GesundheitKühle Orte in Kiel
Heiße Tage können eine Herausforderung für unseren Körper darstellen - wir helfen Ihnen dabei, die besten kühlen Orte zu entdecken.
Der Klimawandel führt dazu, dass die Sommer immer heißer werden. Auch der Landeshauptstadt Kiel wird vorausgesagt, dass die heißen Tage, an denen die Tageshöchsttemperaturen 30 °C erreicht oder übersteigt, bis Ende des Jahrhunderts zunehmen werden.
Die höheren Temperaturen führen häufiger zu Hitzetagen, in denen es kaum Abkühlung gibt. Diese Hitzebelastung bei gleichzeitiger Windstille oder nur sehr schwachem Wind kann sich bei vielen belastend auf Wohlbefinden und Gesundheit auswirken.
Gerade in eng bebauten Stadtteilen kann sich die Hitze lange halten, sodass durch die größere Wärmespeicherung Stadtbewohner*innen stärker durch Hitze belastet sind, als Menschen in ländlichen Regionen.
Daher kann es sinnvoll sein, sich an heißen Tagen an kühlen Orten aufzuhalten, um gut durch die Hitzetage zu kommen. Empfehlenswert ist es, Orte mit direkter Sonneneinstrahlung zu meiden. Schattige Plätze, zum Beispiel in nahegelegenen Parks, laden zur Abkühlung ein. Hier kann sich der Körper von der Hitze erholen, denn Bäume und andere Pflanzen befeuchten und kühlen die Luft.
Mit unserer Karte „kühle Orte“ in Kiel auf der Grundlage von Satellitenbilddaten können Sie die nächstgelegenen grünen Flächen im Freien finden. Dazu gehören Wälder wie das Düsternbrooker, das Vieburger und das Projensdorfer Gehölz. Erholungsflächen wie die Kieler Parkanlagen sorgen mit großen Bäumen für Schattenplätze. Einen zusätzlichen kühlenden Effekt haben die Rasen-, Gehölz- und Wasserflächen der Grünanlagen, da sie vermehrt Wasser verdunsten. Die große Verdunstungsfläche der Kieler Förde trägt ebenfalls zur Kühlung des Stadtklimas bei.
Egal, ob während der Mittagspause, nach der Arbeit oder an freien Tagen: Genießen Sie die Zeit in den städtischen Grünanlagen, aber denken Sie bitte daran, natürlich nur mit Sonnenschutz!
Die Karte der relativen Verteilung der Temperaturen in Grad Celsius basiert auf einer wissenschaftlichen Methode der Satellitenbildanalyse (Cardille et al., 2024). Es wurde die Cloud Plattform Google Earth Engine (Gorelick et al., 2017) genutzt um für die Region Kiel die relative Verteilung der Temperaturen zu errechnen. Die Methode berücksichtigt den Mittelwert aller Satellitenbilder des Satelliten Landsat 8 in den Sommermonaten (1.6.-31.8.) der Jahre 2014 bis Ende 2018.
Von den so errechneten Oberflächentemperaturen wird dann ein Mittelwert der kühleren Umgebung (hier ca. 25,7°C) abgezogen um die relative Verteilung der Temperaturen zu errechnen.
Diese Information wird dann in einem weiteren Schritt auf die vom Grünflächenamt verwalteten Grünanlagen und Forstflächen, die auch außerhalb des Stadtgebietes liegen können, bezogen, um zugängliche Orte empfehlen zu können. Die Karte wurde vom Grünflächenamt erstellt.
Quellen:
Cardille, J.A., Crowley, M.A., Saah, D., Clinton, N.E. (eds.) (2024): Cloud-Based Remote Sensing with Google Earth Engine. Fundamentals and Applications. Springer Cham.
Gorelick, N., Hancher, M., Dixon, M., Ilyushchenko, S., Thau, D., & Moore, R. (2017). Google Earth Engine: Planetary-scale geospatial analysis for everyone. Remote Sensing of Environment.
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