Mobilitätswende jetzt.
Die Stadtbahn kommt

Einleitung und Sprunglinks zu Abschnitten

Lebensqualität, Klimaschutz, Straßen entlasten, Luftqualität verbessern und mehr Raum für die Stadt­bewohner*innen – dazu trägt ein neues ÖPNV-System in Kiel maßgeblich bei. Nun ist es entschieden: Kiel bekommt eine Stadtbahn, um das alles zu erreichen.

Broschüre: Die Ergebnisse der Trassenstudie
 

Gemeinsam bewegen wir Kiel. Jetzt. Ihre Mitwirkung an der Stadtbahn-Planung

 

„Hält die Stadtbahn vor meiner Haustür? Welche Hinweise habe ich für die Gestaltung des Auto-, Rad- und Fußverkehrs in meiner Straße? Wo können Parkplätze, Grün- und Aufenthaltsflächen integriert werden?“

Auf den Beteiligungs-Veranstaltungen können Sie diese Fragen direkt mit den Planer*innen diskutieren. Begleitend dazu findet der Online-Dialog statt, bei dem Sie digital Ihre Hinweise zur Planung geben können.

Die Planer*innen haben das insgesamt 36 Kilometer lange Streckennetz für die aktuelle Vorplanung in 11 Abschnitte unterteilt. Zu jedem Abschnitt gibt es Beteiligungen vor Ort und online.

Ihre Rückmeldungen aus den Beteiligungs-Veranstaltungen und aus den Online-Dialogen werden überprüft, inwiefern sie in die weiteren Planungen integriert werden können. Ihr Feedback hilft den Planer*innen, die beste Möglichkeit zu finden, wie der Straßenraum für die Stadtbahn neu aufgeteilt werden kann.

„Hält die Stadtbahn vor meiner Haustür? Welche Hinweise habe ich für die Gestaltung des Auto-, Rad- und Fußverkehrs in meiner Straße? Wo können Parkplätze, Grün- und Aufenthaltsflächen integriert werden?“

Auf den Beteiligungs-Veranstaltungen können Sie diese Fragen direkt mit den Planer*innen diskutieren. Begleitend dazu findet der Online-Dialog statt, bei dem Sie digital Ihre Hinweise zur Planung geben können.

Die Planer*innen haben das insgesamt 36 Kilometer lange Streckennetz für die aktuelle Vorplanung in 11 Abschnitte unterteilt. Zu jedem Abschnitt gibt es Beteiligungen vor Ort und online.

Ihre Rückmeldungen aus den Beteiligungs-Veranstaltungen und aus den Online-Dialogen werden überprüft, inwiefern sie in die weiteren Planungen integriert werden können. Ihr Feedback hilft den Planer*innen, die beste Möglichkeit zu finden, wie der Straßenraum für die Stadtbahn neu aufgeteilt werden kann.

 

Der weitere Planungs- und Beteiligungsprozess

  • Abschnitt 6: Schreventeich und Hasseldieksdamm
    Die Planungswerkstatt findet am 21. März um 18.30 Uhr in der Mensa der Käthe-Kollwitz-Schule statt (Paul-Fleming-Straße 1). Der begleitende Online-Dialog läuft vom 19. März bis zum 25. März.
  • Weitere Abschnitte 
    Die Termine für die Planungswerkstätten in den weiteren Abschnitten im Jahr 2024 werden rechtzeitig bekanntgegeben.

 

Bisherige Beteiligungen

Vor Ort: Donnerstag, 1. Februar 2024, 18.30 Uhr, Ricarda-Huch-Schule, Hansastraße 69a, Mensa

Thema der Planungswerkstatt war die geplante Linienführung in der südlichen Holtenauer Straße zwischen Dreiecksplatz, Holtenauer Straße, Beselerallee, Olshausenstraße bis Mangoldtstraße. Die Stabsstelle Mobilität informierte über die bisherigen Schritte und die aktuelle Phase der Stadtbahnplanung.

Das Planungsbüro Ramboll stellte anschließend den Planungsabschnitt und die geplanten drei Möglichkeiten der Straßenraumgestaltung in diesem Bereich vor. In mehreren Fragerunden beantworteten die Planer*innen die Fragen der Teilnehmenden.

