Inkubator Stadtgeschichte

Wie können wir die Stadtgeschichte von Anfang an und aus neuen Perspektiven erzählen? Mit dieser Frage wendet sich das Kieler Stadt- und Schifffahrtsmuseum an alle Interessierten.

Zu sechs Themen gibt es Veranstaltungen – nicht im Museum, sondern an Orten, die mit dem jeweiligen Thema in Verbindung stehen. Eingeladen sind alle, denen ein Thema besonders am Herzen liegt. Das Museumsteam rollt mit dem „mobilen Inkubator“ an, einem Fahrradanhänger voller Infos zur Kieler Geschichte. 

Nach einem kurzen Vortrag zum jeweiligen Thema gibt es einen Workshop-Teil, wo die Teilnehmenden ihre Fragen und Ideen einbringen können. Alle entscheiden selbst, wie sie sich beteiligen und wie lange sie bleiben.

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Vereine

Sonntag, 6. September 2026, 18.30 Uhr, beim KMTV, Jahnstraße 8a

Die Vereinsfahne der Winterbeker Liedertafel war rund 80 Jahre lang in Gebrauch. (Stadt- und Schifffahrtsmuseum, Inventarnummer 24 a/2024)

Worum geht es?

Vereine, also Zusammenschlüsse von Menschen, die ein gemeinsames Anliegen haben, gibt es seit Beginn der Stadtgeschichte. Auch heute haben sie nichts von ihrer Bedeutung verloren. Das Stadtmuseum besitzt zahlreiche Gegenstände von Vereinen. Was ist wichtig, um ihre Geschichte zu erzählen? 

Nach einem Kurzvortrag von Jan Ocker stellt Museumsleiterin Dr. Sonja Kinzler kurz das Anliegen des Inkubators vor. Danach beginnt der offene Workshop-Teil. Alle entscheiden selbst, welche Stationen sie besuchen, wie sie sich beteiligen und wie lange sie bleiben. Es gibt auch kleine Snacks und Getränke. 

Historischer Stadtplan und Zeitleiste geben einen Einblick in vergangene Epochen. Die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte steuert grundlegende Bücher zum Durchblättern bei. Teilnehmende können ihre eigene Geschichte erzählen, einen Museumsraum einrichten oder einfach Ideen an eine Tafel hängen. 

Aus den Ergebnissen der Inkubator-Reihe entsteht 2027 eine Ausstellung im Kieler Stadtmuseum Warleberger Hof. 

Die Daten:

Sonntag, 6. September 2026, 18.30 bis 20.30 Uhr  

Veranstaltungsort: KMTV, Jahnstraße 8a 

Kurzvortrag: : „Aktive Gemeinschaft. Kieler Vereinigungen vom Mittelalter bis heute“ von Jan Ocker M.A., Abteilung für Regionalgeschichte, Uni Kiel

Bushaltestelle „Lehmberg“ (Linien 50, 51, 81, 91) 

Die Veranstaltung ist in der Halle 1. Der kürzeste Weg führt durch den Torbogen über den Hof und mehrere Stufen hoch zum Haupteingang. Einen Zugang für Rollstuhlfahrende werden wir beschildern. Herren- und Damen-WC sowie zwei genderneutrale Einzelbadezimmer sind im Untergeschoss und nur über Treppen erreichbar. Leider gibt es kein rollstuhlgerechtes WC. 

Für Fahrräder gibt es eine Stellanlage im Hof. Eigene Autoparkplätze sind nicht vorhanden. 


Migration

Montag, 26. Oktober 2026, 17 Uhr, bei der Türkischen Gemeinde, Elisabethstraße 44

In der Hürryiet-Ausgabe von 1977 befasst sich ein Artikel damit, dass türkische Kinder an deutschen Schulen nichts über türkische Geschichte lernen. (Industriemuseum Howaldtsche Metallgießerei, Inventarnummer FV 132/2020)

Worum geht es?

