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Brandmeisteranwärterin / Brandmeisteranwärter

Die Bewerbungsfrist für den Ausbildungsbeginn am 1. März 2017 ist abgelaufen.

 

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Retten, löschen, bergen, schützen

Ein Gebäude steht in Flammen? Hochwasser und Überschwemmungen bringen Menschen in Gefahr? Bei Chemieunfällen treten Gifte aus? Für solche Notfälle gibt es die Feuerwehr. Auch das große Feuerwerk am Ende der Kieler Woche findet unter ihrer Aufsicht statt.

Aufgabe der Feuerwehr ist, bei jedem Wetter und zu jeder Tages- und Nachtzeit Gefahrenquellen zu beseitigen, sowie über Gefahren und deren Vermeidung aufzuklären. Menschen und Tiere müssen gerettet, geborgen und geschützt werden und Sachgüter müssen gesichert werden. Ist über die Nummer 112 ein Notruf eingegangen, besetzen die Feuerwehrbeamtinnen und Feuerwehrbeamte binnen kürzester Zeit die Einsatzfahrzeuge, legen ihre Schutzausrüstung an und fahren, meistens mit Blaulicht und Signalhorn, zur Schadensstelle.

Wenn es brennt, dringen sie auf Weisung der Einsatzleitung zur Brandstelle vor und löschen das Feuer. Oft müssen Personen aus brennenden und verrauchten Gebäuden befreit werden. Beamtinnen und Beamte bei der Berufsfeuerwehr sind auch als Notfallsanitäterin beziehungsweise Notfallsanitäter ausgebildet.

Zu den Aufgaben einer Brandmeisterin oder eines Brandmeisters gehört also auch im Rettungsdienst tätig zu sein. Sie sind es, die mit Blaulicht und Martinshorn den Rettungswagen zum Einsatzort fahren, dort den Gesundheitszustand einer verletzten oder erkrankten Person beurteilen und folgerichtig handeln. Natürlich werden nicht nur Notfalleinsätze gefahren, auch der Krankentransport ins Krankenhaus unter medizinischer Beobachtung gehört zu den Aufgaben im Rettungsdienst. Sie müssen professionell und angemessen mit Menschen in allen psychischen Ausnahmesituationen umgehen können.

Doch nicht bei jedem Einsatz geht es um Brände, medizinische Notfälle oder Unfälle. Nach einem Unwetter räumen sie Hindernisse, wie umgestürzte Bäume beiseite, bei Hochwasser retten sie Menschen aus bedrohten Häusern. Feuerwehrleute führen bei größeren Veranstaltungen Sicherheitswachen durch. Wenn viele Menschen versammelt sind, etwa im Theater oder bei Konzerten, sind meistens zwei Feuerwehrbeamtinnen und Feuerwehrbeamte vor Ort, um bei Bedarf jederzeit eingreifen zu können. Sie arbeiten mit Kolleginnen und Kollegen verschiedener Ämter, der Schutz-, Kriminal- und Wasserschutzpolizei sowie Ärztinnen und Ärzten zusammen.

Der Beruf "Feuerwehrmann / Feuerwehrfrau“ ist kein Lehrberuf im herkömmlichen Sinne. Menschen, die bei der Berufsfeuerwehr arbeiten wollen, müssen eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie eine Reihe von Tauglichkeitsnachweisen mitbringen und schlagen mit dieser aufbauenden Ausbildung die Beamtenlaufbahn ein.
Sie erlernen einen abwechslungsreichen, körperlich anstrengenden, teilweise auch psychisch belastenden Beruf. Dieser erfordert schnelles Umdenken, Improvisieren und Reagieren, denn kein Einsatz ist wie der andere.

 

Voraussetzungen

  • mindestens Hauptschulabschluss
  • Nachweis über einen für die Feuerwehr geeigneten Gesellenbrief oder eine geeignete Berufsausbildung 
    oder eine abgeschlossene Spezialausbildung
  • Führerschein Klasse B
  • Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen für die Ernennung zur Beamtin/ zum Beamten
  • Deutsches Jugendschwimmabzeichen in Bronze
  • Sehhilfenstärke von +/- 3 Dioptrien darf nicht überschritten werden
  • uneingeschränkte Feuerwehrdiensttauglichkeit (gesundheitliche und körperliche Eignung)
  • technisches Verständnis
  • Teamfähigkeit
  • Flexibilität
  • wünschenswert wären über die vorgenannten Voraussetzungen hinaus
    die Fahrerlaubnis der Klasse CE sowie eine abgeschlossene Ausbildung
    als Rettungsassistentin/Rettungsassistent, Notfallsanitäterin/Notfallsanitäter

Ausbildungsdauer
Zwei Jahre

Ausbildungsorte

Praxis:
Die praktischen Ausbildungsanteile finden überwiegend im Wach- und Einsatzdienst, bei den Kieler Kliniken sowie den Rettungswachen der Berufsfeuerwehr Kiel statt.

