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Einsatzbereiche

Die Einsatzbereiche im Umweltschutzamt sind vielfältig. Der Schwerpunkt liegt beim praktischen Naturschutz. Darüber hinaus ist es aber möglich, naturschutzpädagogische Arbeiten zu übernehmen.

Zur Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit können Führungen in Naturschutzgebieten und Biotopverbundräumen vorbereitet und geleitet werden, genauso wie Informationsveranstaltungen für Schulklassen. Bei guten PC-Kenntnissen ist die weitgehend selbständige Gestaltung von Plakaten ebenfalls denkbar.

Weiterhin gehört die Betreuung von Infoständen bei Veranstaltungen sowie die Anleitung von Kindern beim Solarbasteln zu den Aufgaben im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

Selbstverständlich können auch andere Ideen aufgegriffen und umgesetzt werden. Hier kommt es auf die Qualifikation der Freiwilligen, ihr Engagement und ihre Kreativität an. Die Einsatzstelle ist auf jeden Fall offen für Vorschläge und bereit, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Einen kleinen Einblick in die Einsatzbereiche erhalten Sie hier:

Knickpflege
Mäharbeiten
Bekämpfung Riesen-Bärenklau
Sonstige Arbeiten
Projektarbeit

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Knickpflege

Bundesfreiwillige bei der Arbeit mit Motorsäge.
Der richtige Umgang mit der Motorsäge
will gelernt sein (Fotos: Umweltschutzam)

Im Winterhalbjahr unterstützten die Freiwilligen den Erhalt von Knicks durch entsprechende Pflegemaßnahmen. Knicks stellen in unserer stark genutzten, häufig monotonen Landschaft nicht selten die letzten Rückzugsräume für heimische Tier- und Pflanzenarten dar, so dass ihrem Erhalt auch aus Artenschutzgründen ein besonderes Augenmerk zu schenken ist.

Zur Erhaltung der Knicks sollen diese alle 10 bis 15 Jahre "auf den Stock gesetzt" werden. Das heißt, dass ein Rückschnitt auf eine Handbreit über dem Boden erfolgt. Diese Arbeiten werden von den Freiwilligen vorgenommen.

Die eigens zur Motorsägenführerin beziehungsweise zum Motorsägenführer ausgebildeten Freiwilligen sind für die Pflege und Wartung ihrer Geräte verantwortlich. Die erforderliche Schutzkleidung wird ihnen von der Dienststelle zur Verfügung gestellt.

Zur Pflege der Knicks gehört auch das Zusägen von Brennholz und das Schreddern der Zweige. In Einzelfällen erfolgt zudem eine Abfuhr des angefallenen Schreddergutes mit Hilfe des Pritschenwagens.

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Mäharbeiten

Bundesfreiwilliger bei Mäharbeiten
Mäharbeiten gehören zu den Aufgaben
der Freiwilligen

Im Frühsommer bis zum Herbst sind viele Mäharbeiten vorzunehmen, die zum Erhalt und zur Entwicklung landschaftspflegerisch wertvoller Flächen beitragen. So erfolgt durch die Freiwilligen unter anderem die Mahd, der aus der Presse bekannten Orchideenwiese an der Kiellinie, genauso wie die Pflege von Feuchtwiesen am Wellsee.

Für die Mahd wird ein Balkenmähers und eine Motorsense eingesetzt. Für die Pflege besonders feuchter oder sensibler Bereiche kommt hin und wieder auch noch die gute alte Sense zum Einsatz. Für den Einsatz technischer Arbeitsgeräte und der Sense in der klassischen Form erfolgt eine Einweisung der Freiwilligen. Dabei wird die Handhabung der jeweiligen Geräte vermittelt und über mögliche Unfallgefahren informiert.

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Bekämpfung von Riesen-Bärenklau

Bundesfreiwilliger mit Riesen-Bärenklau-Pflanze
Juni bis August wird der Riesen-Bärenklau
bekämpft

In der Zeit zwischen Juni und August sind die Freiwilligen unterstützend bei der Bekämpfung des Riesen-Bärenklaus in Kiel tätig. Bei dem Riesen-Bärenklau handelt es sich um eine ursprünglich im Kaukasus beheimatete Pflanze, die um die Jahrhundertwende als dekorative Gartenpflanze nach Europa mitgebracht wurde.

Leider hat sich der Riesen-Bärenklau vielfach außerhalb von Gärten ausgebreitet. Aufgrund seiner extremen Konkurrenzfähigkeit verdrängt er heimische Pflanzenarten und die daran gebundenen Tierarten immer mehr, so dass über die entsprechenden Bekämpfungsmaßnahmen versucht wird, dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten.

Die Bekämpfung erfolgt in der Regel durch einen Rückschnitt der Pflanze (der in der Regel wiederholt werden muss) oder bei kleineren Beständen durch ein direktes Ausgraben beziehungsweise eine Schädigung des Wurzelstockes.