Die Stadt wäre nicht denkbar ohne Migration. Schon zur Zeit der Stadtgründung im 13. Jahrhundert kamen Menschen aus der Fremde, um in Kiel zu leben und zu arbeiten. Im 19. und 20. Jahrhundert waren es meist die Werften, die Arbeitskräfte anwarben. Andere trafen hier ein, weil sie aus ihren Heimatorten fliehen mussten. Was ist wichtig, um diese Geschichten zu erzählen?  

Nach einem Kurzvortrag von Prof. Dr. Oliver Auge stellt Museumsleiterin Dr. Sonja Kinzler kurz das Anliegen des Inkubators vor. Danach beginnt der offene Workshop-Teil. Alle entscheiden selbst, welche Stationen sie besuchen, wie sie sich beteiligen und wie lange sie bleiben. Es gibt auch kleine Snacks und Getränke.  

Historischer Stadtplan und Zeitleiste geben einen Einblick in vergangene Epochen. Die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte steuert grundlegende Bücher zum Durchblättern bei. Teilnehmende können ihre eigene Geschichte erzählen, einen Museumsraum einrichten oder einfach Ideen an eine Tafel hängen.  

Aus den Ergebnissen der Inkubator-Reihe entsteht 2027 eine Ausstellung im Kieler Stadtmuseum Warleberger Hof. 

Die Daten:

Montag, 26. Oktober 2026, 18 bis 20 Uhr  

Veranstaltungsort: Türkische Gemeinde Schleswig-Holstein e.V., Elisabethstraße 44  

Kurzvortrag: Prof. Dr. Oliver Auge, Abteilung für Regionalgeschichte, Uni Kiel 

Bushaltestellen „Kieler Straße“ (Linie 11) oder „Karlstal“ (Linien 11, 15, 22, 31, 34) 

Die Veranstaltung ist im Erdgeschoss. Rollstuhlfahrende müssen am Eingang eine niedrige Stufe überwinden. Wir helfen gern! 

Damen- und Herren-WC befinden sich im Untergeschoss und sind nur über eine Treppe zu erreichen. Leider gibt es kein rollstuhlgerechtes WC.

Fahrrad- und Auto-Stellplätze im öffentlichen Raum.

 

Armut

Dienstag, 27. Oktober 2026, 18 Uhr, in der Sozialkirche, Stoschstraße 52

Eine Kochkiste half Anfang des 20. Jahrhunderts dabei, Kohle für den Küchenherd zu sparen. (Stadt- und Schifffahrtsmuseum, Inventarnummer 233/2019)

Worum geht es?

Stadtgründer Graf Adolf IV. wählte freiwillig ein Leben in Armut, als er 1239 dem Orden der Franziskaner beitrat. Doch in den meisten Fällen ist Armut unfreiwillig. Schon im Mittelalter war es eine Aufgabe der Stadt, Arme zu unterstützen. Nur selten erfährt man, wie die Betroffenen darüber dachten. Was ist wichtig, um ihre Geschichte zu erzählen? 

Nach einem Kurzvortrag von Dr. Christian Hoffarth stellt Museumsleiterin Dr. Sonja Kinzler kurz das Anliegen des Inkubators vor. Danach beginnt der offene Workshop-Teil. Alle entscheiden selbst, welche Stationen sie besuchen, wie sie sich beteiligen und wie lange sie bleiben. Es gibt auch kleine Snacks und Getränke. 

Historischer Stadtplan und Zeitleiste geben einen Einblick in vergangene Epochen. Die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte steuert grundlegende Bücher zum Durchblättern bei. Teilnehmende können ihre eigene Geschichte erzählen, einen Museumsraum einrichten oder einfach Ideen an eine Tafel hängen. 

Aus den Ergebnissen der Inkubator-Reihe entsteht 2027 eine Ausstellung im Kieler Stadtmuseum Warleberger Hof. 

