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Porträt König Herzog Christian VIII.

Porträt König Herzog Christian VIII.

Künstler unbekannt
um 1800

Öl auf Leinwand
69 x 92 cm 

 

Das Porträt hängt
in der Galerie vor dem
Ratssaal des Rathauses 

 

Der Porträtierte

König Herzog Christian VIII., geb. 18. September 1786, gest. 20. Januar 1848

Unter König Christian VIII., Nachfolger seines Vetters Friedrich VI. auf dem dänischen Thron, entstanden neue Spannungen im Dänischen Gesamtstaat.

Für den Widerspruch zwischen dem dänischen Wunsch nach engerer Bindung Schleswigs an Dänemark und dem deutschen Wunsch nach verfassungsrechtlicher Absicherung der traditionellen Verbindung der beiden Herzogtümer fand Christian keinen Ausgleich. In seinem Offenen Brief vom 8. Juli 1846 erklärte er, am dänisch-schleswig-holsteinischen Gesamtstaat und an der Erbfolgeordnung des dänischen Königsgesetzes festhalten zu wollen.

Seine Absicht war, die Spannungen zu entschärfen; er erreichte jedoch das Gegenteil. Die Nebenlinie der Herzöge von Schleswig-Holstein-Sonderborg machte Ansprüche geltend, was zu einer öffentlichen Diskussion über die Erbfolge führte. Es kam zu Unruhen, nur die dänisch gesinnte Bevölkerung in Nordschleswig und Flensburg sowie die Anhänger des Gesamtstaates zeigten sich zufrieden. Der Konflikt brach nach Christians Tod 1848 mit der Schleswig-Holsteinischen Erhebung offen aus.

Bevor er auf den dänischen Thron folgte, war Christian Statthalter Dänemarks in Norwegen und nahm als solcher an den Verhandlungen zum Kieler Frieden teil. Danach war er für wenige Monate Wahlkönig von Norwegen.

Noch bis kurz vor seinem Tod bereitete Christian VIII. die Abschaffung der absoluten Monarchie in Dänemark vor.

Der Künstler

Der Künstler ist nicht bekannt.

Weiterführende Literatur

Literatur zu König Herzog Christian VIII.:

  • Hennings, Hans Harald, „Christian VIII.“. In: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 235 f.
  • Kjersgaard, Erik: Eine Geschichte Dänemarks (Kopenhagen 1974)
  • Lorenzen-Schmidt, Klaus-Joachim/Pelc, Ortwin: Schleswig-Holstein Lexikon (Wachholtz, Neumünster 2000), S. 392 + 394
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