Masterplan 100% Klimaschutz

Entwicklungsprozess – Der Weg zur Klimaschutzstrategie

Im Rahmen der einjährigen Konzeptphase wurde seit Sommer 2016 durch SCS Hohmeyer | Partner GmbH aus Flensburg die Klimaschutz-Strategie „Masterplan 100 % Klimaschutz“ für die Landeshauptstadt Kiel erstellt.

Das Konzept zeigt, wie Kiel bis zum Jahr 2050 die Klimaneutralität erreichen kann und welche Rahmenbedingungen hierfür notwendig sind.

Folgende Projektschritte wurden dabei berücksichtigt:

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Projektschritte bei der Entwicklung des Masterplan 100% Klimaschutz

Ausgangspunkt für die Konzepterstellung war die Analyse des Status-Quo. Dieser Projektschritt umfasste die Bilanzierung des Endenergieverbrauchs und der Treibhausgas-Emissionen, die derzeit in der Landeshauptstadt verursacht werden sowie eine qualitative und quantitative Bewertung der bestehenden Anstrengungen und Maßnahmen für den lokalen Klimaschutz.

Das Projekt „Masterplan 100 % Klimaschutz“ zielt darauf ab, die Motivation und die Initiative für den kommunalen Klimaschutz einem möglichst großen Teil der Einwohner*innen sowie der Wirtschaft nahe zu bringen und zum Mitmachen anzuregen. Hierfür war es notwendig, zentrale Akteure und Multiplikatoren – die Schlüsselakteure – für den Prozess zu identifizieren, zu aktivieren und für das weitere Vorgehen mit einzubinden .

Basis für das Konzept zur CO2-Neutralität war die Potenzialanalyse aller lokal umsetzbaren Maßnahmen im Klimaschutz: Maßnahmen zur Reduzierung des Verbrauchs an Energie, Maßnahmen zur effizienteren Nutzung der Energie und schließlich Maßnahmen zur 100 % regenerativen Strom-, Wärme- und Kraftstoffversorgung. Welche Maßnahmen können in welchem Umfang umgesetzt werden und welchen Beitrag zur Treibhausgaseinsparung können diese leisten? Diese Fragen wurden im Rahmen der Potenzialanalyse beantwortet.

Die im Rahmen der Potenzialanalyse betrachteten Maßnahmen wurden anschließend zusammen mit Expert*innen und Einwohner*innen in einen abgestimmten und übergreifenden Maßnahmenplan aufgenommen. Wie die Maßnahmen zusammenwirken und welche Akteure für die Umsetzung zuständig sind, wurde im Rahmen von 14 thematischen Workshops unter breiter Beteiligung diskutiert und festgelegt.

Zur Umsetzung der Maßnahmen zur CO2-Neutralität im Jahr 2050 bedarf es der Mitarbeit und der Motivation der Akteure und Einwohner*innen, die für die Umsetzung verantwortlich sind. Im Prozessschritt Umsetzungsmaßnahmen und umsetzungsorientierte Öffentlichkeitsarbeit wurden daher Formate und Kampagnen entwickelt, um die Verantwortlichen für die Umsetzung von Maßnahmen zu motivieren, informieren und bei der Umsetzung zu unterstützen.

Der in den Workshops entwickelte Maßnahmenplan wurde im Rahmen von Szenarien aufeinander abgestimmt, um herauszufinden, unter welchen Bedingungen und in welcher Kombination von Maßnahmen die Ziele des Projekts „Masterplan 100 % Klimaschutz“ erreicht werden können. Unterschiedliche Wege zur Zielerreichung konnten so miteinander verglichen werden, um daraus die Handlungsempfehlungen ableiten zu können. Der auf diese Weise entwickelte Maßnahmenkatalog wurde in Form von Maßnahmensteckbriefen übersichtlich aufbereitet.

