Werkstatt 20. Jahrhundert

Dein Ort zum Lernen, Entdecken und Mitforschen

In Kiel hat ein neuer Ort für Stadtgeschichte und Erinnerungskultur eröffnet, in dem dein Mitwirken gefragt ist!

Die Werkstatt 20. Jahrhundert lädt alle Interessierten in die Ausstellung "Kieler. Zeit. Räume. im Nationalsozialismus" ein. Setze dich mit der Geschichte deiner Stadt auseinander, bring dein Wissen ein, diskutiere mit, vernetz dich und forsche selbst zu den Themen, die dich interessieren.

 

Wir sind für dich da

Landeshauptstadt Kiel
Werkstatt 20. Jahrhundert
Hopfenstraße 30, 24103 Kiel

 

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Veranstaltungen

 

Vortrag & Austausch: Wilhelm Spiegel – Widerstand in Kiel

Der Historiker Dr. Volker Jakob spricht über das Leben des jüdischen Rechtsanwalts und Sozialdemokraten Wilhelm Spiegel, der sich früh gegen den Nationalsozialismus engagierte und im März 1933 von Nationalsozialisten ermordet wurde.

Samstag, 25. April 2026, 15.00 Uhr

Stadtgeschichte hoch 3, Hopfenstraße 30

Spiegel kam 1905 nach Kiel und arbeitete hier als Rechtsanwalt. Er engagierte sich politisch in der SPD, war ab 1911 Stadtverordneter und wirkte auch in der jüdischen Gemeinde mit. Bekannt wurde er durch seinen Einsatz für Gegner*innen des Nationalsozialismus, die er als Anwalt vor Gericht verteidigte.
Aufgrund seines politischen Engagements und seiner jüdischen Herkunft geriet Spiegel früh ins Visier der Nationalsozialist*innen. In der Nacht zum 12. März 1933 wurde er in seinem Haus ermordet. Die Täter, vermutlich Mitglieder von SA oder SS, wurden nie zur Rechenschaft gezogen.
Dr. Volker Jakob beschäftigt sich seit Jahrzehnten intensiv mit der Biografie Wilhelm Spiegels. Im Anschluss an den Vortrag gibt es Gelegenheit für Fragen und Austausch.

Der Historiker Dr. Volker Jakob spricht über das Leben des jüdischen Rechtsanwalts und Sozialdemokraten Wilhelm Spiegel, der sich früh gegen den Nationalsozialismus engagierte und im März 1933 von Nationalsozialisten ermordet wurde.

Ende 17.00 Uhr

Eintritt frei

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Film & Gespräch: „Der Häuserfilm“ der Filmgruppe Chaos

Anfang der 1980er Jahre plante die Stadt Kiel, Wohnhäuser am Sophienblatt abzureißen, um die Innenstadt neu zu gestalten. Den Bewohner*innen wurde gekündigt, obwohl die zukünftige Nutzung des Geländes noch unklar war.

Donnerstag, 30. April 2026, 18.00 Uhr

Stadtgeschichte hoch 3, Hopfenstraße 30

Dagegen formierte sich Protest: Häuser wurden besetzt, Menschen stellten die städtische Planung öffentlich infrage. Im Laufe der Zeit fanden sich Investor*innen, um auf dem Gelände das Einkaufszentrum Sophienhof zu bauen.
Die Filmgruppe Chaos dokumentierte diese Ereignisse. Die Filmemacher*innen begleiteten das Leben in den besetzten Häusern und filmten Protestaktionen und politische Diskussionen. So entstand ein Zeitdokument der Kieler Hausbesetzungen und der lokalen Auseinandersetzung um Wohnraum, Stadtentwicklung und alternative Lebensformen in den 1980er Jahren.
Ein Mitglied der Filmgruppe Chaos ist für Fragen und Gespräche vor Ort.

Anfang der 1980er Jahre plante die Stadt Kiel, Wohnhäuser am Sophienblatt abzureißen, um die Innenstadt neu zu gestalten. Den Bewohner*innen wurde gekündigt, obwohl die zukünftige Nutzung des Geländes noch unklar war.

Ende 21.00 Uhr

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Bild: GfG/Gruppe fuer Gestaltung, Michel Ifflaender

Führung durch das Akten- und Fotomagazin des Stadtarchivs Kiel

Das Stadtarchiv Kiel bietet Kieler*innen die Möglichkeit, einen Blick hinter die Tresortüren der ehemaligen Landeszentralbank zu werfen. Dort befinden sich heute die über sechs Regalkilometer Archivalien und mehr als 2 Millionen Fotos, Negative und Bilder.

Donnerstag, 7. Mai 2026, 16.00 Uhr

Stadtgeschichte hoch 3, Hopfenstraße 30

Bitte melden Sie sich unter stadtarchiv@kiel.de an.

