Kieler Demografiekonferenz 2007
4. Kieler Demografiekonferenz, 29. März 2007
Herausforderung und Chance für Wirtschaft und Arbeitswelt
Mit rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die 4. Kieler Demografiekonferenz zum Thema „Wirtschaft und Arbeitswelt“ zugleich die bislang bestbesuchteste. Mitveranstalter waren die Frauenbeauftragte der Landeshauptstadt Kiel und die Kieler Wirtschaftsförderungs- und Strukturentwicklungsgesellschaft KiWi GmbH. Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz konnte insbesondere den Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zu Kiel, Dr. Jörn Biel, den Direktor der Agentur für Arbeit Kiel, Dr. Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann, sowie KiWi-Geschäftsführer Matthias Krell begrüßen.
Das Hauptreferat hielt Professor Federico Foders vom Kieler Institut für Weltwirtschaft. Seine Thesen:
Frühverrentung und Altersteilzeit müssen zurückgefahren werden; ältere Menschen müssen stärker in Unternehmen eingebunden werden
Die Tarifparteien sind bei der Gestaltung familienfreundlicher Arbeitsverträge und Arbeitsbedingungen gefragt
Bildung fängt früh an und hört nie auf!
Kiels Potenziale für die Zukunft seien:
- Bildungsstadt. Kiel müsse Bildungsdienstleistungen und Weiterbildungsangebote ausbauen
- Kongressstadt. Neue Schwerpunkte müssten gesetzt werden: Bildung, Lehre, Forschung
- Das maritime Cluster und das medizinische Cluster der Stadt müssten ausgebaut werden
In einem zweiten Hauptreferat befasste sich Michaela Evans vom Institut Arbeit und Technik Gelsenkirchen mit den Möglichkeiten integrierter Dienstleistungsangebote in der Gesundheits- und Seniorenwirtschaft. Produkte und Dienstleistungen für mehr Lebensqualität im Alter würden zum Top-Entwicklungsschwerpunkt werden, sagte Evans. Als eine von drei „Zukunftsbaustellen“ machte sie das „Zuhause“ aus. Es müsse als „Gesundheitsstandort der Zukunft“ entwickelt werden.
In einem dritten Vortrag befasste Klaus Mensing von der Convent Planung und Beratung GmbH aus Hamburg mit der „Wirtschaftskraft Alter“ und konkreten Handlungsstrategien., bevor in den drei Arbeitsforen lokale Strategien und Maßnahmen zu den Schwerpunkten
- Älter werden und beschäftigt bleiben
- Gesundheitswirtschaft als Handlungsfeld für die regionale Wirtschaft
- Älter werden im Stadtteil: Quartiersnahe Versorgung
erörtert wurden.
Die Dokumente der Veranstaltung können Sie hier herunterladen:
Begrüßung durch Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz
Grußwort des Hauptgeschäftsführers der IHK zu Kiel, Dr. Jörn Biel
Professor Frederico Foders „Demografische Entwicklung als Herausforderung und Chance für den Standort Kiel“
Michaela Evans: „Integrierte Dienstleistungsangebote in der Gesundheits- und Seniorenwirtschaft - Perspektive für mehr Lebensqualität“
Dr. Wolf-Dieter Schmidtke-Glamann: Impulsreferat
Klaus Mensing: „Wirtschaftskraft Alter - Vom Trend zur Strategie“
Marco Schmidt (Geographisches Institut der CAU): Älter werden im Stadtteil: Quartiersnahe Versorgung - Das Beispiel Kiel-Ellerbek“
Michael Fuljahn (coop eG): „Quartiersnahe Versorgung“
Berichterstattung der „Kieler Nachrichten"



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