Kiel kann Olympia
Segeln ist in der Kieler DNA. Kiel segelt Regatta seit 1882 - der Geburtsstunde der Kieler Woche. Und seitdem immer wieder neu. Kiel kann Olympia schon sehr lange.
Ob 2036, 2040 oder 2044 - wenn die Olympischen und Paralympischen Spiele nach Deutschland kommen, will Kiel als Segelstandort dabei sein. Denn Segeln ist in der DNA von Kiel.Sailing.City fest verankert.
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Levke Joswig, 0431 901-1516, olympia@kiel.de
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Das Für und Wider abwägen Ein Faktenckeck
Wichtig für die Einordnung ist: Viele Argumente zu Risiken einer Bewerbung stützen sich auf Studien zu Hauptaustragungsorten. Die Daten darin sind aber nur sehr eingeschränkt auf Kiel übertragbar.
Kiel bewirbt sich nicht als Austragungsort der Olympischen Sommerspiele insgesamt, sondern als möglicher Standort für einzelne Küstensportarten, Handball und Rugby im Rahmen einer deutschen Bewerbung. Der Faktencheck berücksichtigt das.
Argument 1: Kosten werden oft höher Aber die Zahlen sind zu hoch geschätzt
Internationale Studien zu Megaprojekten zeigen, dass Olympische Spiele seit 1960 im Durchschnitt erhebliche Kostenüberschreitungen aufweisen; als Beispiel wird häufig die „Oxford Olympics Study“ (Flyvbjerg et al.) genannt, die deutliche Mehrkosten und hohe finanzielle Risiken dokumentiert. Montreal 1976 mit einer Kostensteigerung im mehrfachen Bereich sowie Sotschi 2014 mit Gesamtkosten im zweistelligen Milliardenbereich gelten in der Forschung als typische Negativbeispiele. Diese empirischen Befunde zu globalen Großereignissen sind gut belegt.
Für Kiel ist die Ausgangslage jedoch eine andere: Der aktuelle Kostenrahmen der Stadtverwaltung sieht Investitionen von etwa 10 bis 15 Millionen Euro für die Modernisierung des bestehenden Olympiazentrums Schilksee vor, das ohnehin sanierungsbedürftig ist, sowie rund 10 Millionen Euro für eine zusätzliche Bootshalle, wovon nach derzeitigen Planungen ein wesentlicher Anteil durch Mittel von Bund und Land getragen werden soll.
Die von Gegner*innen benannten 155 Millionen Euro beziehen sich auf frühere, wesentlich größere Konzeptvarianten im Zusammenhang mit der Hamburg-2024-Bewerbung, nicht auf das heute zugrunde gelegte, deutlich verschlankte Bestandskonzept. Die aktuell bezifferten Bewerbungskosten von rund 394.000 Euro liegen, gemessen an einem städtischen Haushalt von über einer Milliarde Euro, in einem begrenzten Rahmen.
Gleichzeitig ist der Hinweis auf Unsicherheiten bei den Gesamtkosten sachlich relevant: Die Stadt weist selbst darauf hin, dass bestimmte Ausgaben derzeit noch nicht abschließend bezifferbar sind, da sie vom endgültigen Konzept der ausgewählten Gastgeberstadt und von Vereinbarungen mit übergeordneten Ebenen (Land, Bund, IOC) abhängen. Aus finanzpolitischer Sicht wäre eine verbindliche Kostenobergrenze mit klarer Aufteilung zwischen Stadt, Land und Bund ein wichtiger Schritt zur Risikobegrenzung.
Insgesamt ist das Kostenargument im Grundsatz berechtigt, die vielfach genannte Höhe der zu erwartenden Belastung für Kiel erscheint auf Basis der vorliegenden Planungen jedoch deutlich überzeichnet.
Argument 2: Kritik am IOC Historisch berechtigt, muss aber Reformen berücksichtigen
Kritik am IOC (dem Internationalen Olympischen Komitee) stützt sich auf dokumentierte Vorgänge wie Korruptionsaffären bei früheren Bewerbungen (unter anderem Salt Lake City), umstrittene Vergaben an Austragungsorte mit autoritären Regimen sowie Debatten um Transparenz und demokratische Kontrolle. Diese Vorgeschichte ist in öffentlichen Untersuchungen und Medienberichten ausführlich festgehalten und bildet eine reale Grundlage für Skepsis gegenüber dem IOC.
