„Übermorgen“ beginnt in Kiel

Weiterentwicklung der Kultur­einrichtungen im Neuen Rathaus startet

Im Herzen Kiels – dort, wo das Neue Rathaus mit Zentralbücherei, Stadtgalerie, Stadtbilderei, vhs-Kunstschule und dem Veranstaltungs­saal KulturForum in Sichtachse zum Göteborg- und Oslo­terminal sowie dem Haupt­bahnhof liegt – hier erfindet sich das Kultur­angebot der Landeshauptstadt neu.

Das Amt für Kultur und Weiterbildung der Landeshauptstadt erhält für dieses Vorhaben Förderung der Kulturstiftung des Bundes aus dem Programm „Übermorgen – Neue Modelle für Kulturinstitutionen“. 

Seit Herbst 2025 läuft die Konzeptphase, in der wir gemeinsam mit der Stadtgesellschaft Ideen für die Zukunft entwickeln möchten, um das große Potenzial unserer Kultureinrichtungen im Neuen Rathaus voll auszuschöpfen. 

Niederschwellig, inklusiv und voller Überraschungen soll dieses Haus alle Menschen anziehen, die Kultur, Austausch und Begegnung in Kiel suchen. Um dieser Vision noch näher zu kommen, denken wir Inhalte und Räumlichkeiten neu – denn Zukunft entsteht dort, wo wir uns bewegen.

 

Kontakt Entwicklungsprozess „Übermorgen“ Kiel

Landeshauptstadt Kiel 
Amt für Kultur und Weiterbildung
Neues Rathaus, Andreas-Gayk-Straße 31, 24103 Kiel

Leitung: Johanna Göb 
0431 901-3407 

 

Logotext: Übermorgen. Neue Modelle für Kulturinstitutionen. Kulturstiftung des Bundes | Klick ins Bild führt zur Webseite der Kulturstiftung
 
Text |  Gefördert von: Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
 

Gefördert in „Übermorgen – Neue Modelle für Kulturinstitutionen“, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes. Das Programm wird in Kooperation mit Bureau Ritter als Programmbüro durchgeführt. Die Kulturstiftung des Bundes wird gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

Sozialberatung in der Stadtbücherei

In der Zentralbücherei im Neuen Rathaus ist im Rahmen von „Übermorgen“ ein gemeinsames exploratives Pilotprojekt des Amtes für Kultur und Weiterbildung, des Amtes für Wohnen und Grundsicherung sowie des Amtes für Soziale Dienste gestartet. Unter dem Titel „Zusammen halten. Zusammen handeln.″ soll es den Zugang zu sozialer Unterstützung erleichtern. Denn die Stadt steht vor einer doppelten Herausforderung, soziale Teilhabe zu stärken und neue Orte der Verständigung zu schaffen – Orte, die Grenzen zwischen Nachbarschaften, Altersgruppen und Lebenslagen überwinden. 

Dabei übernehmen kulturelle Orte wie die im Neuen Rathaus eine neue Rolle: Sie verbinden soziale Verantwortung, kulturelle Teilhabe und urbane Resilienz. Wichtig ist, dass dieser Ort niemanden ausschließt, sondern Offenheit und Empathie fördert – auch für schwierige Lebenssituationen und vielfältige Lebensrealitäten.

Im Rahmen des Pilotprojektes bietet der Sozialarbeiter Stefan Gräwe, Mediator und Mitarbeiter des Amtes für Wohnen und Grundsicherung, jeden Dienstag von 15 bis 17 Uhr eine offene Erstberatung direkt vor Ort an – unkompliziert, vertraulich und ohne Hürden. Gleichzeitig wird das Bibliotheksteam im Umgang mit psychisch belasteten oder wohnungslosen Besucher*innen unterstützt. 

Der Projektstart wird von einer zweiwöchigen Ausstellung begleitet, die über Armut, Teilhabe und Unterstützungsangebote informiert. Das Projekt läuft bis Juni 2026 und soll Erfahrungen für eine langfristige Weiterentwicklung sozialer Hilfen in Kiel liefern.

Drei Ämter bündeln ihre Kräfte für Sozialarbeit in der Stadtbücherei. V. l. n. r.: Stephanie Radtke, Swea Rohwer, Stefan Gräwe, Johanna Göb, Stefanie Schmaler