Ende 18.00 Uhr

Eintritt frei

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Vortrag & Austausch: Wiederaufbau des jüdischen Lebens in Kiel

Wann entstand nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wieder eine jüdische Gemeinde in Kiel? Und vor welchen Herausforderungen standen jüdische Menschen dabei?

Donnerstag, 7. Mai 2026, 18.00 Uhr

Stadtgeschichte hoch 3, Hopfenstraße 30

Viktoria Ladyshenski, Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein K.d.ö.R., berichtet als Zeitzeugin. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Zuwanderung jüdischer Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion in den 1990er Jahren, die das jüdische Leben vor Ort wieder aufgebaut haben. Nach dem Vortrag gibt es Raum für ein gemeinsames Gespräch.
Wann entstand nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wieder eine jüdische Gemeinde in Kiel? Und vor welchen Herausforderungen standen jüdische Menschen dabei?

Ende 20.00 Uhr

Eintritt frei

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Bild: GfG/Gruppe fuer Gestaltung, Michel Ifflaender

Führung durch das Akten- und Fotomagazin des Stadtarchivs Kiel

Das Stadtarchiv Kiel bietet Kieler*innen die Möglichkeit, einen Blick hinter die Tresortüren der ehemaligen Landeszentralbank zu werfen. Dort befinden sich heute die über sechs Regalkilometer Archivalien und mehr als 2 Millionen Fotos, Negative und Bilder.

Donnerstag, 4. Juni 2026, 16.00 Uhr

Stadtgeschichte hoch 3, Hopfenstraße 30

Bitte melden Sie sich unter stadtarchiv@kiel.de an.

Ende 18.00 Uhr

Eintritt frei

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Aktuelles

Es war ein voller Erfolg: Nach langer Vorbereitung haben wir am 13. März 2026 im Rathaus Hopfenstraße die Werkstatt 20. Jahrhundert mit der Dauerausstellung „Kieler. Zeit. Räume. im Nationalsozialismus“ eröffnet. Rund 150 geladene Besuchende waren dabei, als in einer Gesprächsrunde über die Bedeutung dieses neuen Lern- und Forschungsortes gesprochen wurde.

Am 14. März 2026 kamen mindestens 2.000 Besuchende zu unserem Tag der offenen Tür. Zwischen 11 und 17 Uhr haben Menschen jeden Alters in der Ausstellung geforscht und sind mit uns und untereinander über Geschichte und ihre eigenen Erfahrungen ins Gespräch gekommen.

Von nun ab haben wir jeden Donnerstag und Samstag für euch geöffnet! Wir freuen uns auf deinen Besuch!

Der Weg von der leeren Ausstellungsfläche zur Ausstellung "Kieler.Zeit.Räume. im Nationalsozialismus" ist lang. Nach mehreren Jahren Planung und vielen Monaten Aufbau durch mehrere Gewerke haben wir es fast geschafft! In den nächsten Monaten werden wir nochmal alles geben, um euch zur Eröffnung am 14. März die Ausstellung zur Geschichte Kiels im Nationalsozialismus und 20. Jahrhundert zu präsentieren. Dich erwartet aber nicht nur eine fertige Ausstellung, sondern verschiedene Forschungsangebote, Platz für deine Erkenntnisse und viel Raum für Austausch!

Wir freuen uns jetzt schon auf deinen Besuch!

Lange Zeit haben wir auf eine Baustelle geblickt; jetzt nimmt unsere Ausstellungsfläche langsam Gestalt an. 

Gemeinsam mit der Ausstellungsagentur "oblik identity design" und der "gfg - Gruppe für Gestaltung" planen wir Stück für Stück die Fläche und entwickeln das Ausstellungskonzept. 

Am 14. März 2026 steht die lang ersehnte Eröffnung an – wir freuen uns jetzt schon auf deinen Besuch!

Im Juli 2024 waren die Bürger*innen Kiels eingeladen, sich mit dem sogenannten Afrikaviertel in Neumühlen-Dietrichsdorf und seinen kolonialen Straßennamen auseinanderzusetzen. Im Pop-Up-Pavillon am Alten Markt eröffneten wir einen Raum zum Entdecken und Diskutieren. 

Die Teilnehmenden erforschten die Geschichten hinter den Straßennamen, nahmen neue Perspektiven ein und diskutierten aktiv über mögliche Umbenennungen. Unsere offene Forschungswerkstatt wurde durch Workshops mit Schulklassen und Universitätsseminaren sowie durch eine umfangreiche Veranstaltungsreihe ergänzt.

Wir freuen uns, dass über 600 Menschen an unserer Forschungswerkstatt teilgenommen haben! Das war aber erst der Auftakt, denn wir möchten dich und die gesamte Stadtgesellschaft weiterhin aktiv teilhaben lassen und planen einen weiteren Durchgang der Forschungswerkstatt. Wir laden alle Interessierten herzlich ein, unsere Aktivitäten unter Aktuelles zu verfolgen.

