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Winterlicht - Fotowettbewerb 2016 / 2017

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Die Siegerfotos

Für den 11. Fotowettbewerb des Grünflächenamtes und der Brunswiker Stiftung tauschten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die warme Stube gegen Fellmütze und Kamera.

Die Preise sind am 21. März 2017 verliehen worden. Hier finden Sie die ersten sieben Plätze und die Begründungen der Jury.

Platz 1: Alexander Lüders

Winterruhe
Platz 1: Alexander Lüders - Winterruhe

Aus der Laudatio: "Sanft, ausgeglichen und sehr zurückhaltend - Ihr Foto, lieber Herr Lüders, ist ein echtes Landschaftspastell. Ein Bild wie gemalt. Und ein Foto, das gerade durch seine Ruhe so einladend auf den Betrachter wirkt.

In Ihrer Aufnahme, vor dem Steg stehend, kann man lange verweilen. Der Horizont liegt fast in der Mitte, sozusagen auf Augenhöhe, rechts beherrscht eine kühle Anmut die Stimmung, auf der linken Seite des Steges ist das Wasser heller, einladender. Und dann natürlich diese fantastischen Farbwischer am Horizont. Die Schneereste am Stegrand geben dazu nur einen dezenten, fast subtilen Hinweis auf den  Winter.

Auch handwerklich sprach die Jury viel Lob aus. Durch die sehr lange Belichtungszeit beziehungsweise durch die Verwendung eines entsprechenden Filters erscheint uns die Wasseroberfläche so wunderbar weich gemalt. Das Motto unseres Wettbewerbs - Winterlicht - ist mit dieser Aufnahme perfekt eingefangen worden. Herzlichen Glückwunsch, Herr Lüders, zum ersten Platz. Und zu den 500 Euro Preisgeld."

Platz 2: Heiner Francke

Pferdekoppel im Winter
Platz 2: Heiner Francke - Pferdekoppel im Winter

Aus der Laudatio. "An Ihrem Foto, lieber Herr Francke, hat die Jury nicht allein - wie man sicher zunächst denken könnte - das besondere stimmungsvolle Licht gelobt. Nein, es ist auch das Handwerkliche, was überzeugt. Das Gestaltungsmerkmal des Goldenen Schnitts ist hier ebenso auffällig wie die gelungene Trennung von Vorder- und Hintergrund. Ein ganz klassisches Motiv stellen Sie uns hier vor, das ein typisches Winterlicht abbildet und vor allem durch die vielen sanften Farbnuancen so ansprechend wirkt.

Das Licht und auch der Bodennebel sind auf Ihrer Aufnahme so greifbar nah und authentisch, als stände der Betrachter selbst mit im Bild. Die Jury zumindest fühlte sich mit allen Sinnen angesprochen und von Ihrer „Pferdekoppel im Winter“ regelrecht angezogen. Bevor sie sich auf den Weg dorthin gemacht hat, ließ sie Ihnen aber noch etwas da: 400 Euro Preisgeld für den zweiten Platz unseres Wettbewerbs."

Platz 3: Marten Rogalski

Winternebel an der Kiellinie
Platz 3: Marten Rogalski - Winternebel an der Kiellinie

Aus der Laudatio: "Ganz klar ein Bild, dass durch seinen grafischen Aufbau besticht. Aber es ist nicht nur die Diagonale beziehungsweise die Fluchtperspektive der aufgereihten Pfähle, die die Jury so gelungen fand. Ihr Foto, lieber Herr Rogalski, erzählt trotz seines vermeintlich reduzierten Inhalts noch so viel mehr. Die Abwesenheit der sonst in diesem Hafen liegenden Boote und Schiffe macht das Motiv noch einmal winterlicher.

Dazu die zahlreichen Schwarz-Weiß-Kontraste und das Zusammenspiel von Schärfe und Unschärfe, das grenzenlose ineinander Übergehen der Dalben und ihrer eigenen Spiegelungen, der vom Nebel eingenommene Horizont - der Betrachter entdeckt auf Ihrer Aufnahme erst auf den zweiten Blick immer neue Details, die sich dann aber zu einem Gesamtbild fügen.

Nur eines fragte sich die Jury zwischendurch: Wann denn wohl noch das Geisterschiff um die Ecke biegen würde? Auch wenn es nicht kommt - ein dritter Platz ist Ihre Aufnahme allemal wert. 300 Euro für Sie, Herr Rogalski."

