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Sauerstoff für bessere Wasserqualität

Systemskizze des Belüfters
Systemskizze des Belüfters

Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich durch die Abtrennung des Bootshafens von der Förde ein ökologisch totes Gewässer. Neben der baulichen Veränderung musste die Wasserqualität verbessert werden, um damit die Grundlage für einen attraktiven Aufenthaltsort zu schaffen.

Der Bootshafen umfasst eine Wasserfläche von circa 4.200 Quadratmetern mit einem Wasservolumen von circa 11.000 Kubikmetern. Er dient als Regenvorflutbecken und ist durch ein Rohr mit dem Kleinen Kiel und der Kieler Förde verbunden. Der Eintrag von Salzwasser aus der Förde und von »leichterem« Süßwasser aus den einmündenden Regenwasserkanälen führt zu einer Schichtenbildung des Süß- und des »schwereren« Salzwassers, welche die Sauerstoffanreicherung vermindert. Die Folgen waren lange Zeit vermehrte Algenbildung und Faulprozesse, die zu unangenehmer Geruchsbildung führten.

Einschwimmen des Belüfters
Einschwimmen des Belüfters

Zur Verbesserung der Wasserqualität wurde deshalb eine Tiefenwasser-Belüftungsanlage eingebaut. Diese führt dem Gewässer in großem Umfang Luft in Form feinster Bläschen zu, so dass eine stetige Umwälzung und Sauerstoffanreicherung stattfindet. Die hohe Sauerstoffkonzentration ermöglicht es, organische Schwebstoffe und Ablagerungen abzubauen. Faulprozesse werden damit weitgehend verhindert.

Die bestehende Verbindung mit der Kieler Förde führt bei Hochwasser zu einem für Passanten oft überraschenden Effekt: Der Wasserspiegel im Bootshafen steigt nach dem physikalischen Prinzip der kommunizierenden Röhren auf gleiche Höhe wie im Hafen an und führt ab Wasserständen über 0,5 Metern über Normalnull zu einer Überflutung der unteren Promenadenebene.

Bildmaterial: Kieler Stadtarchiv, Stadt- und Schifffahrtsmuseum, Landeshauptstadt Kiel/Tiefbauamt

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