Seit Mitte der 2010er Jahre hat das IOC mit der Reformagenda „Agenda 2020“ und der Folgestrategie „Agenda 2020+5“ jedoch verschiedene Maßnahmen angekündigt und teilweise umgesetzt, darunter strengere Compliance-Strukturen, mehr Transparenz bei Finanzen und Entscheidungsprozessen sowie ein neues „Future Host“-Verfahren, das die klassische Abstimmungssituation der Vollversammlung ersetzt.
Diese Reformen sind in offiziellen IOC-Dokumenten und unabhängigen Analysen dokumentiert, auch wenn ihre Wirksamkeit in der Forschung unterschiedlich bewertet wird. Vor diesem Hintergrund ist die grundsätzliche Kritik an der Rolle des IOC nachvollziehbar, bildet aber nicht mehr das gesamte Bild der aktuellen Strukturveränderungen ab.
Argument 3: Höhere Mieten In Kiel eher unwahrscheinlich
Studien zu früheren Olympiastandorten zeigen, dass Großereignisse in bestimmten Städten mit erheblichen Effekten auf die Wohnungsmärkte verbunden waren. Barcelona 1992 etwa verzeichnete in den Jahren rund um die Spiele deutliche Preissteigerungen bei Mieten und Immobilien, und in London 2012 blieb der Anteil tatsächlich realisierter bezahlbarer Wohnungen hinter ursprünglichen Zusagen zurück. Auch im Umfeld von Paris 2024, insbesondere im Département Seine-Saint-Denis, wird über eine hohe Zahl von Haushalten auf Wartelisten für Sozialwohnungen berichtet; der Druck auf den Wohnungsmarkt ist dort seit Jahren dokumentiert.
Diese Beispiele beziehen sich jedoch auf großmaßstäbliche innerstädtische Entwicklungsgebiete mit starker Investitionsdynamik und nehmen jeweils die Hauptaustragungsorte der Spiele in den Fokus. Schilksee ist ein Wohngebiet mit rund 7.000 Einwohner*innen am nördlichen Stadtrand Kiels und seit den 1970er Jahren Standort des Olympiazentrums und der Kieler Woche. Die segelsportliche Nutzung und der damit verbundene Aufwertungsdruck sind in diesem Teilmarkt seit Jahrzehnten präsent.
Vor diesem Hintergrund erscheint die Annahme, dass die erneute Ausrichtung olympischer Segelwettbewerbe in Schilksee einen deutlichen, zusätzlichen Einfluss auf Mietpreise in sozial angespannten Stadtteilen wie Gaarden oder Mettenhof hätte, nach heutigem Kenntnisstand empirisch wenig plausibel. Das Argument ist durch internationale Beispiele gestützt, aber in seiner Übertragbarkeit auf Kiel nur eingeschränkt belastbar.
Argument 4: Keine sinnvolle Nachnutzung Warnungen ernst nehmen, Nachnutzungskonzept durchsetzen
Zweifel daran, ob ein olympisches Satellitendorf tatsächlich zu bezahlbarem Wohnraum führt, lassen sich mit Erfahrungen aus früheren Spielen begründen. In Rio de Janeiro wurden die geplanten Nachnutzungen des Olympischen Dorfes als private Wohnanlage nur teilweise umgesetzt; zahlreiche Einheiten blieben leer oder verfielen. Auch in London 2012 lag der Anteil von Wohnungen mit dauerhaft sozial verträglichen Mieten im Olympic Park unter den ursprünglich politisch kommunizierten Zielwerten. Diese Fälle werden in internationalen Analysen als Beispiele dafür angeführt, dass Nachnutzungskonzepte ohne klare vertragliche Absicherung häufig hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Gleichzeitig zeigen neuere Konzepte, dass andere Modelle möglich sind. Für Paris 2024 ist vorgesehen, das Olympische Dorf in Seine-Saint-Denis zu mehreren tausend Wohnungen umzubauen, mit vertraglich fixierten Mindestquoten für Sozialwohnraum; die Umsetzung wird politisch und medial eng begleitet.