Der letzte Teilschritt des Projekts ist die Vorbereitung der Umsetzungsphase. Ausgewählte Maßnahmen und Vorhaben (z. B. die energetische Sanierung von Stadtquartieren, nachhaltige Kieler Woche, Projekt „Wohnen leitet Mobilität“) wurden im Detail weiter ausgearbeitet. Hierdurch wird eine geeignete Grundlage für das weitere Vorgehen der Stadtverwaltung sowie der beteiligten Akteure im Klimaschutz für die kommenden Jahre gelegt.

Transparenz und Akzeptanz

Besonderer Wert wurde bei der Erstellung der Klimaschutzstrategie auf einen transparenten und partizipativen Ansatz gelegt: Die Klimaschutzstrategie sollte die kielspezifischen Rahmenbedingungen berücksichtigen und somit realistische Maßnahmen und Klimaschutzziele definieren.

Denn für die Qualität und die Akzeptanz der Klimaschutzstrategie sowie für deren Umsetzung außerhalb des kommunalen Einflussbereichs ist es wichtig, dass lokale Expert*innen, Entscheidungsträger*innen sowie Kieler*innen einbezogen sind.

Workshops und Gespräche

Um die Akteure und Kieler*innen für die Zielsetzungen des Projekts „Masterplan 100 % Klimaschutz“ zu gewinnen und motivieren, wurden insgesamt 14 Workshops zu klimaschutzrelevanten Themenfeldern durchgeführt.

In den Workshops wurde zunächst gemeinsam der Status-Quo ermittelt. Anschließend wurden die Potenziale und Maßnahmen für die verschiedenen Handlungsbereiche definiert und entwickelt. Darüber hinaus fand ein Austausch über bestehende Hemmnisse und mögliche Lösungsansätze statt sowie die Vernetzung unterschiedlicher Akteure, die neue Kooperationen und Denkansätze ermöglicht.

Zusätzlich zu den Workshops wurden ca. 35 Arbeitstreffen mit lokalen Akteuren und Expert*innen durchgeführt. Insgesamt nahmen ca. 1.000 Personen an Gesprächen und Veranstaltungen teil, die über 120 Organisationen vertraten.

Die guten Ideen und Anregungen, die realistischen Einschätzungen sowie das Engagement dieser Personen haben entscheidend zu dem Erfolg und der Qualität der neuen Klimaschutzstrategie „Masterplan 100 % Klimaschutz“ beigetragen.

In der folgenden Chronik befindet sich eine Übersicht der durchgeführten Workshops sowie die jeweiligen Workshop-Dokumentationen.  

Chronik

Die Ratsversammlung hat am 16. November die neue Klimaschutzstrategie „Masterplan 100 % Klimaschutz“ für die Landeshauptstadt Kiel beschlossen.

Das Dokument mit rund 750 Seiten und über 250 Maßnahmen bildet einen ausführlichen Leitfaden für eine klimafreundliche Entwicklung unserer Stadt bis zum Jahr 2050.

In 14 Workshops und zahlreichen Expertengesprächen wurden gemeinsam mit rund 1.000 mitwirkenden Akteur*innen aus den Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung realistische Einschätzungen hinsichtlich möglicher Klimaschutzpotenziale gegeben, Ideen zur Zielerreichung gesammelt sowie Lösungsansätze für bestehende Hemmnisse diskutiert.

Die Workshopergebnisse zeigen, dass bereits unter den heutigen Rahmenbedingungen eine Reduktion des Endenergiebedarfs um 44 % und eine Treibhausgas-Reduktion um 96 % wirtschaftlich und technisch möglich ist.

Mit dem Beschluss der Ratsversammlung ist die weitere Klimaschutzarbeit nun neu verankert und mit weiteren langfristigen ambitionierten Einsparzielen versehen worden. Durch die Umsetzung der Klimaschutzstrategie nutzt die Landeshauptstadt Kiel die Möglichkeit, als Vorreiter voranzugehen und im Klimaschutz besonders aktiv zu werden.

Der vollständige Bericht zu der neuen Klimaschutzstrategie kann hier heruntergeladen werden.