Platz 4: Gerrit Müller-Scheeßel

Blaue Stunde am Leuchtturm
Platz 4: Gerrit Müller-Scheeßel - Blaue Stunde am Leuchtturm

Aus der Laudatio: "Der Titel Ihrer Aufnahme, lieber Herr Müller-Scheeßel, ist ganz klar Programm. Diese fantastische Färbung des Himmels, dazu die Lichtakzente des Holtenauer Leuchtturms und des Molenfeuers an der Kanaleinfahrt, das Lichtspiel aus Abend- und Kunstlicht also - all das hat die Jury sofort überzeugt.

Auch handwerklich spricht Sie Ihnen Lob aus. Durch das eingesetzte Weitwinkelobjektiv haben Sie dem Himmel noch mehr Raum gegeben. Weg und Uferböschung geben dem Bild zudem eine Perspektive, die den Blick zurück in die abendliche und erhellte Stadt lenkt. Eine sehr gelungene Aufnahme, die vor allem durch das farbliche Zusammenspiel fasziniert. Der Jury war all das etwas wert - nämlich 200 Euro Preisgeld für Sie, Herr Müller-Scheeßel."

Platz 5: Hauke Hansen

Flieg Möwe flieg ins Winterlicht
Platz 5: Hauke Hansen - Flieg Möwe flieg ins Winterlicht

Aus der Laudatio: "Ihr Foto, Herr Hansen, ist zweifelsohne eine äußerst gelungene Momentaufnahme. Ich sage bewusst nicht Schnappschuss, denn der hat immer auch etwas mit Zufall zu tun. Einem rein zufälligen Auslösen wird dieses Foto aber nicht gerecht. Sie waren mit Ihrer Kamera einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort - in diesem Falle dem Schrevenpark, wie ich vermute.

Zu unserem Wettbewerbs-Motto „Winterlicht“ passt Ihr Foto perfekt: Die gesamte Szenerie wirkt wie eingefroren, das Gefieder der Möwe fängt die Wintersonne sehr reizvoll ein. Dazu die Lichtspiele auf dem Eis und die künstlerisch eingesetzten Lichtflecken - ganz „fantastisch“, wie ein Jury-Mitglied und gelernter Fotograf mehrmals betonte. 

Und auch technisch wurde Ihr Foto gelobt: Durch die kurze Belichtungszeit ist die Möwe trotz Ihres Flügelschlages sehr scharf abgebildet. Winterlicht und Winterstarre - all das vereint Ihre Aufnahme auf sehr ansprechende Weise. Herzlichen Glückwunsch, Herr Hansen, zu 200 Euro Preisgeld."

Platz 6: Kerstin Nachtigall

Rauhreif
Platz 6: Kerstin Nachtigall - Rauhreif

Aus der Laudatio: "Ihre Aufnahme, liebe Frau Nachtigall, zeigt uns den Düsternbrooker Weg mal aus einer ganz anderen, ungewohnten Perspektive. Und genau das ist es, was dieses Foto gleich auf den ersten Blick so ansprechend macht.

Was auf den zweiten Blick auffällt, ist die besondere Winterstimmung, die Ihr Foto ausstrahlt. Unter Raureif und Eiskristallen erstarrte Bäume, dazu kalt-diesiger Dunst und die scheinbar gefrorenen Baukräne im Hintergrund. Der Blick des Betrachters wird dazu noch auf eine zentrale Grünfläche Kiels gelenkt. Nur dass sich der Schlossgarten hier - was in unserer Stadt ja nicht so häufig vorkommt - mal nicht grün, sondern nahezu komplett in Weiß präsentiert.

In dieser kalten, erstarrten Momentaufnahme gibt es eine wohltuende, ja einladende Farbigkeit: die bunten Flaggen vor der Kunsthalle, die dem gesamten Gebäude eine warme Nuance verleihen. Die Jury, liebe Frau Nachtigall, haben Sie mit Ihrer gelungenen Winter-Komposition überzeugt. Glückwunsch zu 200 Euro Preisgeld."