Für Kiel ist ein Athlet*innendorf mit einer vergleichsweise kleinen Kapazität von etwa 500 Betten im Gespräch, das nach den Spielen zu dringend benötigtem Wohnraum werden soll. Politische Akteur*innen in Kiel haben öffentlich erklärt, ihre Unterstützung explizit an die Bedingung zu knüpfen, dass ein verbindlicher Anteil an gefördertem Wohnraum entsteht.
Damit ist das Risiko, dass kein bezahlbarer Wohnraum realisiert wird, real, aber durch klare vertragliche Regelungen und transparente Nachnutzungskonzepte grundsätzlich adressierbar. Das Argument ist insofern als Warnsignal berechtigt und weist auf einen Punkt hin, der vor einer endgültigen Entscheidung konkret geklärt werden sollte.
Argument 5: Geld könnte auch anders genutzt werden Stimmt, ist aber zu einfach gedacht
Die Argumentation, dass jeder Euro für Olympia nicht für Kitas, Schulen oder Breitensport zur Verfügung steht, folgt einem klassischen Opportunitätskostenverständnis öffentlicher Haushalte. In einem rein kommunalen Finanzrahmen ist diese Logik plausibel: Zusätzliche Ausgaben in einem Bereich schränken den Handlungsspielraum in anderen Bereichen ein.
Olympische Investitionen unterscheiden sich jedoch häufig dadurch, dass sie zusätzliche Mittel von Bund, Ländern oder privaten Partner*innen mobilisieren, die ohne eine Bewerbung nicht in gleicher Höhe in eine Stadt geflossen wären. Historische Analysen zu Barcelona 1992 schreiben den Spielen umfangreiche Infrastrukturinvestitionen zu, die den städtischen Verkehr, die Stadträume und die touristische Attraktivität langfristig verändert haben. Dabei handelt es sich nach diesen Studien nicht um einfache Umschichtungen innerhalb von Bildungsetats, sondern um zusätzliche Programme und Sondermittel. Für Kiel ist geplant, dass ein erheblicher Teil der Investitionen in Schilksee durch Fördermittel übergeordneter Ebenen kofinanziert wird.
Und bereits vor einer Entscheidung, ob Kiel Austragungsort werden wird, ist erkennbar, dass Fördermittel auf Bundes- und Landesebene für den Sport eingesetzt werden (Bsp.: Förderung der Trainerlizenzen durch das Land SH, Bundes- und Landeszusage für die Förderung der Bootshalle in Schilksee).
Das Opportunitätskosten-Argument bleibt als Hinweis auf Prioritätensetzung im Haushalt nachvollziehbar, blendet aber die Möglichkeit zusätzlicher Mittelzuweisungen aus, die speziell an eine Olympia-Bewerbung geknüpft sein können.
Argument 6: Der Bund gibt noch keine feste Zusage Das ist eine ernstzunehmende Problematik
Die Frage, ob der Bund seine finanziellen Zusagen in der Vergangenheit stets eingehalten hat, ist in der deutschen Olympiadiskussion seit der gescheiterten Bewerbung um die Spiele 2024 ein wiederkehrendes Thema. Zeitungsberichte und politische Debatten dokumentieren, dass es unterschiedliche Interpretationen zu Umfang und Verbindlichkeit früherer Bundeszusagen gab.
Auch aktuell existieren bundespolitische Signale, die eine grundsätzliche Unterstützung einer deutschen Olympia-Bewerbung erkennen lassen. Ein rechtsverbindlicher Finanzierungsvertrag mit klarer Haftungsstruktur, etwa nach dem Vorbild des Modells für Los Angeles 2028 (mit definierten Verlustübernahmen durch Stadt und Staat), liegt für eine mögliche Bewerbung Deutschlands und Kiels als Segelstandort jedoch noch nicht vor. Ohne eine solche verbindliche Bundesgarantie bleibt das finanzielle Risiko für Kiel und das Land Schleswig-Holstein schwer abschätzbar.