Das ehemalige Bundesbankgebäude in der Hopfenstraße 30 wird neben dem Zentrum auch das Stadtarchiv und die Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte beherbergen. Stückweise entwickelt sich das stadtgeschichtliche Gebäude zu einem lebendigen Forum der Stadtgesellschaft.

Wir tauchen in die Kieler Stadtgeschichte ein, zeigen Leerstellen auf, forschen und greifen eure Fragestellungen auf. Im Zentrum ist es ausdrücklich erwünscht mitzumachen, sich zu vernetzen und auszutauschen – in diesem Sinne öffnen wir den Ort für alle interessierten Bürger*innen, für Schüler*innen und Studierende, bieten Aktionen an und laden zum Entdecken und Erfahren ein.

Informiere dich über die Geschichte Kiels, bring dich in die Geschichtskultur der Stadt ein und komm mit anderen Interessierten in Kontakt!

Bis das Zentrum seine Türen öffnet, ist auf der Baustelle viel los: Es entsteht eine Ausstellung zu Kiel im Nationalsozialismus. In der Dauerausstellung stehen neun Orte aus dem Stadtraum im Mittelpunkt, die von der lokalen NS-Geschichte erzählen. Einer dieser Geschichtsorte ist der Wilhelmplatz.

Die Geschichte dieser Orte im 20. Jahrhundert wird zurzeit erforscht, es werden Darstellungsformen diskutiert und Schüler*innen, Studierende und Interessengruppen einbezogen. Dabei stößt das Zentrum immer wieder auf Wissenslücken und Leerstellen, die wir zeigen und mit dir gemeinsam füllen möchten. 

Du möchtest mehr über die Orte wissen? Du interessierst dich dafür, wie du dich einbringen kannst? Informiere dich über die Orte, verschiedene Partizipationsprojekte und Beteiligungsmöglichkeiten!

So kannst du mitmachen
 

Schauplätze Kieler Geschichte

Hier stellen wir dir stellen nach und nach zentrale Schauplätze der Kieler Geschichte vor. Du bist eingeladen, dich über ihre geschichtliche Bedeutung zu informieren und an der weiteren Erforschung und Einordnung aktiv mitzuwirken.

 

So kannst du mitmachen

 
 

Die Werkstatt 20. Jahrhundert ist Teil von

Stadtgeschichte hoch 3 
Rathaus Hopfenstraße, Hopfenstraße 30, 24103 Kiel
 

Barrierefreiheit:
  • Barrierefreier Eingang mit Automatiktür
  • Öffentlicher Fahrstuhl ins 1. Obergeschoss
  • Räumlichkeiten mit Rollstuhl befahrbar
  • Öffentlicher Schwerbehindertenparkplatz vor der Hopfenstraße 27 in der Ringstraße

Erreichbarkeit:

  • Mit dem Fahrrad: Öffentliche Stellplätze beispielsweise auf der Rückseite des Sophienhofes oder kostenpflichtig im Umsteiger
  • Mit Bus und Bahn: Haltestelle Hauptbahnhof Kiel
  • Mit dem Auto: Öffentliche Parkplätze beispielsweise in der Hopfen- oder Ringstraße oder kostenpflichtige Parkhäuser in der Hopfenstraße; öffentlicher Schwerbehindertenparkplatz vor der Ringstraße 27

 

Donnerstag, 10-18 Uhr

Samstag, 11-16 Uhr

Für Projektarbeiten und Schulklassen nach Anmeldung zusätzlich am Dienstag und Mittwoch geöffnet.

 
 

Der Eintritt und alle Angebite sind kostenfrei!

 
 

Wir zeigen, wie Forschung funktioniert und laden dazu ein, selbst Fragen an die Geschichte zu stellen.

In unserer neuen Dauerausstellung "Kieler.Zeit.Räume. im Nationalsozialismus" erzählen wir anhand von neun Kieler Orten die Geschichte der Stadt im Nationalsozialismus. Historische Dokumente wie Karten, Fotos, Verfolgungsakten und Zeitungen geben Einblicke in die Zeit. Entwickelt wurde die Ausstellung zusammen mit Initiativen und Vereinen wie dem Verband Deutscher Sinti und Roma e. V. - Landesverband Schleswig-Holstein und dem Kieler Beirat für Menschen mit Behinderung. 

Die Ausstellung erzählt keine fertige Geschichte. Auch du bist gefragt! Du kannst mitforschen, Fragen stellen und Kieler Stadtgeschichte aktiv gestalten.

Schulklassen und andere Gruppen sind herzlich eingeladen, Termine in der Werkstatt zu buchen, um die Ausstellung zu sehen, sich aktiv einzubringen und eigene Projekte umzusetzen!

Als Forschungszentrum arbeitet die Werkstatt 20. Jahrhundert eng mit dem Stadtarchiv und Forschungsinstitutionen zusammen. Interessierte Forschende sind herzlich eingeladen, Kontakt aufzunehmen, sich zu vernetzen und Synergien zu nutzen.