Die Daten:

Dienstag, 27. Oktober 2026, 18 bis 20 Uhr 

Veranstaltungsort: Sozialkirche, Stoschstraße 52  

Kurzvortrag: „Stadtluft macht arm. Oder: Warum Armut zur Geschichte Kiels gehört“ von Dr. Christian Hoffarth, Abteilung für Regionalgeschichte, Uni Kiel 

Bushaltestelle „Stoschstraße“ (Linien 15, 22, 71) 

Die Veranstaltung ist im Erdgeschoss. Der Eingang ist ebenerdig ohne Stufen. Es gibt ein rollstuhlgerechtes, genderneutrales WC. 

Fahrradparkplätze sind direkt vor der Tür. Für Autos gibt es vor der Kirche einen öffentlichen Parkplatz. 


Gender

Freitag, 6. November 2026, 18.30 Uhr, in der Pumpe, Haßstraße 22

Verpackungen von Haarpflegemitteln aus den 1980er-Jahren. Welche sind für Frauen, welche für Männer? (Stadt- und Schifffahrtsmuseum, Inventarnummern SW 184-192)

Worum geht es?

Wer die Geschichte von Geschlechterrollen und queeren Menschen erforscht, steht oft vor einem Problem: In den überlieferten Quellen kommen überwiegend Männer zu Wort – im Rathaus und im Schloss, in der Kirche und an der Universität. Was ist wichtig, um auch andere Perspektiven sichtbar zu machen? 

Nach einem Kurzvortrag von Charis-Fey Westensee stellt Museumsleiterin Dr. Sonja Kinzler kurz das Anliegen des Inkubators vor. Danach beginnt der offene Workshop-Teil. Alle entscheiden selbst, welche Stationen sie besuchen, wie sie sich beteiligen und wie lange sie bleiben. Es gibt auch kleine Snacks und Getränke.  

Historischer Stadtplan und Zeitleiste geben einen Einblick in vergangene Epochen. Die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte steuert grundlegende Bücher zum Durchblättern bei. Teilnehmende können ihre eigene Geschichte erzählen, einen Museumsraum einrichten oder einfach Ideen an eine Tafel hängen.  

Aus den Ergebnissen der Inkubator-Reihe entsteht 2027 eine Ausstellung im Kieler Stadtmuseum Warleberger Hof. 

Die Daten:

Freitag, 6. November 2026, 18:30 bis 20:30 Uhr  

Veranstaltungsort: Pumpe, Haßstraße 22  

Kurzvortrag: „Gender- und queerhistorische Perspektiven auf Kiel. Methoden, Herausforderungen und Potenziale einer erweiterten Stadtgeschichte“ von Charis-Fey Westensee, Institut für Geschichte, Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik, Uni Hildesheim 

Bushaltestelle „Martensdamm“ (Linien 11, 12, 13, 81, 91) 

Die Veranstaltung ist im Obergeschoss. Es gibt einen Aufzug zum Obergeschoss (Kino-Ebene) und einen Treppenlift an der Treppe zum Seminarraum. 

Damen- und Herren-WC befinden sich auf der Kino-Ebene und sind rollstuhlgerecht. 

Fahrradbügel gibt es vor der Eingangstür. Nebenan ist ein Parkhaus. 

 

Kindheit

Freitag, 20. November 2026, 18.30 Uhr, im Musiculum, Stephan-Heinzel-Straße 9

Das Senso-Spiel von 1980 war in unserer Ausstellung „Kaufrausch“ zu sehen. (Stadt- und Schifffahrtsmuseum, Inventarnummer 95/2023)

Worum geht es?

Geschichte wird meist als Erwachsenengeschichte erzählt, die Anwesenheit und Bedeutung von Kindern ignoriert. Wie können wir den Blick auf Kinder und Kindheiten in der Stadt richten?  

Nach einem Kurzvortrag von Prof. Dr. Martina Winkler stellt Museumsleiterin Dr. Sonja Kinzler kurz das Anliegen des Inkubators vor. Danach beginnt der offene Workshop-Teil. Alle entscheiden selbst, welche Stationen sie besuchen, wie sie sich beteiligen und wie lange sie bleiben. Es gibt auch kleine Snacks und Getränke.  

