausgebildet. 

Beispielhaft drei Wirtschaftsindikatoren für Estland (2012): Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf in US $ 16.320, Inflationsrate 3,44 Prozent, Arbeitslosenquote 10,2 Prozent

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