Klimaschutzstadt Kiel.100%

Wohnen & Konsum

Der Handlungsbereich „Wohnen und Konsum“ (Dieser entspricht dem Sektor "Haushalte und Einwohner*innen" im Endbericht zum Masterplan 100% Klimaschutz.) nimmt in der Landeshauptstadt Kiel beim Klimaschutz eine besondere Rolle ein: Mit einem Anteil von 37 % ist er in Bezug auf den gesamten Endenergieverbrauch auf dem Stadtgebiet der größte Bereich. Demzufolge ist hier auch ein hohes Energie-Einsparpotenzial vorhanden.

Endenergieverbrauch im Sektor
Endenergieverbrauch im Sektor "Haushalte & Einwohner*innen"

Auf dem Stadtgebiet der Landeshauptstadt Kiel wurden im Jahr 2014 1.948.000 t CO2Äq. Treibhausgas-Emissionen verursacht. Auch hier entfiel der größte Anteil der Emissionen analog zu der Verteilung des Endenergieverbrauchs mit einem Anteil von ca. 36 % auf den Bereich Wohnen & Konsum.

Die unterschiedlichen Anteile der Sektoren am Endenergieverbrauch und an den Treibhausgas-Emissionen resultieren aus den unterschiedlichen Treibhausgas-Intensitäten (Treibhausgasausstoß je kWh Endenergie) der eingesetzten Energieträger (z. B. Kraftstoffe im Sektor Mobilität gegenüber Strom und Erdgas im Handlungsbereich Wohnen & Konsum).

Treibhausgasemissionen
Treibhausgasemissionen "Haushalte & Einwohner*innen"

Im Rahmen der Erstellung der neuen Kieler Klimaschutzstrategie „Masterplan 100 % Klimaschutz“ wurde besonderen Wert darauf gelegt den möglichen Weg zu einem klimaneutralen Kiel im Jahr 2050 gemeinsam mit den vielen verschiedenen Akteursgruppen in der Landeshauptstadt zu entwickeln.

Für den Bereich Wohnen & Konsum wurden daher neben zahlreichen Einzelgesprächen die beiden Workshops "Wohnungs- und Immobilienwirtschaft" und "Klimafreundlicher Alltag" durchgeführt. Die Ergebnisse daraus sind maßgeblicher Bestandteil der heutigen Klimaschutzstrategie.

So wurde gemeinsam mit den Kieler Akteuren und Einwohner*innen das Szenario „Workshopergebnisse“ entwickelt. Das Szenario orientiert sich direkt an den Abschätzungen der Workshop-Teilnehmer*innen, welche klimaschutzwirksamen Maßnahmen zur Reduzierung des Endenergieverbrauchs in den jeweiligen Handlungsbereichen umgesetzt werden können, um die Klimaneutralität zu erreichen.

Es handelt sich aufgrund der Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen, der zu erwartenden Akzeptanz bei den lokalen Akteuren und der Stabilität des Energiesystems um das vom Gutachter empfohlene Szenario für die Kieler Klimaschutzstrategie.

Energieeinsparpotenziale

Mit den entwickelten Maßnahmen können im Bereich "Wohnen & Konsum" bis zum Jahr 2050 gegenüber dem Jahr 1990 insgesamt 39 % Endenergie eingespart werden. Gegenüber dem Jahr 2014 können Einsparungen in Höhe von 36 % erreicht werden, dies entspricht einer Endenergiemenge von ca. 748 GWh (dunkler Teil des Balkens).

Damit weist der Bereich Wohnen und Konsum nach dem Bereich Mobilität (ca. 826 GWh Einsparung) absolut betrachtet das zweitgrößte Potenzial zur Reduzierung des Endenergieverbrauchs auf. Der helle Teil des Balkens zeigt die bereits erzielten Einsparungen im Zeitraum 1990 – 2014.

Energieeinsparpotenzial für den Sektor
Energieeinsparpotenzial für den Sektor "Haushalte & Einwohner*innen"

In Summe aller Handlungsbereiche kann die Landeshauptstadt Kiel in diesem Szenario gegenüber dem Jahr 1990 bis zum Jahr 2050 eine Endenergieeinsparung von 44 % erreichen.

Klimaschutzmaßnahmen - Was wir tun können

Um die Klimaneutralität im Jahr 2050 zu erreichen, wurden im Rahmen der Akteursbeteiligung passende Klimaschutzmaßnahmen identifiziert. Die Maßnahmen betreffen sowohl die Bereiche Gebäudesanierung / -neubau als auch Maßnahmen mit geringem Investitionsbedarf sowie das Nutzerverhalten, klimafreundliche Ernährung und nachhaltiger Konsum. Die Potenziale der einzelnen Maßnahmen wurden auf Basis von Literatur und der Erfahrungen aus anderen Kommunen abgeschätzt.

Die folgende Übersicht zeigt die unterschiedlichen Maßnahmen auf und die jeweilige Priorität hinsichtlich ihrer Wirksamkeit.

Klimaschutzmaßnahmen für den Bereich
Klimaschutzmaßnahmen für den Bereich "Wohnen & Konsum"

Umsetzungsmaßnahmen – Aufgaben des Masterplanmanagements

Neben den klimaschutzwirksamen Maßnahmen, die im Wesentlichen im Einflussbereich der Akteure und Einwohner*innen liegen, wurde auch eine Vielzahl von Umsetzungsmaßnahmen entwickelt, die nach Möglichkeit durch das Masterplanmanagement der Landeshauptstadt Kiel zu initiieren sind.

Folgende Maßnahmenvorschläge wurden im Rahmen der Workshops erarbeitet:

 

  • H - 101 Vernetzung und Erfahrungsaustausch der Wohnungswirtschaft / Eigentümer*innen
  • H - 103 Stromsparberatungen
  • H - 104 Förderung neuer Wohnformen 
  • H - 105 Berücksichtigung der Energieeffizienz bei Wohnungen für Transferleistungsempfänger*innen
  • H - 106 Energieberatungsparties
  • H - 107 Energiesparwettbewerb für Haushalte
  • H - 108 Projekt Wohnlotsen
  • H - 109 Energieberatungen
  • H - 110 Wochenmarkt - Kennzeichnung saisonaler und regionaler Produkte
  • H - 111 Integration des Themas in den Ferienpass
  • H - 112 Upcyclingaktion
  • H - 113 Klimadinner
  • H - 114 Tausch- und Vermittlungsbörse

 


Zu den weiteren Handlungsbereichen

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Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
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Abteilung Klimaschutz 
Holstenstraße 108 
24103 Kiel

Öffnungszeiten

 
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0431 901-3786



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Themenbereiche private Haushalte, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen
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Themenbereich Mobilität
0431 901-4568