Tiefbaufacharbeiterin / Tiefbaufacharbeiter Fachrichtung Straßenbau
Die Bewerbungsfrist für den Ausbildungsbeginn am 1. August 2013 ist abgelaufen
Diese Infos als PDF herunterladen
Zwischen Wasserrohr und Pflasterstein
Jede Straße hat ein Innenleben. Was sich unter Asphalt oder Kopfsteinpflaster verbirgt, wissen Tiefbaufacharbeiter/innen genau: Hier verlaufen die Rohre für Trink-, Schmutz- und Regenwasser, Strom- und Gasleitungen sowie Telefonkabel.
Wenn eine Straße oder Straßenabschnitte erneuert werden müssen oder Arbeiten an den Ver- und Entsorgungsleitungen vorgenommen werden, sind Tiefbaufacharbeiter/innen am Zuge.
Sie führen die anfallenden Erd- und Aushubarbeiten durch und lösen Bodenmassen mithilfe von Maschinen und Spezialfahrzeugen wie Baggern. Sie sichern die Baugruben gegen abrutschende Erde, legen Gräben und Flächen trocken und verdichten den Boden nach Abschluss der Arbeiten wieder.
Das Straßenbild wird nicht nur durch Asphaltdecken, sondern auch durch - teilweise denkmalgeschützte - Pflastersteine geprägt. Tiefbaufacharbeiter/innen erhalten und erneuern dieses Pflasters, wobei sie unterschiedliche Steine, wie die sehr verbreiteten kleinen grauen Mosaiksteine, heben, tragen und verarbeiten. Die Mosaiksteine in verschiedenen Anordnungen in Reihe, polygonal oder in Segmentbögen anzulegen, gehört zu den typischen Arbeiten von Tiefbaufacharbeiterinnen und -arbeitern.
Tiefbaufacharbeiter/innen arbeiten den ganzen Tag im Freien und sind daher dem Wetter ausgesetzt. Es können auch nachts Arbeiten anfallen, um auf Verkehrswegen Staus durch Bauarbeiten zu verhindern
Kaum ein Tag vergeht, an dem die Bewohnerinnen und Bewohner der Landeshauptstadt nicht auf Baustellen stoßen. Die Tiefbaufacharbeiter/innen sorgen dafür, dass Bürgerinnen und Bürger nach Ausbesserungsarbeiten wieder schnell festen Boden unter den Füßen haben.
Voraussetzungen
- mindestens guter Hauptschulabschluss
- Flexibilität
- gute Mathekenntnisse
- Erfahrungen in Werken und Technik
- Teamfähigkeit
- Wetterfestigkeit
- körperliche Belastbarkeit
Ausbildungsdauer
Zwei bis drei Jahre
Ausbildungsorte
Praxis:
Die Praxis wird im Tiefbauamt der Landeshauptstadt Kiel vermittelt. Zusätzlich gibt es überbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen im Ausbildungszentrum Ahrensbök.
Außerdem werden Praktika in verschiedenen Firmen angeboten (Asphaltierung, Straßenbau, Kanalbau).
Theorie:
Die Theorie wird per Blockunterricht im ersten Jahr an der Beruflicher Schulen am Schützenpark - Bau und Nahrung - vermittelt, im zweiten Jahr an den Beruflichen Schulen in Rendsburg.
Sie lernen in der Praxis
Während der beruflichen Grundausbildung lernen die Auszubildenden im Ausbildungsbetrieb beispielsweise:
- wie Baustellen eingerichtet und gesichert werden
- welche Werkzeuge, Baumaschinen und -geräte es gibt und wie sie gehandhabt werden
- wie Baugruben, Gräben und Schalungen hergestellt werden
- was beim Herstellen von Mörtel- und Betonmischungen, Bewehrungen, Dämmungen, Wandputz und Estrich beachtet werden muss
- wie einfache Vermessungsgeräte bedient werden
- welche Kenntnisse der Hausentwässerung, Oberflächenentwässerung, Kanalisation wichtig sind
- wie man Baukörper aus künstlichen Steinen und Bauplatten herstellt
- wie Schlitze geschlossen werden
- was beim Lesen und Anfertigen von Zeichnungen, Skizzen und Verlegeplänen berücksichtigt werden muss
Im Schwerpunkt Straßenbauarbeiten:
- wie man Oberflächenentwässerungen herstellt
- wie man Pflasterdecken und Plattenbeläge herstellt
Im Schwerpunkt Rohrleitungsbauarbeiten und Kanalbauarbeiten:
- wie Rohre, Armaturen und Formstücke transportiert und gelagert werden
- wie man Druckrohrleitungen einbaut
- wie Kabel verlegt und Kabelschächte hergestellt und versetzt werden
Im Schwerpunkt Brunnen- und Spezialtiefbauarbeiten:
- wie man Rohrleitungen einbaut
- wie Bohrungen hergestellt und ausgebaut werden
Im Schwerpunkt Gleisbauarbeiten:
- wie man Pflasterdecken und Plattenbeläge herstellt
- wie man Gleise verlegt
In der Berufsschule sind folgende Lernfelder Gegenstand des theoretischen Unterrichts:
- wie man Bauteile aus unterschiedlichen Materialien errichtet, z.B. Mauern, Holzkonstruktionen oder Stahlbetonbauteile
- wie man einen Rohrgraben herstellt und eine Wasserleitung einbaut
- wie man Spezialtiefbauarbeiten ausführt
- wie man eine Grundwassermessstelle herstellt
- wie man eine Erschließungsstraße baut
- wie man eine Gleisanlage herstellt
- wie man Verkehrsflächen pflastert
Ausbildungsvergütung
Die Ausbildungsvergütung beträgt ab 1.3.2012 (brutto)
1. Ausbildungsjahr: 753,26 €
2. Ausbildungsjahr: 803,20 €
3. Ausbildungsjahr: 849,02 €
Auswahl
Mit den Bewerberinnen und Bewerbern wird ein Auswahlgespräch geführt. Anhand dieses Gespräches und der eingereichten Bewerbungsunterlagen wird über die Besetzung der Ausbildungsplätze entschieden.
Perspektive nach der Ausbildung
Die Ausbildung zum Tiefbaufacharbeiter/ zur Tiefbaufacharbeiterin kann durch eine der darauf aufbauenden Ausbildungen ergänzt werden:
- Brunnenbauer/in
- Gleisbauer/in
- Kanalbauer/in
- Rohrleitungsbauer/in
- Spezialtiefbauer/in
- Straßenbauer/in
Weitere Informationen unter: www.berufenet.de
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die
Landeshauptstadt Kiel
Personal- und Organisationsamt
- Ausbildung -
Lina Böhrensen
Postfach 1152
24099 Kiel
Telefon 0431 / 901-2204
E-Mail lina.boehrensen@kiel.de



www.kiel.de ist die offizielle Webseite der Landeshauptstadt Kiel