Platz 7: Sigrid Ehrenreich

Fördedampfer
Platz 7: Sigrid Ehrenreich - Fördedampfer

Aus der Laudatio: "Der Titel Ihres Fotos, liebe Frau Ehrenreich, könnte passender kaum sein. Man sieht, man spürt ihn hier wirklich - den unmittelbar bevorstehenden „Feierabend“. Der Schlepper „Falckenstein“ nähert sich mit langsamer Fahrt seinem Anleger; jetzt ist es wirklich nur noch ein Sprung bis zur Pier - Feierabend. Das alles in einer klaren, eisigen Luft, die hier förmlich greifbar ist.

Die Jury lobte vor allem die besondere Lichtstimmung Ihres Fotos, die den Begriff „Blaue Stunde“ wohl perfekt trifft. Auf der einen Seite also diese magische Färbung des Himmels während der Zeit der Dämmerung nach Sonnenuntergang und vor Eintritt der nächtlichen Dunkelheit. Und auf der anderen Seite die gut eingefangene Beleuchtung der Pier, die Ihrem Foto einen so ansprechenden Kalt-Warm-Kontrast verleiht.

Mit Ihrem dazu noch sehr gelungenem Bildaufbau - und natürlich dem besonderen Kiel-Bezug Ihre Aufnahme - haben Sie die Jury auf Ihrer Seite gehabt: 200 Euro Preisgeld für Sie, Frau Ehrenreich."

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Teilnahmebedingungen

Jeder Teilnehmer und jede Teilnehmerin kann nur ein Bild einreichen.

Bitte senden Sie Ihr Foto
bis zum 1. März 2017 an die

Landeshauptstadt Kiel
Grünflächenamt, 67-K
Holstenstraße 108
24103 Kiel

  • Der Teilnehmer / die Teilnehmerin versichert, dass er / sie über alle Rechte am eingereichten Bild verfügt, die uneingeschränkten Verwertungsrechte aller Bildteile hat und dass das Bild frei von Rechten Dritter ist sowie bei der Darstellung von Personen keine Persönlichkeitsrechte verletzt werden.
  • Falls auf dem Bild eine oder mehrere Personen erkennbar abgebildet sind, müssen die Betreffenden einverstanden sein, dass das Bild veröffentlicht wird. Der Teilnehmer / die Teilnehmerin versichert, dass ihm / ihr die Einverständniserklärungen der abgebildeten Personen auch zur Veröffentlichung des Fotos durch die Landeshauptstadt Kiel vorliegen beziehungsweise er/sie diese auch schriftlich beibringen kann.
  • Sollten dennoch Dritte Ansprüche wegen Verletzung ihrer Rechte geltend machen, so stellt der Teilnehmer / die Teilnehmerin die Landeshauptstadt Kiel von allen Ansprüchen frei.
  • Die personenbezogenen Daten der Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer dienen ausschließlich der Auslobung der Preise und werden für keine anderen Zwecke verwendet. Sie werden nach der Preisverleihung datenschutzgerecht vernichtet. 

Anforderungen

  • Bitte reichen Sie ein Papierfoto im Format 20 x 30 cm ein.
  • Fügen Sie ein Negativ oder einen Datenträger sowie das ausgefüllte Anmeldeformular bei.
  • Gewünschte Bilddateiformate sind jpg oder tif mit 300 dpi-Auflösung und einer maximalen Dateigröße von 2,5 MB.
  • Die Bildbearbeitung darf nur im Rahmen einer Tonwertkorrektur (Helligkeit / Kontrast) und Beschneidung des Bildes erfolgen.

Nutzungsrechte

Das Urheberrecht bleibt bei der Urheberin oder dem Urheber. Das Nutzungsrecht an den Bildern geht zeitlich unbegrenzt komplett auf die Landeshauptstadt Kiel über, ohne dass die Verwendung besonders vergütet wird.

Preise

Die Brunswiker Stiftung stellt Geldpreise im Gesamtwert von 2000 Euro bereit.

Die Preise sind wie folgt gestaffelt:

1. Preis: 500 Euro
2. Preis: 400 Euro
3. Preis: 300 Euro
4. - 7. Preis: je 200 Euro

Die Jury entscheidet unabhängig, endgültig und unanfechtbar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Für verloren gegangene oder beschädigte Bilder kann keine Haftung übernommen werden.

Weitere Auskünfte

Auskünfte geben Ihnen gern