Tipps für ein klimafreundliches Weihnachten
Das Weihnachtsfest steht für Besinnlichkeit, Beisammensein und Leckereien. Doch leider sind mit ihm auch Überkonsum, Energie- und Ressourcenverbrauch sowie Lebensmittelverschwendung verbunden. Für ein möglichst klimafreundliches Weihnachtsfest gibt es hier ein paar Tipps.
Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum …
Klimafreundliche Weihnachtsbäume von lokalen Anbietern
Die meisten Bäume stammen aus Skandinavien, Osteuropa oder Irland. Hierbei entstehen hohe CO2-Emissionen durch Transport sowie durch den Einsatz von Pestiziden und Düngern auf den Plantagen. Kein Weihnachtsbaum zu haben, wäre natürlich die klimafreundlichste Variante.
Wer auf dieses Element an Weihnachten nicht verzichten kann, könnte Laubbaum- oder Nadelbaumgeäst von Rückschnitten aus dem Garten schmücken.
Außerdem gibt es Alternativen aus ökologischen Baumkulturen, die auf mineralische Düngung und Pestizide verzichten, zum Beispiel bei Fair Trees oder bei lokalen Anbietern aus Schleswig-Holstein wie Wolfgang Schnau (Das Bio-Siegel für unsere Weihnachtsbäume - Schnau Tannenkultur).
Ein Baum unterm Weihnachtsbaum …
Eine Baumspende als Weihnachtsgeschenk
Wie wäre es, wenn dieses Jahr ein Baum unterm Baum liegt – in Form eines Geschenks? Statt einen Baum zu fällen oder fällen zu lassen, kann man einem Baum ins Leben helfen und ihn verschenken. Eine Baumspende ist ein ökologisches und sehr originelles Geschenk, mit dem Sie einen Beitrag zum Klima- und Naturschutz leisten.
Wenn auch Ihren Liebsten das Klima am Herzen liegt, tun Sie dem Planeten gemeinsam etwas Gutes. Ob Sie Bäume in Ihrer Region, in Deutschland oder in anderen Ländern pflanzen lassen möchten, können Sie entscheiden. Unter den folgenden Links finden Sie Möglichkeiten für eine Baumspende und Aufforstungsprojekte:
- PRIMAKLIMA e.V. – Bäume verschenken
- Baum spenden und nachhaltiges Geschenk machen
- Bäume spenden | Aufforstung Deutschland Baumpflanzung
- SchutzWald | ForestFinance (Regenwald)
Unser Tipp: Am 24. Dezember 24 Bäume verschenken – so erinnert schon die Zahl noch lange an das gemeinsame Weihnachtsfest.
Die klimafreundlichste Variante ist natürlich, wenn ein Baum-Geschenk als Alternative zum Tannenbaum im Wohnzimmer dient und somit auf einen richtigen Baum verzichtet wird. Wer dennoch nicht auf einen Baum verzichten möchte, kann die folgenden Varianten ausprobieren:
Alternative Weihnachtsbäume
Ein Tannenbaum, der niemals seine Nadeln verliert
Tannenbäume sind das Symbol schlechthin für die besinnliche Weihnachtszeit. Doch die Freude an Weihnachtsbäumen währt meist nur kurz, denn wenige Tage vor dem Fest wird der Baum aufgestellt und wenige Tage danach wieder rausgeschmissen.
Wer bereit ist auf die traditionelle Variante zu verzichten, kann auch anders festliche Stimmung aufkommen lassen – und das alle Jahre wieder. Viele Einrichtungsläden bieten inzwischen Holz- oder Metallgestelle in Weihnachtsbaumform an, welche nach eigenem Geschmack geschmückt und dekoriert werden können.
Wer zu Hause wenig Platz hat oder einfach das Symbol eines Weihnachtsbaumes schön findet, kann sich auch selbst einen Baum an die Wand bringen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten zum Selbermachen: ein Baumposter, buntes Tape in baumförmigen Querstreifen oder geschwungenem Zickzack, oder einfach eine Lichterkette, die mit kleinen Nägeln in der Wand in Form eines Baumes befestigt wird.
