Kanalsanierung und Straßenumbau Schoolkamp und Buchenweg

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Im Schoolkamp und Buchenweg müssen die Schmutz- und Regenwasserkanäle neu hergestellt werden. Im Anschluss daran wird auch die komplette Oberfläche neu hergestellt.

Die bisherigen Schmutzwasserleitungen liegen auf den privaten Grundstücken und sind teilweise überbaut. Eine nachhaltige Sanierung an heutiger Stelle ist daher nicht möglich. Eine Erneuerung der Leitungen im Hinterland der Grundstücke ist wegen der Hanglage und eines zu schützenden Baumbestandes verworfen worden. Die neuen Abwasserkanäle werden daher in üblicher Bauweise im Straßenbereich Schoolkamp und Buchenweg verlegt.

 

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Tiefbauamt


Wie es weitergeht

Die Planungen für die Kanalanlagen sowie die Oberflächen wurden am 5.3.2024 im Ortsbeirat Wellssee/Kronsburg/Rönne vorgestellt. Zurzeit findet die Vorplanung statt. Am 28.05.2024 fand eine Informationsveranstaltung für die Anwohner*innen des Schoolkamps und Buchenweges sowie der umliegenden Straßen des Quartiers Tulpenweg und Seelenkamp statt.

  • Die Anregungen der Anwohner*innen werden im weiteren Planungsverlauf geprüft und sofern möglich berücksichtigt.
  • Die Baumaßnahme Schoolkamp geht in Form eines Antrages der Verwaltung in den Mobilitätsausschuss. 
  • Die Ausführungsplanung und der Bau werden ausgeschrieben und die Auftragsvergabe geht in den Finanzausschuss.
  • Der genaue Bauablauf wird gemeinsam mit den ausführenden Betrieben geplant.
  • Das Tiefabauamt informiert die Anwohner*innen sowie die Grundschule und Kindertagesstätte über den Bauablauf.
  • Die voraussichtliche Bauzeit beträgt 2,5 Jahre. Die Baustelle wird dabei als Wanderbaustelle mit gegenläufigen Sackgassen umgesetzt. Somit wird gewährleistet, dass die Einränkungen möglichst gering bleiben und Rettungswege befahrbar bleiben.

 

 


 

Häufige Fragen

Irgendwann müssen alle Kanäle saniert werden. Der Zustand der Kanäle wird durch regelmäßige Filmungen mit speziellen Robotern untersucht. Werden Schäden festgestellt, wird zunächst geprüft, ob der Kanal repariert werden kann oder ob er aufgrund zu großer Schäden neu gebaut werden muss. Im Schoolkamp und Buchenweg müssen die Schmutzwasserkanäle neu gebaut werden. In diesem Zuge muss die Straße auf gesamter Breite geöffnet werden. Eine Oberflächenneugestaltung ist daher notwendig.

Nein, da der Schmutzwasserkanal im Schoolkamp und Buchenweg hinter den westlichen Häusern auf privaten Grundstücken liegt und teilweise sogar überbaut ist, kann hier keine nachhaltige Sanierung erfolgen. Auch würde das Problem in einigen Jahrzehnten erneut auftreten.  Daher muss ein neuer Schmutzwasserkanal in die Straße gelegt werden. In diesem Zuge wird auch die Regenwasserkanalisation erneuert.

Durch den schmalen Straßenraum muss bei der offenen Kanalsanierung die Oberfläche über die gesamte Breite aufgenommen werden. Daher müssen nach den Kanalbaumaßnahmen neue Oberflächen hergestellt werden. Im Bestand gibt es viele Probleme: Das Parken ist aufgrund der Fahrbahnbreite größtenteils nicht erlaubt und die schmalen Gehwege ermöglichen keine Begegnung von Fußgänger*innen, ohne auf die Straße auszuweichen. Eine Wiederherstellung wie im Bestand würde keine Probleme lösen können.