Bei der Bekämpfung ist Vorsicht geboten, da der Kontakt mit dem Saft des Riesen-Bärenklaus zu Hautverätzungen führen kann. Der Saft enthält giftige Substanzen, die im Kontakt mit der Haut unter Sonneneinfluss fototoxische Wirkungen entfalten. Deshalb sind diese Arbeiten mit Vorsicht und in Arbeitskleidung vorzunehmen.

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Sonstige Arbeiten

Bundesfreiwillige sammeln Holz zum Schreddern
Bundesfreiwillige sammeln Holz zum Schreddern

Die Herstellung und Instandsetzung von Zäunen gehört genauso zum Aufgabenbereich der Freiwilligen wie die Durchführung von Artenschutzmaßnahmen, zum Beispiel der Schnitt von Kopfweiden, die Pflege des Amphibienleitsystems in Kiel-Hammer oder auch der Bau und die Anbringung von Nisthilfen aller Art.

Die Zivildienstleistenden als "Vorläufer" der Bundesfreiwilligen haben auch schon zahlreiche Beiträge zum Erhalt und zur Pflege von Naturschutzgebieten geleistet. So wurden ehemalige Kleingärten von Müllablagerungen, Baulichkeiten und standortfremder Vegetation befreit und das anfallende Schnittgut geschreddert. Außerdem wurden Ufersicherungen (Bau von Faschinen) am Randbereich der hier vorhandenen Gewässer vorgenommen und an einigen Stellen Gehölze gepflanzt.

Diese Arbeiten sollen auch von den Freiwilligen fortgeführt werden. Auch das Aufstellen von Informationsschildern zu besonderen Lebensräumen fällt in die Zuständigkeit der Freiwilligen.

Geschick ist bei der Entnahme von Bodenproben gefragt, die zur Vorbereitung landschaftspflegerischer Maßnahmen, wie zum Beispiel der Anlage von Kleingewässern, unter Anleitung gewonnen werden. Eine einfache, aber verantwortungsvolle Tätigkeit ist das Pflanzen von Knickgehölzen oder auch Obstbäumen auf Streuobstwiesen.

Erste umweltpädagogische Erfahrungen können durch die Übernahme von Betreuungsarbeiten von Infoständen bei Veranstaltungen oder auch die Anleitung von Kindern beim Solarbasteln bei der Unterstützung des Klimaschutzes erworben werden.

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Projektarbeit

Solarbasteln
Solarbasteln macht Groß und Klein Spaß

In den zurückliegenden Jahren haben die Bundesfreiwilligen im Rahmen ihrer Projektarbeit schwerpunktmäßig Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Sie haben einen Flyer für ihr Aufgabenfeld entworfen und ihn auf einer Messe und mehreren Großveranstaltungen verteilt.

Mit einem eigenen Stand haben sich die Bundesfreiwilligen aktiv auf der Messe "Klima und Leben" sowie beim Kids-Festival, dem Weltspieltag und dem Klimaschutzzelt des Amtes zur Kieler Woche präsentiert. Dort wurde nicht nur über die Arbeit des Bundesfreiwilligendienstes insbesondere beim städtischen Umweltschutzamt informiert, sondern auch ein kreatives Recycling angeboten: Mit Kindern und Erwachsenen wurden gemeinsam Körbe und Portemonnaies aus Tetrapacks gebastelt. Außerdem wurden selbstgemachte Perlen aus altem Geschenkpapier zu Ketten und Armbändern aufgezogen, Papier geschöpft und Taschen aus ungewöhnlichen Materialien gefertigt.

Zur Öffentlichkeitsarbeit gehörte auch die eigenständige Entwicklung einer Infotafel für ein Kieler Biotop. Die Schautafel  für den speziellen Lebensraum Koppel Brandsbrook im Kieler Norden wurde entworfen und nach ihrer Fertigstellung von den Bundesfreiwilligen an der richtigen Stelle platziert.Die Arbeiten konnten weitgehend eigenständig durchgeführt werden.

Zudem wurden Führungen zu verschiedenen Themen von den Bundesfreiwilligen selbst geplant und durchgeführt. Es gab unter anderem eine Führung durch das Schutzgebiet Wellsee für Schulen. Außerdem fand im Frühsommer eine Führung durch das Naturschutzgebiet Tröndelsee für Interessierte statt, bei der auf die Geschichte des Schutzgebietes sowie Pflanzen- und Tierarten eingegangen wurde. Bei Letzterer wurden die Bundesfreiwilligen durch den fachkundigen Gebietsbetreuer des Tröndelsees unterstützt.

Die nächste Gruppe von Bundesfreiwilligen kann auf dieser Arbeit aufbauen, aber auch ganz andere Projekte in Angriff nehmen, wie zum Beispiel die Durchführung von Führungen in interessanten Bereichen des Naturschutzes oder die Erstellung von Nisthilfen. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, wichtig ist jedoch, dass die Projekte mit Naturschutzaspekten in enger Zusammenarbeit mit der Einsatzstelle entwickelt werden.

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