In dieser Konstellation ist das Argument der fehlenden Bundesgarantie sachlich sehr gewichtig und verweist auf einen Punkt, bei dem die Befürworter*innen einer Bewerbung vor dem Bürger*innenentscheid möglichst konkrete Vereinbarungen vorlegen sollten.
Argument 7: Flächen werden bebaut Für die Bewerbung sind kaum Neubauten geplant
Flächenversiegelung ist ein zentrales Thema der Stadt- und Umweltplanung und wird von Umweltverbänden und Fachbehörden regelmäßig kritisch betrachtet. Für viele Sportgroßprojekte der Vergangenheit lässt sich nachvollziehen, dass neu geschaffene Sportstätten und Infrastrukturen erhebliche zusätzliche Flächen in Anspruch genommen haben, die nach den Spielen nur teilweise ausgelastet waren.
Das Olympiazentrum Schilksee besteht jedoch seit 1972 und wird seither dauerhaft genutzt – unter anderem als Bundesstützpunkt des Deutschen Segler-Verbandes und als Segelstandort der Kieler Woche. Internationale Fachpublikationen führen Schilksee regelmäßig als Beispiel für gelungene Nachnutzung olympischer Infrastruktur an, im Gegensatz zu Standorten, an denen Anlagen nach wenigen Jahren verfielen. Olympiakonzepte wie Barcelona 1992 und Paris 2024 setzen zudem verstärkt auf die Nutzung vorhandener oder temporärer Sportstätten, um Flächen- und Ressourceneinsatz zu begrenzen.
Kiel knüpft mit seinem Bestandskonzept an diesen Ansatz an, da Hafen und wesentliche Infrastruktur bereits vorhanden sind und jährlich genutzt werden. Die zusätzliche Versiegelung durch eine mögliche Erweiterung (zum Beispiel eine weitere Bootshalle oder ein olympisches Satellitendorf) muss im Rahmen der Bauleitplanung und Umweltprüfung konkret bewertet werden, fällt aber im Verhältnis zur bereits bestehenden Sportinfrastruktur deutlich geringer aus als bei einem kompletten Neubauensemble.
Argument 8: Nachhaltigkeit kann nicht versprochen werden Frühere Austragungsorte machen es aber vor
Die Aussage, Nachhaltigkeit sei bei Olympischen Spielen grundsätzlich ein leeres Versprechen, knüpft an Kritikpunkte an, die in der Vergangenheit häufig geäußert wurden. In zahlreichen Analysen zu früheren Spielen wird hervorgehoben, dass angekündigte Nachhaltigkeitsziele – etwa in Bezug auf Klimabilanz, Ressourceneinsatz oder soziale Effekte – nur teilweise erreicht wurden. Dies gilt insbesondere für Großprojekte mit umfangreichen Neubauten und hohem Energie- und Flächenverbrauch.
Seit Einführung der IOC-Agenda 2020 und ihrer Fortführung „2020+5“ wurden die Kriterien für Bewerberstädte jedoch um Nachhaltigkeits- und Nachnutzungsanforderungen ergänzt. Gleichzeitig haben einige Austragungsorte – darunter Barcelona 1992 und in Teilen auch London 2012 – nachweisbare positive Elemente nachhaltiger Stadtentwicklungsstrategien umgesetzt, etwa durch die Revitalisierung von Hafen- oder Industriegebieten.
Schilksee wird in Fachkreisen häufig als Beispiel dafür genannt, dass eine dauerhaft genutzte olympische Segelinfrastruktur über Jahrzehnte tragfähig sein kann. In Kiel kommt hinzu, dass sich die Stadt bereits ambitionierte Abfall- und Ressourcenziele gesetzt und sich internationalen Bewertungsverfahren gestellt hat.
Vor diesem Hintergrund ist die Aussage, Nachhaltigkeit sei bei Olympia per se nicht möglich, zu pauschal; die Frage ist vielmehr, wie konkret Nachhaltigkeitsanforderungen vertraglich festgelegt, kontrolliert und langfristig finanziert werden.