Im schmalen Abschnitt der Straße zwischen Grundschule und der nördlichen Einmündung zur Segeberger Landstraße ist die Fahrbahnbreite nicht ausreichend, um am Straßenrand parken zu dürfen. Nach Straßenverkehrsordnung (StVO) darf nicht an engen Straßenstellen geparkt werden. Nach gängiger Rechtssprechung müssen beim Parken mindestens 3,05 m freie Fahrbahn überbleiben. Bei Unterschreitung dieses Maßes können große Fahrzeuge (Feuerwehr, Müllabfuhr, Rettungswagen, etc.) nicht passieren. 

Das Befahren von Gehwegen ist grundsätzlich aus Gründen der Verkehrssicherheit auszuschließen. Auch verursacht das Befahren durch schwere Fahrzeuge, wie Müllfahrzeugen, Schäden auf dem Gehweg. 

Das schulische Mobilitätsmanagement steht in engem Kontakt mit der Grundschule Wellsee und unterstützt sie dabei, den selbstständigen Weg zur Schule zu fördern. Die Umbaumaßnahmen werden begleitet von der Einrichtung von Hol- und Bringpunkten außerhalb der Straße ("Elternhaltestellen") sowie Treffpunkten zum gemeinsamen Zurücklegen der Schulwege ("Laufbus-Haltestellen"). Weiterhin wird zurzeit geprüft, inwiefern Straßen vor Schulbeginn und nach Schulschluss für kurze Zeiten gesperrt werden können (Schulstraßen). Der Schoolkamp könnte im Rahmen eines Pilotprojektes erprobt werden.

Die Umkehrung der Fahrtrichtung ist Bestandteil des Verkehrskonzeptes zur Reduzierung der Hol- und Bringverkehre. Die meisten Eltern kommen mit den Autos aus dem südlichen Bereich und fahren morgens in Richtung Innenstadt. Zukünftig sollen sich Eltern aktiv entscheiden müssen, an den Elternhaltestellen vorbeizufahren sowie den längeren Umweg durch die Straße auf sich zu nehmen. 

Im Sinne einer barrierefreien Infrastruktur sowie aufgrund der Lage der Grundschule und den damit verbundenen besonderen Anforderungen des Fußverkehrs ist es notwendig, ausreichend breite Gehwege herzustellen. Der Grundsatz ist dabei, dass sich zwei Fußgänger*innen begegnen können, ohne auf die Fahrbahn auszuweichen. Dazu ist in der Regel sogar eine Breite von 2,50 m notwendig. Auch für Personen mit beispielweise Rollatoren oder Kinderwagen muss ausreichend Breite vorhanden sein.

Für die Herstellung der Kanäle sowie der Straße im öffentlichen Raum werden keine Straßenausbaugebühren erhoben. Individuell ist für die Häuser, die bisher an den alten Schmutzwasserkanal angeschlossen sind, zu prüfen, welche Umbaumaßnahmen im Haus notwendig sind, um an den neuen Kanal angeschlossen zu werden.

Grundsätzlich wird es keinen Anschlusszwang geben. Der bisherige Schmutzwasserkanal wird allerdings nicht durch die Landeshauptstadt Kiel unterhalten, sodass die Benutzung in eigener Verantwortung erfolgt.

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) untersagt Beschilderungen von Regelungen, die ohnehin bereits durch sie gelten. Somit darf das geltende Haltverbot aufgrund der Enge der Fahrbahn nicht zusätzlich beschildert werden. 

Die Einrichtung eines verkehrsberuhigten Bereichs ("Spielstraße") wurde in der Planung bereits geprüft. Aufgrund der besonders schutzbedürftigen Schulwege sollen Kinder jedoch nicht mit Fahrbahn nutzen, sodass die Variante verworfen wurde.

Durch die geplante Umgestaltung wird das Parken an den Stellen, wo es keine Gefahr für die Verkehrssicherheit darstellt, erlaubt. Somit stehen in der Bilanz mehr legale Parkplätze als im Bestand zur Verfügung. Grundsätzlich ist der öffentliche Raum sehr begrenzt, sodass das Parken nur möglich sein kann, wenn es die Gegebenheiten zulassen. Dennoch kann der private Bedarf nach Parkraum nicht durch die öffentlichen Flächen gedeckt werden. Anwohner*innen mit privaten Stellplätzen sollten daher nach Möglichkeit auf dem eigenen Grundstück parken, sodass der Parkraum für andere Bewohner*innen zur Verfügung steht.


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