Theorie:
Die theoretisch-praktische Ausbildung erfolgt im Zentrum für Ausbildung, Rettungsdienst und Katastrophenschutz der Berufsfeuerwehr Kiel, Holzkoppelweg 9.
Die der Feuerwehrdienstausbildung erfolgt an der Landesfeuerwehrschule in Harrislee.

Ausbildungsinhalte
Während der Ausbildung erwirbt man beispielsweise Kenntnisse in den folgenden Bereichen:

  • Fachbezogene Grundlagen
    Brennen und Löschen
    Baukunde
    Strahlenschutz, gefährliche Stoffe
    Wärmelehre, Elektrizitätslehre, Mechanik
  • Fahrzeugkunde einschließlich Fahrausbildung
    Feuerwehrfahrzeuge, Kran- und Drehleiterfahrzeuge, Sonderfahrzeuge, Rettungswagen
  • Gerätekunde
    Atemschutzgeräte
    Löschgeräte (z.B. Pumpen, Schläuche, Armaturen)
    Rettungsgerät (z.B. Rettungsscheren, Motorsägen)
    Normung und Geräteprüfung
  • Einsatzlehre
    Einsatzplanung und Einsatztaktik
    Gefahren an der Einsatzstelle, Unfallverhütung
    Brandbekämpfung (Einsatzübungen, Löschwasserversorgung, Löschwasserförderung)
    Vorbeugender Brandschutz und Gefahrenabwehr
    Technische Hilfeleistungen, Einsatzübungen: Rettungsdienst, Fernmeldedienst
  • Staats- und Verwaltungskunde
    Organisation und Dienstbetrieb der örtlichen Feuerwehren
    Rechtsgrundlagen des Feuerwehrdienstes
    Staatsbürgerkunde
    Beamtenrecht, Disziplinarrecht, Personalvertretungsrecht
  • Weitere Ausbildungsinhalte:
    Ausbildung zur Notfallsanitäterin/zum Notfallsanitäter
    Sport (Deutsches Sportabzeichen in Bronze)
    Rettungsschwimmen
    Konditions-(Fitness-)Training
    Erwerb des Führerscheins Klasse CE (LKW mit Anhänger)

Du lernst in der Praxis
Aufbauend auf die theoretischen Ausbildungsinhalte erfolgen gezielte Einsatzpraktika. Sie erlernen das feuerwehrtechnische Grundwissen, wie zum Beispiel die Organisation der Feuerwehr, Verwaltung und Rechtskunde, theoretische und praktische Ausbildung im abwehrenden Brandschutz, Sprechfunkausbildung, Atemschutzausbildung, technische Hilfeleistungsausbildung, gefährliche Stoffe und Güter sowie Baukunde und Löschwasserversorgung.

Anwärterbezüge
monatlich 1064,60 Euro brutto
zusätzlich 372,61 Euro brutto Anwärtersonderzuschlag

Auswahl
Die Bewerber/innen absolvieren einen schriftlichen Einstellungstest, der einen Rechtschreib- und einen Intelligenz-Strukturtest beinhaltet. Außerdem wird ein Sporttest mit folgenden Inhalten durchgeführt:

Ausdauertest: 2400 m in 12 Minuten (Cooper Lauftest)
Besteigen der Drehleiter
Circuit in ca. 9 Stationen
Wird auch dieser Test bestanden, folgen Vorstellungsgespräche, in dem wir einen persönlichen Eindruck von Ihnen gewinnen möchten. Außerdem wird in einer speziellen Untersuchung Ihre körperliche Eignung für den Beruf des Feuerwehrmannes / der Feuerwehrfrau festgestellt.

Perspektive nach der Ausbildung
Fertig ausgebildete Feuerwehrbeamtinnen und Feuerwehrbeamte der Laufbahngruppe 1, 2. Einstiegsamt der Fachrichtung Feuerwehr (vormals mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst) werden auf der Haupt- oder Ostwache und den Rettungswachen eingesetzt. In den jeweiligen Dienststellen sind sie in der Regel tätig als Truppmann/-frau, Truppführer/in, Fahrzeugführer/in, im Rettungsdienst, als Fahrer/in von Sonderfahrzeugen, Feuerwehrgerätewart/in, Maschinist/in oder Fahrer/in. Die Landeshauptstadt Kiel bietet ein breit gefächertes internes Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten an. Auch der Besuch von Lehrgängen externer Bildungsträger kann entsprechende Qualifikationen vermitteln. Wenn die Zulassungsbedingungen erfüllt werden, wird den Feuerwehrbeamtinnen und -beamten die Möglichkeit eröffnet, nach erfolgreicher Weiterbildung in die nächsthöhere Laufbahn zu wechseln.

Weitere Informationen unter: berufenet.arbeitsagentur.de

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Kai Schlotfeldt

 
Dein Ansprechpartner ist
Kai Schlotfeldt
Telefon 0431 / 901-2278
E-Mail Schlotfeldt@kiel.de