Kieler Engagement zeigt Gesicht

Kieler*innen packen mit an, wenn andere Hilfe benötigen und Gemeinschaftssinn gefragt ist. Für den Zusammenhalt unserer Stadt ist das von unschätzbarem Wert.

Mit einer digitalen Plakat-Aktion würdigen die Landeshauptstadt Kiel, das nettekieler Ehrenamtsbüro und die Ströer Deutsche Städte Medien GmbH das freiwillige Engagement der Kieler*innen. An dieser Stelle stellen wir die Gesichter der Aktion vor.


 

Kontakt

nettekieler Ehrenamtsbüro
Andreas-Gayk-Str. 31, Eingang A
24103 Kiel
0431 901-5502

Hanne Pries singt gegen die Einsamkeit

Sie ist Sängerin (Tiffany) und vor allem passionierte Grundschullehrerin an der Grundschule in Suchsdorf (Musik und Deutsch). Schon vor Corona hat sie mit Schulklassen zusammen immer wieder die Senioreneinrichtung in Suchsdorf besucht und mit den Kindern und den Bewohnern gesungen. Nun gibt sie Innenhofkonzerte dort - auf Abstand und singt mit den Bewohnern alles, was bekannt ist und Spaß macht.

Eine Frau mit Gitarre
Warum engagieren Sie sich?

In dieser besonderen Zeit fielen viele Dinge weg, so zum Beispiel auch der regelmäßige Besuch meiner Grundschulklassen bei den Senioren. Es lag einfach auf der Hand, da in irgendeiner Form weiterzumachen. Schule zu. Heime auch. Die Einschränkungen sind für niemanden einfach - aber gerade in den Seniorenheimen schon gemein. Die baulichen Umstände in Suchsdorf sind perfekt für den Abstand: So durfte ich auch ohne meine Schulkinder fast täglich zum Singen kommen.

Wie beeinflusst Ihr Engagement die Einschränkungen durch die Corona-Krise?

Ganz sicher hat das, was wir da tun, erhebliche Auswirkungen auf Gesundheit, seelische Hornhaut und Gemeinschaftsgefühl im Sinne des Durchhaltens. Eine halbe Stunde Miteinander, Singen, Lächeln, Freude - da kommt kein Medikament der Welt mit.

Was macht Ihr Engagement mit Ihnen? Welche besonderen Erlebnisse gab es?

Ich habe sie fürchterlich liebgewonnen, die Herrschaften in all den Etagen und vor ihren Wohnungen. Was ein bisschen vorsichtig begann, ist zu einer so herzlichen, fröhlichen Gemeinschaft geworden. Das Beste: Es wird oft schon gesungen, wenn ich komme und wenn ich gehe, singen sie noch weiter. Ich freue mich darauf, wenn wir alle zusammen womöglich einmal wieder in einem Raum sitzen und uns beim Singen in die Augen gucken können. Das, was in den letzten Wochen entstanden ist, hört bestimmt so schnell nicht wieder auf. Das nächste Schulkonzert wird eine Gemeinschaftsproduktion mit den singenden Senioren!

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Kieler*innen?

Engagement geht immer. Wird immer gebraucht. Und jede*r kann sich engagieren. Ob mit oder ohne Abstandproblematik. Wie sagte mein alter Schulrat immer: „Man bekommt so viel zurück!“

 

 


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