Historischer Stadtplan und Zeitleiste geben einen Einblick in vergangene Epochen. Die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte steuert grundlegende Bücher zum Durchblättern bei. Teilnehmende können ihre eigene Geschichte erzählen, einen Museumsraum einrichten oder einfach Ideen an eine Tafel hängen.  

Aus den Ergebnissen der Inkubator-Reihe entsteht 2027 eine Ausstellung im Kieler Stadtmuseum Warleberger Hof. 

Die Daten:

Freitag, 20. November 2026, 18:30 bis 20:30 Uhr  

Veranstaltungsort: Musiculum, Stephan-Heinzel-Straße 9  

Kurzvortrag: „Stadtgeschichte als Kindheitsgeschichte - geht das überhaupt?“ von Prof. Dr. Martina Winkler, Historisches Seminar, Uni Kiel 

Bushaltestelle „Wilhelmplatz“ (Linien 14, 15, 31, 34, 91) 

Die Veranstaltung ist im dritten Geschoss. Es gibt am Eingang eine Rollstuhlrampe und im Gebäude einen Aufzug.  

Herren- und Damen-WC befinden sich auf gleicher Ebene wie der Veranstaltungsraum. Das rollstuhlgerechte WC befindet sich im Untergeschoss und ist mit dem Aufzug zu erreichen. 

Fahrradstellplätze sind direkt neben dem Eingang. Autos können auf dem Wilhelmplatz parken.


Pandemie

Freitag, 27. November 2026, 17 Uhr, im Bildungszentrum Städtisches Krankenhaus, Hasseldieksdammer Weg 30

Für wenige Monate im Jahr 2020 trug man in der Öffentlichkeit „Alltagsmasken“. Es gab sie auch mit Kiel-Logo. (Stadt- und Schifffahrtsmuseum, Inventarnummer 165/2024)

Worum geht es?

Was es bedeutet, eine Pandemie zu erleben, ist vielen Menschen noch im Bewusstsein. Wer in einem medizinischen oder Pflegeberuf arbeitete, kam während der Corona-Pandemie möglicherweise an die Grenze der Belastbarkeit. Wie war das in früheren Jahrhunderten? Wie wirkten sich beispielsweise Pest- und Cholera-Epidemien auf den Alltag und die sozialen Strukturen aus? Was ist wichtig, um diese Geschichte zu erzählen?  

Nach einem Kurzvortrag von Laura Potzuweit stellt Museumsleiterin Dr. Sonja Kinzler kurz das Anliegen des Inkubators vor. Danach beginnt der offene Workshop-Teil. Alle entscheiden selbst, welche Stationen sie besuchen, wie sie sich beteiligen und wie lange sie bleiben. Es gibt auch kleine Snacks und Getränke.  

Historischer Stadtplan und Zeitleiste geben einen Einblick in vergangene Epochen. Die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte steuert grundlegende Bücher zum Durchblättern bei. Teilnehmende können ihre eigene Geschichte erzählen, einen Museumsraum einrichten oder einfach Ideen an eine Tafel hängen.  

Aus den Ergebnissen der Inkubator-Reihe entsteht 2027 eine Ausstellung im Kieler Stadtmuseum Warleberger Hof. 

Die Daten:

Freitag, 27. November 2026, 17 bis 19 Uhr  

Veranstaltungsort: Bildungszentrum Städtisches Krankenhaus, Hasseldieksdammer Weg 30  

Kurzvortrag: „(Über-)Leben: Kieler Krankheitserfahrungen und ihre Auswirkungen im zeitlichen Querschnitt“ von Laura Potzuweit M.A., Abteilung für Regionalgeschichte, Uni Kiel 

Bushaltestelle „Metzstraße“ (Linien 31, 91) 

Die Veranstaltung ist im Erdgeschoss. Veranstaltungsraum und WC sind stufenfrei zu erreichen.  

Es gibt ein separates, genderneutrales, rollstuhlgerechtes WC. 

Direkt am Eingang gibt es Fahrradbügel. Auto-Parkplätze sind in der Umgebung nicht leicht zu finden.