An Tischen mit den Infrastrukturplänen für die südliche Holtenauer Straße und Olshausenstraße bis zur Mangoldtstraße konnten die Teilnehmenden die Gespräche mit den Planer*innen vertiefen. Bei den Plänen handelt es sich um Zwischenarbeitsstände. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, den Planer*innen über die Schulter zu schauen und können auch ihre Ideen, Wünsche und Anregungen einbringen. Die Beiträge werden anschließend überprüft, ob und wie sie in der weiteren Planung berücksichtigt werden können.

Rund um diesen Termin gab es den Online-Dialog zu Abschnitt 6.

Vor Ort: Donnerstag, 7. Dezember 2023, 18.30 Uhr,  Grund- und Gemeinschaftsschule Wik, Elendsredder 26, Mensa

Thema der Planungswerkstatt war die geplante Linienführung in der nördlichen Holtenauer Straße ab Esmarchstraße bis zur Schleusenstraße und Endhaltestelle Wik/Uferstraße. Die Stabsstelle Mobilität informierte über die bisherigen Schritte und die aktuelle Phase der Stadtbahnplanung. 

Das Planungsbüro Ramboll stellte anschließend das Planungsgebiet Wik und die geplanten drei Möglichkeiten der Straßenraumgestaltung in diesem Abschnitt vor. In mehreren Fragerunden beantworteten die Planer*innen die Fragen der Teilnehmenden. An Tischen mit den Infrastrukturplänen für die Wik konnten die Teilnehmenden die Gespräche mit den Planer*innen vertiefen. 

Bei den Plänen handelt es sich um Zwischenarbeitsstände. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, den Planer*innen über die Schulter zu schauen und können auch ihre Ideen, Wünsche und Anregungen einbringen. Die Beiträge werden anschließend überprüft, ob und wie sie in der weiteren Planung berücksichtigt werden können.

Rund um diesen Termin gab es den Online-Dialog zu Abschnitt 5.

Vor Ort: Donnerstag, 9. November, 18.30 Uhr | Rathaus

Thema war die geplante Linienführung im Sophienblatt zwischen Gablenzbrücke und Ziegelteich / Stresemannplatz (inklusive Kreuzung Hummelwiese), Andreas-Gayk-Straße, Holstenbrücke zwischen Wall und Rathausstraße, Martensdamm und Bergstraße (exklusive Dreiecksplatz). Nach einer Einführung zur Stadtbahnplanung durch die Stabsstelle Mobilität informierte das Stadtplanungsamt über den städtebaulichen Wettbewerb zur Neugestaltung der Holstenstraße.

Das Planungsbüro Ramboll stellte anschließend das Planungsgebiet Innenstadt und die geplanten drei Möglichkeiten der Straßenraumgestaltung in diesem Abschnitt vor. In mehreren Fragerunden beantworteten die Planer*innen die Fragen der Teilnehmenden. An Tischen mit den Infrastrukturplänen für die Innenstadt konnten die Teilnehmenden die Gespräche mit den Planer*innen vertiefen.

Bei den Plänen handelt es sich um Zwischenarbeitsstände. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, den Planer*innen über die Schulter zu schauen und können auch ihre Ideen, Wünsche und Anregungen einbringen. Die Beiträge werden anschließend überprüft, ob und wie sie in der weiteren Planung berücksichtigt werden können.

Rund um diesen Termin gab es den Online-Dialog zu Abschnitt 3.

Vor Ort: Donnerstag, 7. September, 18.30 Uhr | Fröbelschule

Thema der Planungswerkstatt war die geplante Linienführung an der Gablenzbrücke, im Karlstal (zwischen Werftstraße und Elisabethstraße) und in der Elisabethstraße. Die Stabsstelle Mobilität und das Planungsbüro Ramboll informierten zum Start über den Stand der Stadtbahnplanung und beantworteten Fragen der Teilnehmenden.

Für den Planungsabschnitt gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie der Straßenraum aufgeteilt werden könnte. In der Werkstattphase wurden die Varianten vorgestellt – und zu allen sammelten die Planer*innen Rückmeldungen der Teilnehmenden ein.

