Feuerwehr & RettungsdienstSondereinsätze
Auf alles vorbereitet - Für besondere Einsatzlagen können wir auf spezialisierte Einheiten innerhalb der Feuerwehr zurückgreifen.
Dazu gehören die Höhenrettung, die Schiffsbrandbekämpfung, die Gefahrentiergruppe und das SbE-Team.
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Spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen
Die Gruppe der Höhenrettung wird bei Einsätzen immer dann mit alarmiert, wenn die klassischen Mittel der Absturzsicherung an ihre Grenzen stoßen oder wenn eine Rettung oder technische Maßnahme in der Höhe oder Tiefe erforderlich ist, die mit den üblichen Geräten nicht sicher durchgeführt werden kann.
Dazu zählen technische Maßnahmen oder die Sicherung von Einsatzkräften in absturzgefährdeten Bereichen, die Erstansprache von Suizidanten in hochgefährdeten Lagen, sowie das Retten und Bergen aus gefährlichen Höhen oder Tiefen. Einsatzorte können zum Beispiel Windkraftanlagen, Aufzugsschächte oder Baustellen sein.
Aktuell besteht die Gruppe der Höhenrettung bei uns aus 32 Personen. Sie bilden sich 72 Stunden pro Jahr fort und sind auf der Nordwache tätig. Bei Alarmierung sind immer mindestens fünf von ihnen im Einsatz.
MIRG (Maritime Incident Response Group)
Da weder Bund noch Länder eigene Feuerwehren oder Einsatzkräfte für komplexe Schadenlagen auf See vorhalten, wurden mit den Kommunen Vereinbarungen geschlossen: Die nehmen mit ihren Feuerwehren die entsprechenden Aufgaben wahr. In Schleswig Holstein sind dies die Berufsfeuerwehren Kiel und Lübeck.
In Kiel stellen wir zwei Einheiten für diese Einsätze:
- Ein „First-Response-Team" bestehend aus 6 Einsatzkräften inklusive einem Notarzt, welches das ersteintreffende Team darstellt und neben ersten Rettungs- und Brandbekämpfungsmaßnahmen auch eine Erkundung mit gezielter Nachforderung von Ressourcen durchführt, sowie eine Einsatzleitung bildet. Die spezielle Rettung aus Höhen und Tiefen und See wird ebenfalls durch dieses Team durchgeführt.
- Ein „Fire-Fighting-Team", bestehend aus 5 Einsatzkräften, das für die Brandbekämpfung und die technische Hilfeleistung zuständig ist.
Zur Zeit haben wir bei uns 70 Kolleg*innen und 7 Ärzt*innen, die in der maritimen Notfallversorgung tätig sind. Diese bilden sich jedes Jahr rund 70 Stunden in verschiedenen Übungen für die speziellen Einsatzlagen fort.
Gefahrentiergruppe
Für Einsätze, in denen es um Reptilien, Schlangen oder Spinnen geht, haben wir bei der Feuerwehr Kiel eine Gefahrentiergruppe.
Diese besteht aus 4 Personen und wird aus der Freizeit alarmiert. Sie können die Einsatzleitung telefonisch beraten oder vor Ort in der Artbestimmung und der Sicherung von Tieren unterstützen.
Des Weiteren stellen sie die Schnittstelle zu einem umfangreichen Netzwerk dar, das Tierheime, andere Feuerwehren oder spezialisierte Vereine umfasst.
SbE-Team
Eine Tätigkeit in der Brandbekämpfung oder im Rettungsdienst geht mit besonderen Belastungen einher. Gerade schwierige Einsatzsituationen oder Extremsituationen können noch lange im Kopf bleiben und Einsatzkräfte beschäftigen.
Um Stress abzubauen und einer psychischen Überlastung vorzubeugen, gibt es bei uns das SbE-Team. Die Abkürzung SbE steht für Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen.
Dieses Angebot bietet unseren Einsatzkräften die Möglichkeit über Erlebtes zu reden, Einsätze mit jemandem nachzubesprechen oder Hilfestellung bei länger anhaltenden Beschwerden zu erhalten. Das SbE-Team setzt sich dabei aus 14 engagierten Kolleg*innen zusammen, die dafür umfangreich fortgebildet wurden.