Bereits zum dritten Mal nimmt Kiel am bundesweiten „Stadtradeln“ des Klimabündnisses teil. Bisher haben sich bereits über 300 Kieler Radler*innen registriert, die vom 4. bis zum 24. September Kilometer sammeln, Treibhausgase vermeiden und zu einer Verbesserung der Luft beitragen. Auch die Klimaschutzstadt Kiel ist mit einem Team dabei.
Leisten auch Sie Ihren persönlichen Beitrag zum Klimaschutz und melden Sie sich an unter:

www.stadtradeln.de/kiel/

Unser Viertel soll klimafreundlich werden!
Nirgendwo sonst ist Klimaschutz so sicht- und greifbar wie direkt vor Ort in Ihrer Nachbarschaft und nirgendwo sonst können Sie so einfach mit anpacken und mit dabei sein wie in dem Viertel, in dem Sie sich auskennen und zu Hause fühlen! Zusammen mit interessierten Einwohner*innen und den Kieler Ortsbeiräten wurden folgende Punkte diskutiert:


- Welche Möglichkeiten gibt es, nachhaltige Mobilität, Energieeffizienz und nachhaltige Lebensstile direkt in Ihrem Stadtviertel schon morgen anzupacken?
- Welche Ideen und Anknüpfungspunkte gibt es für konkrete Projekte vor Ort?
- Wie können gute Beispiele verbreitet werden?
- Welche Unterstützung und Motivation sind notwendig, um bürgerschaftliches Engagement für den Klimaschutz zu fördern?
- Wie können die Bürger und Ortsbeiräte in den stadtweiten Klimaschutzprozess eingebunden werden?

Die Dokumentation kann hier heruntergeladen werden.

Die Kieler Fernwärme ist eine klimafreundliche Form der Energieversorgung für die Gebäude und Unternehmen in der Landeshauptstadt - und das seit mehr als 100 Jahren. Wenn die zentrale Wärmeerzeugung auf eine CO2-neutrale und regenerative Basis gestellt wird, dann erfolgt die Umstellung automatisch auch für die angeschlossenen Gebäude.

Mit welcher Strategie die Kieler Fernwärme zukünftig einen wachsenden Gebäudebestand zukunftsfähig und kostengünstig mit Wärme versorgen kann und welche Herausforderungen für den Betrieb des Fernwärmenetzes auftreten, wenn der Wärmeverbrauch durch Energieeffizienzmaßnahmen kontinuierlich zurückgehen wird, dies wurde auf dem Workshop „Zukunft der Fernwärme“ behandelt. Die Zielgruppe für den Workshop waren Expert*innen der Stadtwerke sowie aus der Wohnungswirtschaft und aus dem Bereich Unternehmen.

Die Dokumentation kann hier heruntergeladen werden.

Im Rahmen der Entwicklung des "Masterplans 100 % Klimaschutz" sollen in Summe mehr als hundert Einzelmaßnahmen im Detail festgelegt und betrachtet werden. Im Rahmen des Halbtagesworkshops „Umsetzungsstrategien“ wurde diskutiert, wie diese Maßnahmen bestmöglich in die Tat umgesetzt werden können.

Der Workshop richtete sich an die Teilnehmer*innen der vorangegangenen Workshops und weitere interessierte Akteure, die motiviert sind, sich auch in Zukunft während der Umsetzungsphase für den Klimaschutz stark zu machen.

Es wurde diskutiert, wie Zielgruppen angesprochen und motiviert werden können, aktiv zu werden (z.B. durch Erfolgsbeispiele oder Wettbewerbe), durch welche Formen der Öffentlichkeitsarbeit die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen vorangebracht werden kann und wie das Engagement der Akteure für den lokalen Klimaschutz in Kiel zukünftig organisiert werden kann (z.B. durch thematische Arbeitsgruppen, Netzwerke).

Die Dokumentation kann hier heruntergeladen werden.

