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Die Grunderneuerung der alten Schwentinebrücken

Im Jahre 1997 wurde eine grundlegende Bestandsaufnahme der historischen Bausubstanz vorgenommen und der erhebliche Instandsetzungsbedarf dokumentiert. Durch die Zuschüsse aus dem EUFörderprogramm »Urban II«, dem Programm der Städtebauförderung und aus dem Förderprogramm zur Wiederherstellung der Durchlässigkeit von Fließgewässern gelang es der Landeshauptstadt Kiel, nicht nur die Brückenkonstruktion instand zu setzen, sondern auch das gesamte Umfeld der Schwentinemündung aufzuwerten. Nach intensiver Vorbereitung und Sicherstellung der Finanzierung wurde im Herbst 2007 zunächst mit der Erneuerung der südlichen Gewölbebrücke begonnen. Vorangegangen war dem eine detaillierte Kartierung der denkmalgeschützten Bausubstanz. Alle Arbeiten konnten erst nach Trockenlegung der Baugrube ausgeführt werden. Die Schwentine fl oss in dieser Bauphase unter der nördlichen Gewölbebrücke und durch einen Notablass im Bereich der Mühlenruine am Nordufer ab.

Bauzeitlich freigelegte nördliche Gewölbebrücke
Bauzeitlich freigelegte nördliche Gewölbebrücke

Kanu-Übersetzstelle mit Fischaufstieg
Kanu-Übersetzstelle mit Fischaufstieg

Die Gewölbebrücken wurden grundsätzlich in ihrem Bestand erhalten. Teilweise marode Holzpfähle wurden durch Stahlpfähle ersetzt, jeweils ein neuer Schussboden unterhalb der Brücke betoniert und das Gewölbe durch einen Stahlbetonmantel geschützt. Nachdem die Arbeiten an der südlichen Brücke weitgehend abgeschlossen waren, konnte das Wasser unter der südlichen Brücke hindurchgeleitet und die Baugrube der nördlichen Brücke trockengelegt werden.

Wegen der sehr beengten Baustellenverhältnisse musste der Straßenverkehr während der Bauzeit umgeleitet werden. Fußgänger und Radfahrer wurden, zum Teil über eine provisorische Holzbrücke, an der Baustelle vorbeigeführt. Der Straßenbelag bestand nach historischem Vorbild wieder aus Großpfl aster. Zusätzlich wurde ein Fischaufstieg im Bereich der nördlichen Gewölbebrücke eingerichtet. Das baufällige Wehr wurde komplett erneuert und hält nun den Wasserstand der unteren Schwentine annähernd konstant. Unter der südlichen Brücke entstand eine neue Kanu-Übersetzstelle. Die grunderneuerten alten Schwentinebrücken wurden im Dezember 2008 für den Verkehr wieder freigegeben.

Attraktive Umfeldgestaltung im Bereich der Schwentinemündung
Attraktive Umfeldgestaltung im Bereich der Schwentinemündung

Bildmaterial: Udo Weißel
 
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