Bei den Plänen handelt es sich um Zwischenarbeitsstände. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, den Planer*innen über die Schulter zu schauen und können auch ihre Ideen, Wünsche und Anregungen einbringen. Die Beiträge werden anschließend überprüft, ob und wie sie in der weiteren Planung berücksichtigt werden können.

Rund um diesen Termin gab es den Online-Dialog zu Abschnitt 2.

Vor Ort: Mittwoch, 7. Juni, 18.30 Uhr | Theodor-Storm-Gemeinschaftsschule

Hier ging es besonders um die Linienführung in der Schönberger Straße und der Werftstraße.

Nach einer Einführung in die Vorplanung der Stadtplan durch die Stabsstelle Mobilität und das Planungsbüro Rambøll ging es auf der Veranstaltung in die Werkstattphase. Ein Zwischenstand aus der Erarbeitung der Pläne für die Straßenraumgestaltung im Abschnitt zeigt, wie die Stadtbahn durch die Schönberger Straße und Werftstraße fahren kann.

Es sind keine fertigen Pläne, sondern Zwischenarbeitsstände. Genau der richtige Zeitpunkt sich einzubringen: Die Teilnehmer*innen konnten Fragen stellen und Rückmeldungen geben und mitten im Bearbeitungsprozess mitreden sowie mit den Planer*innen im persönlichen Gespräch auch konkrete Fragen und Hinweise diskutieren.

Rund um diesen Termin gab es den Online-Dialog zu Abschnitt 1.

 

Zur Entscheidung für eine neue Stadtbahn gab es viel positive Resonanz aus Stadt, Region – und medial aus ganz Deutschland. Diesen Rückenwind nehmen wir mit in die neue Planungsphase. Genauso wie Sie: Als Auftakt zur Beteiligung hatte die Landeshauptstadt Kiel am 4. März 2023 ins Kieler Rathaus eingeladen. Mehr als 250 Kieler*innen kamen.

Wie sehen die nächsten konkreten Planungsschritte aus? Was versteht man unter der Vorplanung und der Variantenfindung? Wie können Bürger*innen konkrete Rückmeldungen zur Planung geben? Diese und viele weitere Fragen sind am 4. März diskutiert worden. Sie können eine Aufzeichnung der Veranstaltung auf YouTube ansehen. Vorausgegangen waren in den Jahren zuvor umfangreiche Planungen, Beteiligungen und  Informationen bis zur Trassenstudie.  

 

Die Veranstaltung am 4. März 2023 im Video

 - Klick auf das Bild öffnet das Video in einer eigenen Ansicht
 

Kielmobil – der Kieler Mobilblog

Bildschirm und Smartphone zeigen die Startseite des Mobilblogs
 

Bis 2035 wird eine Menge passieren. Und damit Sie nichts davon verpassen, gibt es den Blog „kielmobil“. Hier bleiben wir mit Ihnen im Dialog, hier machen wir den Wandel nachvollziehbar und hier wird es eine Abenteuerreise in unser mobiles Kiel der Zukunft geben. Hier finden Sie alle Infos, die Sie benötigen, um über unsere Mobilitätswende in Kiel mitreden und mitentscheiden zu können.

Wir haben diesen Blog „kielmobil“ genannt, denn der Name ist Programm. Dieser Blog richtet sich an alle, an eingeschworene Autofahrer*innen genauso wie an überzeugte Radfahrer*innen, an Befürworter*innen eines neuen ÖPNV genauso wie an Baustellen-Stau-Befürchter*innen, an Senior*innen, die Kiel noch mit Straßenbahn kennen, an Familien und an Kinder und Jugendliche, die 2042 in Kiel und Umgebung eine nachhaltige Mobilität von Morgen vorfinden werden.

Und, ganz wichtig: Unser Blog lebt vom Mitmachen - wir freuen uns auf einen regen Austausch zur Mobilität in Kiel auf „kielmobil“.

kielmobil.blog
 

Blog-Beitrag vom 4. März 2024

In der Serie „Robert bewegt“ geht Robert regelmäßig Fragen rund um die Mobilitätswende in Kiel auf den Grund. Wie pendle ich am besten in die Stadt? Wie geht es auf der Baustelle voran? Wie halte ich mich in meinem mobilen Alltag fit? Robert rollt, radelt, reist, rockt – alle zwei Wochen auf YouTube und den Social-Media-Kanälen der Landeshaupt Kiel. Seid dabei!