Argument 9: Das Jahr 2036 muss sensibel behandelt werden Spielt in der Bewerbung aber eine kleinere Rolle
Die besondere symbolische Bedeutung einer möglichen deutschen Olympia-Bewerbung im Jahr 2036 – 100 Jahre nach den Berliner Spielen unter der NS-Diktatur – wurde in den vergangenen Jahren intensiv diskutiert. Historiker*innen und gesellschaftliche Gruppen haben auf die Gefahr einer problematischen Erinnerungspolitik hingewiesen, wenn ein Jubiläum ungeachtet der historischen Last unreflektiert als Anlass für ein Großereignis genutzt würde.
Inzwischen hat das IOC sein Vergabeverfahren umgestellt und plant, mehrere Spielezyklen in einem Paket mit längeren Vorlaufzeiten zu vergeben. Eine Bewerbung Kiels als Segelstandort ist damit nicht zwingend auf das Jahr 2036 festgelegt, sondern Teil eines flexibleren Zeitfensters; auch in der öffentlichen Debatte zeichnen sich Szenarien ab, in denen 2036 eher an andere Weltregionen vergeben wird. Die grundsätzliche historische Sensibilität bleibt wichtig, das spezifische „Jubiläumsargument“ verliert unter den aktuellen Rahmenbedingungen jedoch erheblich an unmittelbarer Relevanz.
Argument 10: Chancenlosigkeit Die Bewerbung ist keinesfalls aussichtslos
In verschiedenen nationalen Konzepten für eine deutsche Olympia-Bewerbung wurden mögliche Segelstandorte analysiert. In Entwürfen zu Bewerbungen von Hamburg, München sowie zu einem Rhein-Ruhr-Modell wurde Kiel wiederholt als Segelstandort vorgesehen, während Rostock/Warnemünde im Berliner Papier eine zentrale Rolle spielte. Damit ergibt sich aus den bisher bekannten Konzeptvarianten kein eindeutiges Bild, das Kiel als chancenlos erscheinen ließe; vielmehr wird die Stadt von mehreren Szenarien als bevorzugter Standort eingeplant.
Bis zum positiven Münchener Bürger*innenentscheid war Kiel zudem die einzige Stadt weltweit, die ein klares „Ja“ für die Spiele in einem Referendum erreichen konnte. Auch wenn die gemeinsame Bewerbung mit Hamburg am „Nein“ durch die Hamburger Bevölkerung scheiterte, lässt der Entscheid aus 2015 eher auf ein positives, als auf ein negatives Votum für Kiel schließen.
Die Behauptung, eine Bewerbung Kiels sei grundsätzlich aussichtslos, wird durch die bislang bekannten Planungsstände und Abstimmungsergebnisse daher nicht gestützt. Sie erfüllt eher die Funktion eines politisch-strategischen Arguments, das bei häufiger Wiederholung die eigene Aussage über mangelnde Erfolgschancen bestätigen kann.
Häufige Fragen und ihre Antworten
Kiel lebt mit, an und auf dem Wasser. Hat Segeln und Wassersport in der DNA. Ist Klimaschutzstadt. Lebt den weltoffenen Sportgeist.
Bei einer deutschen und damit einer möglichen Kieler Bewerbung, geht es um die Jahre 2036, 2040 oder 2044. Über diese Jahre spricht der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) derzeit mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in einem sogenannten Continous Dialogue.
Vier Städte beziehungsweise Regionen bewerben sich um die Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele in Deutschland: Berlin, Hamburg, München und die Region Rhein-Ruhr. Kiel steht allen Bewerbungen gern als Satelliten-Standort zur Verfügung und ist bei der Hamburger Bewerbung sogar bereits fest eingeplant.
Hier können Sie die Konzepte der Hauptaustragungsorte einsehen:
Als Kiel.Sailing.City ist Kiel prädestiniert für die Austragung der Segelwettbewerbe. In Kiel ist der Bundesstützpunkt des Deutschen Segler-Verbands zu Hause.
Und auch für weitere Wassersportarten wie Freiwasserschwimmen oder Coastal Rowing hat Kiel den Hut in den Ring geworfen. Kiel ist zudem im Gespräch für die Austragung von Handball und Rugby.
