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Gesundheitliche Aspekte

Mobilfunk-Sendeanlagen erzeugen, wie übrigens auch mobile Endgeräte - Smartphones -, hochfrequente elektromagnetische Strahlung.

Wenn diese energiereiche Strahlung auf Körpergewebe trifft, wird sie absorbiert und bewirkt eine geringe, aber messbare Erwärmung.

Um Gesundheitsbeeinträchtigungen durch thermische Effekte dieser Art auszuschließen, hat der Gesetzgeber Grenzwerte festgelegt, die in der Umgebung einer Sendeanlage eingehalten werden müssen.

In der Fachwelt herrscht Einigkeit darüber, dass die Einhaltung dieser gesetzlichen Grenzwerte einen wirksamen Schutz vor den schädlichen thermischen Wirkungen von Mobilfunkstrahlung darstellt.

Umstritten ist jedoch immer noch die Bewertung von ebenfalls nachweisbaren, vielfältigen nicht-thermischen Wirkungen, die auch bei Einhaltung der Grenzwerte auftreten.

Die gesundheitliche Relevanz dieser vielfach beobachteten biologischen Wirkungen konnte bisher nicht abschließend geklärt werden.

Themen wie Elektrosensibilität, Krebserkrankungen, Einflüsse auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns und ähnliches werden in diesem Zusammenhang diskutiert.

Im Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramm (DMF) werden unter Federführung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) Auswirkungen und Wirkungsmechanismen untersucht.

Das BfS hat den Stand der Forschung auf eine einfache Formel gebracht: Unterhalb der geltenden Grenzwerte gibt es keinen Nachweis einer Gesundheitsgefährdung, wohl aber einzelne Hinweise auf mögliche Risiken.

Vorsorgliche Immissionsminimierung im Einzelfall ist angezeigt. Daneben besteht weiterhin ein erheblicher Forschungsbedarf.

Fazit:

Nachteilige Wirkungen der Mobilfunkstrahlung sind nach heutigem Wissensstand unwahrscheinlich, können aber auch nicht sicher ausgeschlossen werden.