Blog-Beitrag vom 5. Februar 2024

Seit Mai 2023 hat die Stadt Kiel mit Till Zeyn einen Fußverkehrsbeauftragten. Was genau sein Job ist und was er sich für Kieler Fußgänger*innen wünscht, erzählt er im Interview.

BLOGBEITRAG VOM 25. NOVEMBER 2020

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Die Mobilitätswende. Fragen und Antworten

Visualisierung Tram auf dem Skandinaviendamm
 

Wo soll die neue Bahn langfahren? Was braucht es alles dazu? Seit Oktober 2020 hat die Landeshauptstadt Kiel gemeinsam mit dem Ingenieurbüro Ramboll eine Trassenstudie erarbeitet. Die Aufgabe: das zukünftige Streckennetz festlegen und eine Empfehlung für ein System abgeben. Die Ratsversammlung hat im November 2022 entschieden: Es wird eine Stadtbahn.

Der erste Schritt auf dem Weg zu einem neuen ÖPNV war, alle denkbaren Streckennetzvarianten zusammenzutragen und zu untersuchen, welche grundsätzlich technisch umsetzbar sind.

Gestartet wurde dabei mit einem fiktiven Streckennetz von 130 Kilometern Länge. Nach und nach ist es reduziert worden auf rund 36 Kilometer – so lang wird das zukünftige Netz in Kiel dann tatsächlich sein.

 
 

Wer in Kiel unterwegs ist, hat es schon erlebt: volle Busse und Staus auf den Straßen, zu manchen Zeiten gibt es kein Durchkommen mehr in der Stadt. Für noch mehr Straßen fehlt der Platz. Und wenn Kiel die Klimaschutzziele erreichen will, muss der Kohlendioxidausschuss deutlich reduziert werden. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, muss die Verkehrssituation in Kiel grundlegend angepasst werden. 

Wer auf das eigene Auto verzichten will, benötigt ein attraktives öffentliches Nahverkehrsangebot. Ein weiterer Ausbau des bestehenden Busnetzes hilft dabei nicht weiter, weil auch hier die Grenzen erreicht sind. Schon jetzt stehen an manchen Haltestellen die Busse dicht an dicht hintereinander, durch den Einsatz von noch mehr Bussen auf bestimmten Linien, würde sich die Verkehrssituation also eher verschlechtern als verbessern. 

Deshalb hat die Ratsversammlung im Herbst 2018 beschlossen, die Planungen für ein neues ÖPNV-System anzustoßen. Dieses System soll auf einer eigenen Trasse unterwegs sein und sich damit unabhängig vom übrigen Verkehr bewegen können.

Seit der Entscheidung der Ratsversammlung am 17. November 2022 ist klar, dass die Landeshauptstadt Kiel eine Stadtbahn planen wird. Damit folgten die politischen Vertreter*innen den Empfehlungen der Trassenstudie , die seit 2020 von der Landeshauptstadt Kiel gemeinsam mit dem Planungsbüro Ramboll erarbeitet wurde. 

Schwerpunkt der Trassenstudie war neben der Planung eines Streckennetzes die Untersuchung und Bewertung von zwei unterschiedlichen ÖPNV-Systemen: Tram und BRT. Die Studie seht unter deutliche Vorteile für die Tram gegenüber dem BRT. Vor allem bei der Frage der Ausbau- und Erweiterungsmöglichkeiten schnitt die Tram erheblich besser ab als das BRT. Der Schnellbus hätte schon bei Einführung seine Leistungsgrenze erreicht und könnte nicht mehr weiter ausgebaut werden, wenn die Nachfrage steigt. Außerdem ist nur die Tram förderfähig: Bis zu 90 Prozent der anrechenbaren Kosten werden hier von Bund und Land übernommen.