Der Zeitplan des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sieht derzeit drei Entscheidungsstufen vor. Derzeit befinden wir uns bereits in der zweiten Stufe, die auf die sogenannte sportfachliche Prüfung der vier eingereichten Konzepte gefolgt ist. Diese sportfachliche Prüfung haben alle Konzepte erfolgreich bestanden, sodass derzeit die Phase läuft, in der die Bevölkerung mitgenommen und befragt werden soll. Sie geht noch bis Juni 2026 und wird von den meisten Bewerbungen dafür genutzt, Bürger*innenentscheide durchzuführen.
Anschließend wird durch den DOSB eine Entscheidung gefällt, welches Konzept für die deutsche Bewerbung ausgewählt wird. Die Entscheidung soll voraussichtlich im September 2026 auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des DOSB erfolgen. Das genaue Vorgehen für die Auswahl soll bis dahin noch weiter geschärft werden.
Die Entscheidung Berlins für den Segelstandort Rostock-Warnemünde nimmt Kiel sportlich zur Kenntnis. Unser Ziel ist nach wie vor, dass möglichst viele der vier potentiellen Hauptaustragungsorte sich zu Kiel als Segelstandort bekennen. Hamburg hat dies bereits getan und auch aus München und der Region Rhein-Ruhr sind positive Signale zu vernehmen. Die finale Entscheidung über den Segelstandort trifft letztendlich die Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) auf ihrer außerordentlichen Sitzung am 26. September in Baden-Baden.
Die wichtigste Form der Teilhabe wird der Bürger*innenentscheid am 19. April 2026 werden. Bis dahin sind alle Kieler*innen und Olympia-Fans aufgefordert, ihre Begeisterung zu teilen und ihre Kanäle zur Verbreitung zu nutzen.
Kritische Fragen und Anregungen nehmen wir zudem jederzeit gerne unter olympia@kiel.de entgegen. Außerdem wird es bis zum Bürger*innenentscheid noch verschiedene Veranstaltungen geben, bei denen alle Interessierten mit uns in den Dialog treten können.
Alle Kieler*innen ab 16 Jahren können am 19. April 2026 ihre Stimme abgeben und die Kieler Olympiabewerbung unterstützen.
Nachhaltigkeit spielt für Kiel eine zentrale Rolle. Schon das Olympiazentrum in Kiel-Schilksee, das für die Olympischen Spiele 1972 erbaut wurde und bis heute fortlaufend saniert und aktiv genutzt wird, zeigt, dass Kiel langfristig denkt und handelt.
Auch bei einer erneuten Bewerbung wird der Fokus darauf gelegt, bestehende Strukturen zu nutzen und sie sinnvoll weiterzuentwickeln.
Das Hauptaugenmerk der erneuten Kieler Bewerbung liegt darauf, bestehende Strukturen zu nutzen. So würde beispielsweise das Olympiazentrum in Kiel-Schilksee das Herz der Segelwettbewerbe werden, da dort die benötigte Infrastruktur bereits vorhanden ist.
Kostspielige Neubauten, die ausschließlich für die Olympischen Spiele benötigt würden, werden vermieden. Für die derzeit noch nicht konkret bezifferbaren Ausgaben, werden zudem verschiedene Akteur*innen aufkommen, unter anderem Stadt, Land und Bund sowie die regionale Wirtschaft. Zusätzliche Einnahmen werden zum Beispiel durch Ticketverkäufe erzielt.
Olympische und Paralympische Spiele können in Kiel und der Region als wichtiger Motor für die Stadtentwicklung wirken. Geplant ist unter anderem, das Athlet*innen-Dorf zwischen Schilksee und Strande nach den Spielen als sozial verträglichen Wohnraum weiterzunutzen. Auch Investitionen in den öffentlichen Nahverkehr, die Sportinfrastruktur und die Digitalisierung würden die Lebensqualität dauerhaft verbessern und die Region moderner und nachhaltiger machen.
Erfahrungen anderer Austragungsorte zeigen, dass mögliche soziale Herausforderungen – etwa bei Mieten oder Flächenentwicklung – durch frühzeitige Planung und gezielte Maßnahmen gut steuerbar sind. Kiel denkt diese Aspekte bereits aktiv mit und will die Spiele so gestalten, dass langfristig alle Kieler*innen davon profitieren – sportlich, sozial und infrastrukturell.