Die Präsentation der Landeshauptstadt Kiel kann hier heruntergeladen werden.

Die Präsentation von SCS Hohmeyer und Partner GmbH kann hier heruntergeladen werden.

Wie ist es möglich, die Energiewende in Kiel Wirklichkeit werden zu lassen und unsere Gebäude, Unternehmen und Mobilität zu jeder Stunde eines Jahres durch eine CO2-neutrale, Energieversorgung auf Basis von regenerativen Energieträgern zu decken? Diese Fragestellung wurde im Rahmen des Ganztagesworkshops „CO2-neutrale Energieversorgung“ eingehend beleuchtet und diskutiert.

Mit Hilfe einer Modellierung der zukünftig zu erwartenden Lastgänge des Energieverbrauchs und der in der Region zur Verfügung stehenden Potenziale regenerativer Energieträger wurde untersucht, welcher Anteil des zukünftigen Energieverbrauchs in der Landeshauptstadt regional gedeckt werden kann und zu welchem Anteil erneuerbare Energie aus anderen Regionen bezogen werden muss. Der Workshop richtete sich an Expert*innen aus dem Bereich Energiewirtschaft und regenerative Energien.

Die Dokumentation kann hier heruntergeladen werden.

Die Präsentation der Landeshauptstadt Kiel kann hier heruntergeladen werden.

Die Präsentation von SCS Hohmeyer und Partner GmbH kann hier heruntergeladen werden.

Die aktuelle Prognose der Landesregierung zur Bevölkerungsentwicklung sieht vor, dass im Jahr 2030 knapp 270.000 Menschen in der Landeshauptstadt leben und wohnen werden. Die Herausforderung einer wachsenden Stadt im Projekt „Masterplan 100% Klimaschutz“ ist es, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, Grünflächen zu erhalten und gleichzeitig einen hohen Standard im Hinblick auf die CO2-Emissionen zu erreichen.

Der Workshop „Wachsende Stadt“ richtete sich vor diesem Hintergrund an Expertinnen und Experten aus den Bereichen Stadt- und Verkehrs- und Landschaftsplanung sowie Energieversorgung. Es sollte betrachtet werden, mit welchen Instrumenten der Stadt- und Bauleitplanung eine klimafreundliche Entwicklung von Quartieren und (öffentlichen) Bauvorhaben gestaltet werden kann, die im Sinne der sozialen Nachhaltigkeit auch einen großen Fokus auf die Bezahlbarkeit des Wohnens legt.

Die Dokumentation kann hier heruntergeladen werden.

Die Präsentation der Landeshauptstadt Kiel kann hier heruntergeladen werden.

Die Präsentation von SCS Hohmeyer und Partner GmbH kann hier heruntergeladen werden.


Gerade für energieintensive Industrieunternehmen spielen die Kosten der Energieversorgung eine große Rolle wenn es um die Wettbewerbsfähigkeit im Markt geht.

Gesetzliche Anreize zur Etablierung eines betrieblichen Energiemanagements haben zusätzlich dazu geführt, dass Energieverbrauch und Energieeffizienz in den Unternehmen eine hohe Beachtung finden.

Der Workshop „Industrieunternehmen“ richtete sich an Fachleute des betrieblichen Energiemanagement und Facility Managements der Kieler Industrieunternehmen.

Ziel des Workshops war es, die Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz vor dem Hintergrund steigender Energiepreise und zunehmenden gesetzlichen Anforderungen genau unter die Lupe zu nehmen und mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu betrachten, ob und wie die Unternehmen zukünftig durch den Austausch von Best Practice im Bereich Energieeffizienz von Querschnittstechnologien voneinander lernen können.

Die Dokumentation der Veranstaltung können Sie hier herunterladen.

Mehr als 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sammelten und diskutierten an Themen-Tischen wie es gelingen kann, bis zum Jahr 2050 den mit dem Verkehr einhergehenden Energieverbrauch und die resultierenden Emissionen drastisch zu senken.

