Grün.Flächen.Zukunft. Freiraumplanung für ein vielfältig nutzbares Stadtgrün
Das Kieler Stadtgrün hat eine große Bedeutung für das Leben in der Stadt. Grünanlagen sind Orte der Begegnung und Orte der Stadtgeschichte. Sie dienen der Naherholung, der Freizeit, der Bewegung und sind gleichzeitig wichtige Lebensräume für Pflanzen und Tiere.
Das Grünflächenamt kümmert sich um eine attraktive und lebenswerte Gestaltung aller Grünanlagen und entwickelt sie im Hinblick auf Biodiversität und Klimawandel weiter.
Aktuelle Freiraumprojekte
Grünzug Schulredder
Mit der Umgestaltung des Grünzugs Schulredder entsteht zwischen Holtenauer Straße, Elendsredder und Projensdorfer Straße ein vielseitig nutzbarer Naherholungsraum für die Menschen in den umliegenden Quartieren. Die etwa 9 Hektar große Fläche umfasst Wiesenflächen mit lockerem und wertvollem Gehölzbestand und Streuobstwiesen, ein Gewässer (Marschsee) sowie Spiel- und Sportflächen. Der in die Jahre gekommen Grünzug wird ab 2025 im Zuge der integrierten Stadtteilentwicklung Kiel-Wik neu gestaltet. Neben einer Aufwertung der Aufenthaltsqualität und einem neu gestalteten Spiel- und Sportangebot liegt ein Schwerpunkt der Planung auf der Stärkung der ökologischen Funktion des Areals.
Landschaftsstrand Hasselfelde
Jahrzehntelang wurde der Strand auf dem Ostufer der Kieler Förde überwiegend militärisch und gewerblich genutzt. Nach Aufgabe dieser Nutzung Mitte der 1990er Jahre hat sich Wald und andere Vegetation auf den Ruinenresten und Schotterflächen angesiedelt, darunter auch Vegetation, die im Kieler Stadtgebiet sonst nur selten zu finden ist. In der Bevölkerung erfreut der Strand sich einer zunehmend wachsenden Beliebtheit. Im Jahr 2021 wurde deshalb das Entwicklungskonzept "Landschaftsstrand Hasselfelde" erstellt, das in der Folge planerisch konkretisiert wurde und seit 2025 baulich umgesetzt wird. Ziel der Umgestaltung ist eine naturverträgliche Erholungsnutzung mit Badeangebot, das voraussichtlich ab Mitte 2026 der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen wird.
Schützenpark
Der Schützenpark zählt zu den ältesten Parkanlagen Kiels. Er wurde ab 1903 angelegt und galt nach seiner Fertigstellung als eine der schönsten Parkanlagen Kiels. Im Zweiten Weltkrieg wurde seine ursprünglich sehr elegante Ausstattung mit Sitznischen, Terrassen und Pergolen größtenteils zerstört. Seit 2016 wird der Schützenpark aufgewertet mit dem Ziel, seine ursprünglich hohe Aufenthaltsqualität wieder herzustellen und zugleich seine blau-grüne Infrastruktur auszubauen. Neben dem Ausbau der Grünanlage am Ostende (Exerzierplatz) sowie am Westende (Westring) sind unterem die Entschlammung des Teiches, die Neugestaltung der Wege, ein klimafreundliches Regenwassermanagement sowie die Errichtung eines Steges oder einer Terrasse am Teich geplant.
Alte Gleisharfe
Über viele Jahre hat sich die Natur das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Kiel-West zurückerobert. Auf der etwa 1 Hektar großen Fläche zwischen Universitätscampus und Veloroute 10 ist nach Stillegung des Bahnhofs ein lichtes Birkenwäldchen entstanden, das als ökologische Besonderheit gilt und im Sinne des Naturschutzes erhalten und weiterentwickelt werden soll. Von 2019 bis 2024 ist die Fläche zur öffentlichen Grünanlage entwickelt worden. Inmitten der besonderen Atmosphäre zwischen Alten Bahnrelikten und Natur ist so eine neuer, attraktiver Naherholungsraum für die bislang mit Grünanlagen unterversorgten Quartiere rund um die Universität entstanden.
Grün- und Spielanlage am Albert-Schweitzer-Weg
Die Grün- und Spielanlage am Albert-Schweitzer-Weg in Dietrichsdorf besitzt mit ihrerehemaligen Plansche und ihrer besonderen Topografie einen einzigartigen Charakter. Daran orientierte sich die im Herbst 2025 abgeschlossene Umgestaltung. Entstanden sind mehrere Spielflächen für Kinder aller Altersstufen. Im Bereich der ehemaligen Plansche treffen sich die älteren Kinder zum Skaten, Basketball- und Fußballspielen. Für Kinder zwischen drei und zehn Jahren sind zwei Spielflächen entstanden, auf denen Spielelement aus Stahlrohren und Rundhölzern eine ganze Landschaut aus Tierwelten, Nestern und Höhlen entstehen lassen. Beide Bereiche werden durch eine Hangrutsche verbunden. Der Wald als ungestörter Ort der Ruhe bleibt weitestgehend von Nutzung frei. Unter den Bäumen sind Sitzplätze und ein langer Tisch angeordnet, die zum Verweilen oder für das Picknick zwischendurch dienen.
Konzepte und Leitfäden