Nachhaltiges Kiel
Wir machen Zukunft
In Kiel gibt es viele engagierte Menschen, die sich mit guten Ideen und viel Tatendrang dafür einsetzen, dass unsere Fördestadt nachhaltig und zukunftsfähig wird.
Jeden Monat stellen wir eine*n Kieler Zukunftsmacher*in in einem Kurzinterview vor. Sie kennen Leute, die unbedingt dazugehören? Dann lassen Sie uns das gerne wissen.
April 2022 Sophie Schlünse & Dorothea Swane - Land&Sea
Was hat Dich nach Kiel geführt?
Wir sind beide in Kiel groß geworden und haben schon immer hier oder in der näheren Umgebung gelebt.
Doro: Was uns hier hält? Kiel hat so viel Potential und ist noch längst nicht am Ziel angekommen. Hier hat man das Gefühl, man kann noch etwas bewegen. Aber vor allem das Meer, die kurzen Fußwege zu Freunden und die Ruhe einer kleinen Stadt hält uns wohl hier fest. Am Schönsten finde ich es an einem Sonntagmorgen durch die Stadt zu laufen. Dann ist es ein wenig wie Urlaub, kaum Autos, ein paar Vögel und Ruhe.
Was genau machst Du?
Wir sind beide Gründerinnen und Geschäftsführerinnen von Land&Sea. Aktuell arbeiten wir daran alten, unbrauchbaren Neoprenanzügen ein zweites Leben zu schenken, indem wir sie in eine Fitnessmatte verwandeln.
Nebenbei haben wir allerdings noch andere Jobs. Sophie ist in einem Ingenieursbüro angestellt und Doro arbeitet an einer Grundschule als Vertretungslehrerin.
Welche SDGs sind von Deinem Engagement besonders berührt?
Vor allem SDG 12 "Nachhaltige/r Konsum und Produktion" liegt bei uns sehr im Fokus. Denn wir entscheiden, was für Produkte wir kaufen und ob sie nachhaltig und fair hergestellt worden sind. Die Entscheidung liegt bei uns, wie wir mit den Ressourcen unserer Welt umgehen und wie wir die Natur behandeln.
Schon während der Ideenfindung, war uns klar, dass wir nicht einfach nur ein Produkt entwickeln und verkaufen wollen, sondern ein Gesamtpaket. Land&Sea steht für Nachhaltigkeit im sozialen, ökonomischen und ökologischen Sinne. Wir produzieren in einem geschlossenen Kreislauf, was bedeutet, dass der Neoprenanzug niemals in der Tonne landet und immer wieder erneut zu einer Matte recycelt werden kann. Wir sind der Meinung, dass die Kreislaufwirtschaft das einzig sinnvollste Modell ist, um wirklich nachhaltig zu wirtschaften. Hierbei ist vor allem wichtig sich schon weit vor der Produktion Gedanken über das Ende des Produktes zu machen, um somit ein hochqualitatives Recyclingprodukt zu entwickeln, welches nicht an Qualität verliert, wenn man es erneut recycelt.
Außerdem möchten wir in Zukunft das SDG 10 "Weniger Ungleichheiten" noch stärker fokussieren. Daher waren wir von Anfang an von der Idee überzeugt mit benachteiligten Gesellschaftsgruppen zusammenzuarbeiten. Hierbei sind wir aktuell dabei eine Kooperation mit der Werkstatt am Drachensee aufzubauen, um auch Menschen mit Handicap in den Prozess mit einzubeziehen und sie am Wirtschaftsleben teilhaben zu lassen.
Warum findest du Nachhaltigkeit wichtig?
Wir leben leider in einer sehr unnachhaltigen Welt. Es gibt keine andere Alternative. Nachhaltigkeit ist das einzige, was unseren Planeten retten und ihn davor bewahren kann, dass der Klimawandel noch größere Schäden anrichtet, als er es gerade schon tut. Das Bewusstsein steigt zwar in der Gesellschaft, aber das Umsetzen fällt leider noch viel zu schwer. Daher ist es so wichtig schonend mit Ressourcen umzugehen und im Bezug auf die Wirtschaft und Umwelt verantwortungsbewusst und vorausschauend zu handeln, um auch nächsten Generationen einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen.
Wenn wir nichts an den jetzigen Prozessen verändern und keine nachhaltige Entwicklung und kein Umdenken vorantreiben, dann ist es bald zu spät.
Kiel 2030 - was ist Deine Vision für unsere Stadt?
Kiel ist eine junge, lebendige, innovative und kreative Stadt. Sie ist das Beispiel für nachhaltige Entwicklung und Klimaneutralität in Deutschland. Die letzten 10 Jahre haben eine deutliche Entwicklung in Sachen grüne Mobilität gebracht. Autos sieht man in der Kieler Innenstadt nur noch sehr selten, stattdessen ist Kiel eine fahrradfreundliche und menschenfreundliche Stadt. Sodass die Kieler*innen in der Innenstadt nur noch Fahrrad fahren, weil es das einzig sinnvollste Verkehrsmittel ist, um sich von A nach B zu bewegen.
Damit das Leben in Kiel noch mehr Spaß bringt, spielt vor allem im Sommer an der Förde das Leben. Es gibt uneingeschränkte Bademöglichkeiten, um sich zu erfrischen und diverse Freizeitangebote und Gemeinschaftsflächen. Man bleibt im Sommer jetzt lieber an der Förde, anstatt an den Strand zu fahren.
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Kontakt
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Leiterin des Büros des Stadtpräsidenten
0431 901-3040
Stefanie.Skuppin@kiel.deFrauke Wiprich
Koordinatorin kommunale Entwicklungspolitik
0431 901-2504
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