Mehr Inspiration zu Alternativen für Weihnachtsbäume finden Sie hier:
Sind die Lichter angezündet ...
Stromsparende Weihnachtsbeleuchtung mit LED
Alleine am ersten Weihnachtsfeiertag werden in Deutschland rund 480 Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht - das ist ein Viertel mehr als an einem durchschnittlichen Wintertag. Der Verbrauch der gesamten weihnachtlichen Beleuchtung beträgt etwa 760 Millionen Kilowattstunden. Zum Vergleich: Das ist so viel, wie 150.000 Vierpersonenhaushalte in einem ganzen Jahr verbrauchen, bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 5.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr.
Um hier zu sparen, setzt man bei der Weihnachtsbeleuchtung am besten auf LED: Bei einer Brenndauer von 12 Stunden pro Tag über zwei Wochen verursacht eine LED-Lichterkette mit 200 Lämpchen nur Stromkosten von ungefähr 50 Cent. Eine Lichterkette mit Glühlämpchen bringt es dagegen auf fast sieben Euro.
Ob LED- oder Glühlämpchen, generell kann die Beleuchtung sparsam eingesetzt und durch eine Zeitschaltuhr geregelt werden. Das spart Strom und Geld, denn mitten in der Nacht oder am helllichten Tag bewundert die Lichter kaum jemand.
Klimafreundlich schlemmen
Ein Festessen saisonal, regional und in Bio-Qualität
An Weihnachten darf natürlich das Festessen nicht fehlen. Doch es darf ruhig saisonal, regional und in Bio-Qualität sein. Produkte, die in der Region angebaut werden, legen einen kürzeren Weg in den Laden oder auf den Markt zurück. Das verringert den CO2-Ausstoß beim Transport. Mit einer vegetarischen oder gar veganen Speisealternative werden weitere CO2-Emissionen vermieden.
Eine Übersicht zu den Kieler Wochenmärkten und deren Daten erhalten Sie hier:
Weniger ist mehr …
Wieviel Geschenke braucht es wirklich?
Beim Schenken heißt es „weniger ist mehr“ angefangen bei der Menge, über die Art des Geschenkes, bis hin zur Verpackung. Überlegen Sie, was Sie eventuell gebraucht kaufen oder selber machen können.
Es müssen nicht immer materielle Geschenken sein. Ein Gutschein für ein gemeinsames Erlebnis oder eine Aktion ist eine Alternative. Weitere Möglichkeiten sind ein Gutschein für einen nachhaltigen Einkauf oder für Strom aus erneuerbaren Energien oder für den Artenschutz, um nur einige zu nennen.
Einpacken, um Auszupacken?
Umweltfreundliche Geschenkverpackungen
Die Geschenkzeremonie und das Auspacken der Geschenke ist bei vielen eine Tradition am Weihnachtsabend – eine Tradition, mit der meist große Mengen an Müll einhergehen. Auch beim Verpacken der Geschenke gibt es umweltfreundlichere Varianten:
- Mehrere Geschenke zusammen verpacken: So wird Verpackungsmaterial gespart und die Überraschung ist umso größer.
- Alternativen zu klassischem Geschenkpapier, Tesafilm und Geschenkband finden: Wie wäre es mit alten Zeitungen oder Stofftüchern, in die das Geschenk eingewickelt werden kann und drum herum eine Paketschnur oder ein Naturband? Als Verzierung können Zweige oder andere Naturmaterialien verwendet werden. Damit ist der Auspackspaß garantiert und vielleicht noch aufregender als sonst…
- Wiederverwendbare Verpackungen: Hierfür eignen sich Dosen, Schachteln, Tüten oder Säckchen sehr gut. Es funktioniert aber auch mit normalem Naturgeschenkpapier, sofern es vorsichtig ausgepackt und zusammengefaltet wird.
Ihr Tipp für ein klimafreundliches Weihnachten?
Wie gestalten Sie iher Weihnachten möglichst klimaneutral? Haben Sie noch Tipps, die wir nicht berücksichtigt haben?
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