Die vorgebrachten Ideen reichten von konkreten Vorschlägen wie einer „grünen Welle“ für Radfahrende und mehr Fahrradgaragen im Stadtgebiet bis hin zu Grundsätzlichem. So wurde im Schloss darüber diskutiert, ob Busse einer voraussichtlich stark steigenden ÖPNV-Nachfrage künftig überhaupt gerecht werden können und wie man das Zufußgehen attraktiver machen könne.

Der Bürgerworkshop wurde in Kooperation der Projekte „Masterplan 100% Klimaschutz“ der Landeshauptstadt Kiel und „Masterplan Mobilität“ der KielRegion gemeinsam ausgerichtet.

Die Dokumentation des Workshops können Sie hier herunterladen.


Die Ergebnis-Wände

Das Masterplan-Team der Stadt wird die Ideen nun detailliert auflisten, strukturieren und in die Planungen des Masterplans einfließen lassen. Eine ausführliche Dokumentation des Workshops folgt. Bis dahin finden Sie hier eine Fotodokumentation der Ergebnisse.

Klicken Sie auf die Bilder der Ergebnis-Wände, um sie größer anzuzeigen. Sollten Sie eine noch größere Darstellung der Bilder benötigen haben Sie zusätzlich die Möglichkeit ein PDF-Dokument mit hoher Auflösung der Ergebniswände zu betrachten.

Fotodokumentation (PDF 2,3 MB)

Zukunftsfähige und verantwortungsbewusste Unternehmen haben Ihren Energieverbrauch und Ihre Energiekosten genau im Blick, investieren in energieeffiziente Technologien und motivieren ihre Mitarbeiterinnen und ihre Mitarbeiter zu energieeffizientem Verhalten.

Der Workshop „Gewerbe, Handel und Dienstleistungen“ hatte zum Ziel, die Potenziale zur Reduzierung des Energieverbrauchs durch zukunftsfähiges und klimafreundliches Wirtschaften bis zum Jahr 2050 zu ermitteln.

Für die drei Gruppen „industrieähnliche Unternehmen und Handwerker“, „haushaltsähnliche Unternehmen“ sowie „Handel und Logistik“ wurden Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs in den Querschnittstechnologien (zum Beispiel Beleuchtung, Informations- und Kommunikation oder Lüftung und Klimatisierung) betrachtet.

Darüber hinaus diskutierten die teilnehmenden Fachleute aus den verschiedenen Wirtschaftsbereichen darüber, wie das Thema Klimaschutz im Unternehmen verankert und im Alltag „gelebt“ werden kann.

Die Dokumentation der Veranstaltung können Sie hier herunterladen.

Wände voller Ideen und eine Menge Motivation in der Luft waren das Ergebnis des Workshops zum klimafreundlichen Alltag am 17. Januar 2017. Über 80 Teilnehmer hatten sich zusammengefunden, um zu diskutieren, was alle Kielerinnen und Kieler zum Klimaschutz beitragen können.

Zu Beginn der Veranstaltung freute sich Bürgermeister Peter Todeskino über die rege Teilnahme und rief dazu auf, beim nächsten Mal Freunde und Bekannte mitzubringen, damit Kiel in den nächsten Jahren nach und nach 240.000 KlimaschützerInnen aufweisen könne. Ein mögliches Rezept für einen klimafreundlichen Lebenswandel stellte die Familie Delaperrière vor. Sie gab Einblicke, wie sie Schritt für Schritt ihren Alltag umgestaltet, mit dem Ziel weniger Müll zu produzieren.

Sechs Thementische halfen dann die Ideen der Workshop-Teilnehmer zu strukturieren: Beratungsangebote für den Klimaschutz zu Hause, Energiespartechnik im Haus, nachhaltiger Konsum, nachhaltige Ernährung, nachhaltige Nachbarschaft und Klimaschutz in der Freizeit. Schnell kamen daran zahlreiche konkrete Ideen und weiterzudenkende Ansätze zusammen: Von der Energiesparberatung als „Tupperparty“, nachbarschaftlichem Werkzeugtausch, dem Freizeitbus mit Platz für Surfbretter und Kinderwagen bis zur nachhaltigen Kieler Woche.

