Landeshauptstadt Kiel Kiel.Sailing.City

Friedhofsgärtnerin / Friedhofsgärtner

Jetzt bewerben für den Ausbildungsbeginn am 1. August 2017

Die Bewerbungsfrist endet am 30. April 2017


Diese Infos als PDF

 

Natur und Kultur verbinden
Zum lebendigen Gesicht einer Stadt gehören auch die Friedhöfe - hier trauern Angehörige um ihre Verstorbenen und gedenken ihrer. Hierher kommen Menschen aber auch einfach nur, um Ruhe zu finden und zu sich selbst zu kommen. Es ist die Aufgabe der Friedhofsgärtner/innen, diese Orte zu gestalten und zu pflegen

Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Grabstätten. Sie müssen gestaltet, bepflanzt, erhalten und natürlich geschmückt werden. Die Auszubildenden lernen, Trauergebinde, Kränze und Pflanzschalen zu gestalten. Auch Fertigkeiten aus dem Garten- und Landschaftsbau, der Staudengärtnerei oder Baumschule kommen zum Einsatz.
 

Der Arbeitsalltag gliedert sich in drei Bereiche:

  • private Dienstleistung (Grabpflege, Grabgestaltung)
  • Vorbereitungen für Bestattung und Beisetzungen (Grabaushub, Ausschmücken der Grabstätte, Schließen der Gruft, Erstellen des Grabhügels)
  • Rahmenpflege der Parkanlage (Rasen mähen, Hecken schneiden, Wege unterhalten)

Friedhofsgärtner/innen können in privaten Gärtnereien sowie in kirchlichen oder kommunalen Friedhofsverwaltungen arbeiten. Die Ausbildung bei der Landeshauptstadt Kiel erfolgt beim Grünflächenamt in der Friedhofsabteilung.

Friedhöfe sind ein besonderer Arbeitsplatz. Hier herrscht Ruhe und Besinnung, dennoch ist dieser Arbeitsplatz sehr abwechslungsreich. Die Friedhofsgärtner/innen schaffen einen Rahmen für persönliche Gefühle und Stimmungen, der Traditionen aufnimmt und weiterführt. 
 

Voraussetzungen

  • mindestens guter Hauptschulabschluss
  • gute Mathematikkenntnisse
  • Interesse für Natur und Umwelt
  • robuste Gesundheit
  • Wetterfestigkeit
  • Teamfähigkeit


 
Ausbildungsdauer

Drei Jahre  
 

Ausbildungsorte
Praxis:
Überwiegend auf den Friedhöfen Russee und Meimersdorf sowie auf dem Ostfriedhof. Die Anzucht von Beet- und Balkonpflanzen und Kenntnisse in der Staudengärtnerei werden auf dem Friedhof Russee sowie in verschiedenen Betrieben in Kiel und dem näheren Umland im Rahmen von Praktika vermittelt.
Theorie:
Der Berufsschulunterricht findet an den Beruflichen Schulen am Schützenpark statt.
 

Ausbildungsinhalte
Im theoretischen Unterricht in der Berufsschule erwirbt man Grundkenntnisse auf den Gebieten:

  • Standortaufnahme/Informationsbeschaffung und -auswertung
  • Pflanzen und ihre Verwendung
  • Organisation und Kontrolle von Produktion, Dienstleistung und Arbeit
  • umweltbewusste Kulturführung, Pflege, Baumaßnahmen
  • Betriebsausstattung
  • Betriebsorganisation, Vermarktung, Betriebserfolg


 
Du lernst in der Praxis

  • wie Erden und Substrate zusammengesetzt sind und welche Eigenschaften sie haben
  • wie man Pflanzen bestimmt und welche Ansprüche und Eigenschaften diese haben
  • wie man Pflanzenkataloge nutzt
  • wie man Maschinen, Geräte, Werkzeuge und bauliche Anlagen pflegt, sie einsetzt und instand hält
  • wie man Schädigungen an Pflanzen feststellt und welches die Ursachen dafür sind
  • was bei der Ernte und der Verwendung von Pflanzen zu beachten ist
  • wie man Pflanzenarten und -sorten unter Beachtung ihrer Ansprüche und Wirtschaftlichkeit einsetzt
  • wie man Nährstoffmangel- und Nährstoffüberschusserscheinungen feststellt
  • welche Maschinen und Geräte für die Ernte von Pflanzen und Pflanzenprodukten eingesetzt werden
  • wie man technische Arbeitsabläufe kontrolliert, Störungen an Maschinen und Geräten feststellt und kleinere Reparaturen durchführt
  • wie man technische Einrichtungen, insbesondere zum Heizen, Lüften, Schattieren, Bewässern und Düngen den Anforderungen der Kulturen entsprechend einsetzt
  • wie man verschiedene Pflanzenarten vegetativ vermehrt, Aussaaten durchführt und bis zur Verkaufsreife kultiviert
  • wie man Grabstätten plant und Grabskizzen erstellt, Grabstätten neu bepflanzt und gestaltet, wie man sie je nach Jahreszeit pflegt
  • wie man der Jahreszeit und dem Zweck entsprechend Kränze, Grabsträuße, Grabgestecke und Schalenbepflanzungen herstellt
  • wie man Kunden über friedhofsgärtnerische Leistungen wie Grabneupflanzungen, Dauerbepflanzungen, jahreszeitliche Wechselbepflanzungen und Dauergrabpflege informiert

 

Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung beträgt ab 1. Februar 2017 (brutto)
1. Ausbildungsjahr: 918,26 Euro
2. Ausbildungsjahr: 968,20 Euro
3. Ausbildungsjahr: 1.014,02 Euro
 

Auswahl
Die Bewerberinnen und Bewerber absolvieren einen praktischen Eignungstest. Nach einem erfolgreichen Test wird ein Einzelgespräch geführt. Die eingereichten Bewerbungsunterlagen, das Testergebnis und das Einzelgespräch bilden die Grundlage für eine Einstellungsentscheidung.
 

Perspektive nach der Ausbildung
Beschäftigung finden Friedhofsgärtner/innen in Friedhofsgärtnereien oder im Einzel- und Großhandel mit Blumen. Außerdem können sie für Friedhofsverwaltungen tätig werden. Aufgrund der breit gefächerten Ausbildung finden Friedhofsgärtner/innen in nahezu allen Fachrichtungen des Gartenbaus Anstellung. Insbesondere im Garten- und Landschaftsbau sind gelernte Friedhofsgärtner/innen wegen ihrer meist guten Pflanzenkenntnisse gefragt. Nach ihrer Ausbildung müssen sie meist entscheiden, welche Gebiete für sie in Frage kommen, worauf sie sich spezialisieren möchten. Etwa Grabpflege und -erneuerung, Trauerbinderei, Dekoration oder Verkauf. Personen mit Hochschulzugangsberechtigung können ein Studium in Erwägung ziehen.
 

Selbstständigkeit
Gärtnerinnen und Gärtner der Fachrichtung Friedhofsgärtnerei können sich mit einer Friedhofsgärtnerei selbstständig machen. Erfahrungsgemäß geschieht dies jedoch eher im Bereich Garten- und Landschaftsbau.

Weitere Informationen unter: berufenet.arbeitsagentur.de
 

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Kai Schlotfeldt

 
Dein Ansprechpartner ist
Kai Schlotfeldt
Telefon 0431 / 901-2278
E-Mail Schlotfeldt@kiel.de