Alte Lübecker Chaussee –
Bürger*innenbeteiligung

In der Alten Lübecker Chaussee sollen 2023 die beiden kreuzenden Eisenbahnbrücken neugebaut werden. Da in dem Bereich der Eisenbahnbrücken die Durchfahrtshöhe für Lkw und Pkw recht niedrig ist, muss auch diese angepasst werden.

Die Ergebnisse von Voruntersuchungen zeigen, dass eine Änderung der Durchfahrtshöhe durch neue Brücken nicht möglich ist. Deswegen muss die Fahrbahn im Bereich der Eisenbahnbrücken abgesenkt werden. Für die Arbeiten an der Straße ist das Kieler Tiefbauamt zuständig, die Deutsche Bahn (DB Netz AG) setzt die Brückenbauarbeiten um.

Der Straßenraum zwischen der Stormarnstraße und dem Rondeel muss nicht nur abgesenkt werden. Auch die Aufteilung der Straße für den Kfz-, Fuß- und Radverkehr soll neu gedacht werden. Dabei hat die Landeshauptstadt die Alte Lübecker Chaussee als Haupttrasse für dem ÖPNV im Blick, möchte das Angebot für Radfahrende und Zufußgehende verbessern und auch Rücksicht auf Parkmöglichkeiten nehmen. 

Vier Varianten mit verschiedenen Prioritäten wurden im Vorfeld entworfen. In einer öffentlichen Diskussion am 11. Juni wurden die Varianten diskutiert und eine Variante ausgewählt, die später dem Bauausschuss vorgelegt wird.

 
Kontakt

Landeshauptstadt Kiel, Tiefbauamt
Dr. Roman Edel

0431 901-4517







Die Ergebnisse der Beteiligungsveranstaltung

Mit gut 60 Prozent der Stimmen entschieden sich die Teilnehmer*innen für Variante 3, die je eine Spur für Kraftfahrzeuge pro Fahrtrichtung sowie eine Mehrzweckspur in der Mitte der Fahrbahn (beispielsweise zum Linksabbiegen) vorsieht. Stadtauswärts ist eine Fahrradspur auf der Fahrbahn geplant, stadteinwärts soll der Radweg neben dem Gehweg geführt werden. Bei den Häusern Nummer 2 bis 12 ist ein Längsparkstreifen für Pkw vorgesehen. Variante 3 sieht außerdem Gehwegbreiten von circa 2,50 bis 3,50 Meter auf der Westseite und von circa 3 bis 3,50 Meter auf der Ostseite vor. Im neuen Gehweg sollen auch Bäume gepflanzt werden.

Für die Variante 4, die die meisten Parkplätze der vorgestellten Varianten ermöglichte, sprachen sich knapp 30 Prozent der Teilnehmenden aus. Variante 1 erhielt 7 Prozent der Stimmen, Variante 2 keine einzige Stimme. Außerdem gab es eine Enthaltung.


Die vier Planvarianten

Bei Fragen bezüglich der Planvarianten, wenden Sie sich gern an .

 

Planvariante 1
Bebauungsplan von der Alten Lübecker Chaussee

In der ersten Variante ist die Fahrbahn mit zwei Fahrspuren für Kfz in Richtung Rondeel und einer Spur stadtauswärts geplant. Hinzu kommt noch eine Fahrradspur auf der Fahrbahn - wie es sie auch jetzt schon gibt - stadtauswärts. Bei den Häusern Nummer zwei bis zwölf ist - wie jetzt auch schon - ein Längsparkstreifen für Pkw vorgesehen. 

Der stadteinwärts führende Radweg ist auf der Ostseite neben dem Gehweg geplant. Die Gehwege sind in der Regel circa 2,5 Meter auf der Ostseite und auf der Westseite circa 3 Meter breit. Auf der Ostseite werden zur Verbesserung des Straßenbildes und -gestaltung Bäume im neuen Gehweg gepflanzt. Im Bereich der Straßentieferlegung werden die Hauseingänge an die neuen Höhen angepasst.