Die Dokumentation des Workshops kann hier heruntergeladen werden.

Aufbauend auf dem Halbtagesworkshop „Nachhaltige Mobilitätsstrategie 2050“ wurde auf dem Ganztagesworkshop zur Mobilität der Zukunft diskutiert.

Welche Maßnahmen sind im Detail und ganz konkret notwendig, um die zuvor im Projekt ins Auge gefassten Veränderungen des Mobilitätssystems tatsächlich herbeizuführen? Fachleute aus den Bereichen Verkehrsplanung, Radverkehr, ÖPNV, Elektromobilität sowie Vertreterinnen und Vertreter von NGOs haben die Projekte und Maßnahmen definiert, die für die Verkehrswende in Kiel entscheidend sind.

Die Schwerpunkte der Betrachtung lagen auf den Bereichen Verzahnung der Verkehrsmittel, Mobilität ohne eigenes Auto, betriebliches Mobilitätsmanagement, Kfz-verkehrsreduzierende Stadtplanung sowie der Elektromobilität.

Die Dokumentation des Workshops kann hier heruntergeladen werden.

Die Kieler Haushalte haben mit ihrem Strom- und Wärmebedarf von allen Sektoren den größten Anteil am Energieverbrauch in der Landeshauptstadt. Der überwiegende Teil dieses Energieverbrauchs ist auf das Heizen der Wohnräume zurückzuführen.

Ziel des Halbtagesworkshops „Wohnungs- und Immobilienwirtschaft“ war es, den Kieler Wohnbestand systematisch im Hinblick auf die Potenziale zur Reduzierung des Fernwärme- und Brennstoffbedarfs zu untersuchen. Fachleute der Kieler Wohnungsbauunternehmen und aus der Immobilienwirtschaft diskutierten, wann und in welchem Umfang der Energiebedarf der Wohngebäude reduziert werden kann und welche Kosten dadurch entstehen.

Die Dokumentation des Workshops kann hier heruntergeladen werden.

Volle Ökostrom-Power für klimafreundliche Mobilität in Kiel. Mit drei neuen öffentlichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge bauen die Stadtwerke Kiel ihr Angebot für Elektromobilisten und alle die es werden wollen in der Stadt deutlich aus.

Die Landeshauptstadt Kiel unterstützt sie dabei mit Parkplätzen, die jeweils nur von Elektroautos genutzt werden dürfen. Weitere Ladestationen sollen das Angebot an Ladeinfrastruktur in den kommenden Jahren erweitern und so die klimafreundliche Mobilität im Sinne des Masterplan 100% Klimaschutz unterstützen.

Im Ganztagesworkshop „Öffentliche Liegenschaften“ wurde der Einflussbereich von Stadt, Land und Bund in den Fokus der Klimaschutzbetrachtungen gerückt. Mit welcher Strategie kann die öffentliche Hand die Zielsetzungen des „Masterplans 100% Klimaschutz“ bezüglich ihrer eigenen Gebäude bis zum Jahr 2050 erreichen und dabei ein Vorbild sein für die anderen Sektoren und Bereiche der Stadt?

Diese Frage wurde zusammen mit Expertinnen und Experten aus dem Bereich öffentliche Liegenschaften diskutiert, indem die Potenziale zur Reduzierung des Strom- und Wärmeverbrauchs sowie die Möglichkeiten der erneuerbaren Energieerzeugung im Detail betrachtet wurden.

Die Dokumentation zu diesem Workshop finden Sie hier.

Im Halbtagesworkshop „Energie- und CO2-Bilanz“ stimmten sich die Expertinnnen und Experten aus verschiedenen Bereichen ab, wie die neue, bundesweit einheitliche Methodik (BISKO) zur Bilanzierung im kommunalen Klimaschutz konkret für die Landeshauptstadt Kiel Anwendung finden kann.