Olympische Spiele haben eine starke Wirkung auf den Sport in Deutschland. Sie inspirieren junge Menschen, selbst aktiv zu werden und steigern die Popularität vieler Sportarten dank polarisierender Vorbilder.
Durch das wachsende Interesse an Bewegung profitieren auch Sportvereine, die häufig Zuwächse bei ihren Mitgliedern verzeichnen. Zudem führt Olympia oft zu Investitionen in moderne Sportstätten und Infrastruktur.
Bei Spielen im eigenen Land kommt noch ein besonderer Heimvorteil hinzu, der die Medaillenhoffnungen für die Athlet*innen steigert.
Die Olympischen Spiele 1972 brachten Kiel durch die Segelwettbewerbe internationale Aufmerksamkeit und förderten den Ausbau moderner Infrastruktur. Besonders das Olympiazentrum Schilksee, das bis heute als bedeutendes Trainings- und Veranstaltungszentrum für den Segelsport dient, die Autobahnanbindung sowie die Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal sind hier als Leuchtturmprojekte zu nennen.
Auch touristisch profitiert Kiel weiterhin von der verbesserten maritimen Infrastruktur und der gestiegenen internationalen Bekanntheit als Segelhauptstadt.
Die bis zu 10 Regattabahnen nahe dem Olympiazentrum haben sich bei der Kieler Woche und anderen internationalen Regatten bewährt. Die äußerste Bahn liegt nur drei Seemeilen von Schilksee entfernt.
Direkt vor dem Hafen könnten die Finalrennen stattfinden, die die Zuschauer*innen von einer Tribüne aus hautnah verfolgen würden.
Zudem kann an 90 Prozent der Tage in Kiel gesegelt werden – bei 6 bis 27 Knoten mittlerer Winde.
Die Stadt lebt Kiel.Sailing.City
- Kiel lebt mit, vom, am und auf dem Wasser
- Wassersport ist in der Kieler DNA
- Kiel ist Klimaschutzstadt
- Kiel ist Meeresschutzstadt
- Kiel lebt weltoffenen Sportsgeist
Premium-Adresse im Wassersport
- Zweifache Olympiastadt (1936 und 1972)
- Weltweite Anerkennung des Segelreviers und des Olympiazentrums in Schilksee
- Kieler Woche seit 1882 - das weltweit größte Segelsportereignis mit 4.000 Segler*innen aus über 50 Nationen
- Zahlreiche Welt-und Europameisterschaften
- Kiel ist Starthafen des OceanRace Europe 2025 und war schon Teil von „The OceanRace2023“
Kiel empfängt Gäste herzlich
- Gut erreichbar, zu Wasser, zu Land, aus der Luft
- kurze Wege innerhalb der Stadt
- Hotelkapazitäten mit über 6.000 Betten, dazu viele Ferienwohnungen und Zimmer
Kiel hat (Infra-)Struktur
- Das Olympiazentrum Kiel-Schilksee war Austragungsort 1972
- Es hat sich mit den jährlichen Kieler-Woche-Regatten weiterentwickelt
- Bundesstützpunkt Segeln
- Olympiastützpunkt HH/SH
- Haus der Athleten und Internat für Segelsportler*innen
- 850 Wasser- und 400 Landliegeplätze
- Regelmäßige Investitionen in Millionenhöhe
Ein besonders besonderes Revier
- Regattbahnen sind möglich direkt vor Schilksee & Strande, vor dem Ostufer von Laboe bis Heidkate
- Segeln, Coastal Rowing, Freiwasserschwimmen direkt vor Publikum
- Segeln in der Innenförde möglich
- Kurze Wege
Kiel kann international
- 2023: The Ocean Race FlyBy
- 2025: ILCA6 Men Weltmeisterschaften
- 2025: Starthafen The Ocean Race Europe
- 2025: Bewerbung EM KiteFoil (Heidkate)
- 2025: Bewerbung iQFoil International Games (Youth&Junior)
- 2025ff: Entwicklung Segel Grand Slam
- 2026: Bewerbung 29er-WM
- Wettbewerbe Coastal Rowing und Freiwasserschwimmen national und international
- Bewerbung Sailing World Championships (WM olympische Klassen) 2031/2035
Visualisierungen: Behnisch Architekten