Planvariante 2
Bebauungsplan von der Alten Lübecker Chaussee, Variante 2

In der Variante 2 ist die Fahrbahn mit zwei Kfz-Fahrspuren in Richtung Rondeel und einer Kfz-Spur stadtauswärts geplant. Hinzu kommt noch eine Fahrradspur auf der Fahrbahn stadtauswärts, ähnlich wie es sie jetzt schon gibt. 

Der stadteinwärts führende Radweg ist auf der Ostseite neben dem Gehweg geplant. Die Gehwege sind in der Regel circa 3 bis 3,5 Meter auf der Ostseite und circa 2,5 bis 3,5 Meter auf der Westseite breit. Auf der Ostseite werden Bäume gepflanzt. Im Bereich der Straßentieferlegung werden die Hauseingänge an die neuen Höhen angepasst.

  

Planvariante 3
Bebauungsplan der Alten Lübecker Chaussee, Variante 3

In der dritten Variante ist die Fahrbahn mit je einer Spur für Kraftfahrzeuge pro Fahrtrichtung geplant. Getrennt werden diese beiden Fahrbahnen durch eine mit einer anderen Oberfläche versehenen Mehrzweckspur. Diese können Autofahrende nutzen, um bei Linksabbiegen nicht den gesamten durchgehenden Verkehr zu stoppen oder um an haltenden Fahrzeugen auf der Fahrbahn vorbeizukommen. Zum Parken darf diese Spur allerdings nicht genutzt werden. Eine vergleichbare Mehrzweckspur in Mittellage befindet sich in der Eckernförder Straße.

Hinzu kommt noch eine Fahrradspur auf der Fahrbahn stadtauswärts, ähnlich wie vor der Neugestaltung. Der stadteinwärts führende Radweg ist auf der Ostseite neben dem Gehweg geplant. Bei den Häusern Nummer zwei bis zwölf ist ein Längsparkstreifen für Pkw vorgesehen. 

Die Gehwege sind in der Regel circa 3 bis 3,5 Meter auf der Ostseite und auf der Westseite circa 2,5 bis 3,5 Meter breit. Auf der Ostseite werden Bäume im neuen Gehweg zur Verbesserung des Straßenbildes und -gestaltung gepflanzt. Im Bereich der Straßentieferlegung werden die Hauseingänge an die neuen Höhen angepasst.

Planvariante 4
Bebauungsplan der Alten Lübecker Chaussee, Variante 4

In der Variante 4 ist die Fahrbahn mit je einer Kfz-Fahrspur pro Fahrtrichtung geplant. Hinzu kommt noch eine Fahrradspur auf der Fahrbahn stadtauswärts. Bei den Häusern Nummer zwei bis zwölf ist auf der Westseite - wie auch jetzt schon- ein Längsparkstreifen für Pkw vorgesehen. Zusätzlich zu den Parkplätzen auf der Westseite sollen auch neue Parkplätze auf der Ostseite entstehen.

Der stadteinwärts führende Radweg ist auf der Ostseite neben dem Gehweg geplant. Die Gehwege sind in der Regel circa 2,5 Meter auf der Ostseite und auf der Westseite circa 3 Meter breit. Auch in dieser Variante werden auf der Ostseite Bäume im neuen Gehweg gepflanzt und im Bereich der Straßentieferlegung die Hauseingänge an die neuen Höhen angepasst.


Der weitere Prozess

Die gemeinsam mit Vertreter*innen der Landeshauptstadt ausgewählte und optimierte Variante wird dem Bauasschuss vorgelegt. Im weiteren Prozess muss der Bauausschuss der Variante zustimmen. Dann wird diese Variante - mit der Landeshauptstadt Kiel als Vorhabenträgerin - in das erforderliche Planstellungsverfahren (zur Tieferlegung und Umgestaltung der Alten Lübecker Chaussee) gehen. Das formale Planstellungsverfahren wird vom Amt für Planfeststellung Verkehr Schleswig-Holstein (APV) durchgeführt. Im Rahmen des Verfahrens fordert das APV alle Betroffenen auf, ihre Einwände geltend zu machen. Nach einer Bewertung und Abwägung gibt es dann einen Planfeststellungbeschluss, in dem die Variante so festgelegt wird, wie sie hinterher tatsächlich gebaut wird.