In einem weiteren Schritt wurde geprüft, welche Daten und Informationen von welchen Akteuren in welchen Zeitabständen erhoben werden können und sollten, um den Fortschritt des kommunalen Klimaschutzes durch die Fortschreibung der Energie- und CO2-Bilanz zukünftig regelmäßig ermitteln zu können.

Die Dokumentation zu diesem Workshop finden Sie hier.

Wie Kiel bis 2050 klimaneutral werden kann, war das Thema am Mittwochabend, 21. September 2016 im Norbert-Gansel Hörsaal der Christian-Albrechts-Universität. Das Projektteam der Stadt stellte in einer Informationsveranstaltung den „Masterplan 100 % Klimaschutz“ vor.

Zur Begrüßung lud Bürgermeister Todeskino die rund 130 Gäste im gut gefüllten Hörsaal und alle Kielerinnen und Kieler ein, sich bis zum Sommer 2017 aktiv in den Planungsprozess einzubringen.

Wetterexperte Dr. Meeno Schrader erläuterte eindringlich, welche Veränderungen bevorstehen und ermutigte, umzudenken.

Die Notwendigkeit zum Handeln unterstrich ebenso Prof. Dr. Olav Hohmeyer, langjähriger und international tätiger Klimaforscher aus Flensburg. Jetzt sei noch Zeit zum Handeln und Gestalten. Hohmeyers Beratungsfirma SCS Hohmeyer begleitet den Planungsprozess.

Projektleiter Martin Beer von SCS Hohmeyer stellte die Prozessschritte vor: Zu Beginn der Arbeiten steht eine Analyse zu Einsparungspotenzialen.

Darauf aufbauend wird es ab Herbst Workshops geben, in denen gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft Maßnahmen entwickelt werden sollen, die zur Emissionsminderung und Energieeinsparung beitragen.


Klimaneutrales Kiel - Einladung zum Um- und Mitdenken

Die Masterplanmanager Anna Muche und Eyke Bittner machten in einer Gesprächsrunde deutlich, dass sie gespannt und optimistisch in die Planungsphase gehen: Bereits im Vorfeld der Veranstaltung waren Anregungen an sie herangetragen worden und an den Themenwänden im Foyer wurden rege Ideen notiert. Es komme darauf an die vielfältigen Aktivitäten in der Stadt zu bündeln und gemeinsam Ideen zu entwickeln, die akzeptiert und dann auch gelebt würden.

Die Beiträge des Publikums zum Gasmotorenkraftwerk und der Evaluierung des Prozesses machten die Bereitschaft zum Mitwirken und auch zum kritischen Hinterfragen des Prozesses deutlich. Vor und nach der Veranstaltung waren alle Gäste eingeladen ihre Anliegen an Themenwänden zu notieren.

Die Dokumentation der Auftaktveranstaltung können Sie hier herunterladen.

Bis zum Sommer 2017 besteht nun die Chance sich in den Planungsprozess einzubringen.

Am 14. Juli 2016 nahm Bürgermeister Peter Todeskino gemeinsam mit dem Projektteam in Berlin vom Bundesumweltministerium eine Auszeichnung zur Würdigung des Engagements für den Klimaschutz entgegen. Die Urkundenübergabe war zugleich der Startschuss für das Projekt „Masterplan 100% Klimaschutz“.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks gab den Kommunen mit auf den Weg:
"Die Vorreiter-Kommunen sind für uns starke Partner im Kampf gegen den Klimawandel. Sie stellen unter Beweis, dass eine langfristige Entwicklung zu 100 Prozent Klimaschutz machbar ist. Die Kommunen müssen dafür ihre Bürgerinnen und Bürger und die lokalen Unternehmen einbeziehen und mit ihnen an einem Strang ziehen."


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Abteilung Klimaschutz 
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Projektleiterin
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Themenbereich Mobilität
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