Grundlage bei der Untersuchung beider Systeme war, dass sie weitgehend auf einer eigenen Spur fahren, so dass sie unabhängig vom übrigen Verkehr unterwegs sind, die Fahrzeuge nicht im Stau stehen und der ÖPNV somit pünktlich ist. Gegenüber den jetzigen Bussen haben sowohl die BRT- als auch die Tram-Fahrzeuge größere Kapazitäten, so dass pro Fahrt mehr Personen hineinpassen.

Basis der Trassenstudie war die Grundlagenstudie.  

Schnellbusse auf eigener Fahrspur werden auch als Bus Rapid Transit (BRT) bezeichnet. Sie fahren größtenteils auf eigener Trasse und sind damit schneller und weniger störungsanfällig als herkömmliche Busse.

BRT-Fahrzeuge gibt es in unterschiedlichen Längen. Für Kiel kommen nur die 25 Meter langen Doppelgelenkbusse in Frage, alle anderen wären zu klein.

BRT-Fahrzeuge können – vergleichbar einer Tram – über Oberleitungen mit Strom versorgt werden. Für Kiel ist bisher eine Mischung aus Betrieb unter Oberleitung und in den zentralen städtischen Bereichen ohne Oberleitung mit Batterien vorgesehen.

Weitere Merkmale und Besonderheiten eines BRT-Systems erfahren Sie in den Bewertungskriterien.

Bei den Planungen für ein hochwertiges ÖPNV-System in Kiel wird die Tram größtenteils auf eigener Trasse und damit unabhängig vom Pkw-Verkehr geführt. Sie ist damit deutlich schneller als herkömmliche Busse, die im Mischverkehr fahren und im Stau stehen können.

Die Anzahl der möglichen Passagiere in der Tram ist noch höher als beim BRT-System. Die Tram wird über Oberleitungen mit Strom versorgt. Im Vergleich zu historischen Straßenbahnen fahren hochwertige Tram-Systeme heutzutage sehr leise. Der Einstieg ist außerdem barrierefrei. Da die Tram schienengebunden geführt wird, kann die Trasse begrünt werden.

Weitere Merkmale und Besonderheiten eines Tram-Systems erfahren Sie bei den Bewertungskriterien.

Das derzeitige Busnetz kann nicht weiter ausgebaut werden. Schon jetzt stehen zu Stoßzeiten an einigen Haltestellen mehrere Busse der gleichen Linie hintereinander und trotzdem finden nicht alle Fahrgäste im Bus Platz. Die Kapazitäten sind ausgeschöpft. 

Durch eine konsequent eigene Busspur im Stadtgebiet ist das Problem nicht zu lösen. Zwar würden die Busse dann nicht mehr im Stau stehen, die Kapazitäten der Fahrzeuge wären aber die gleichen. Um alle Fahrgäste transportieren zu können, müsste die Taktung entsprechend extrem erhöht werden, was wieder dazu führen würde, dass die Busse auf ihrer Busspur und vor allem an den Haltestellen im Stau ständen. 

Aus diesem Grund ist in der Landeshauptstadt Kiel ein System notwendig, dessen Fahrzeuge deutlich größer sind als die aktuellen Busse, so dass pro Fahrt mehr Fahrgäste mitgefahren können. Eine eigene Fahrspur führt außerdem dazu, dass der Fahrplan verlässlich eingehalten wird, weil die Fahrzeuge nicht im Stau stehen.

Die Planungsdauer ist für eine Tram oder ein BRT ungefähr gleich lang. Auch die Bauzeit ist für ein BRT-System nicht kürzer als für eine Tram. Denn auch für das BRT muss eine eigene Trasse gebaut werden. Aufgrund der Länge und des Gewichts der Fahrzeuge können sie nicht wie die derzeitigen Busse auf einer Asphalttrasse fahren. Nach kurzer Zeit würden sich hier Fahrrinnen bilden, weil die Fahrzeuge zu schwer sind. 

Deshalb ist es notwendig für die BRT-Fahrzeuge eine Betontrasse zu bauen, die eine deutlich längere Lebensdauer hat. Wie bei der Tram ist es dafür notwendig, im Vorfeld die Leitungen zu verlegen. Diese Arbeit macht einen großen Teil der Bauzeit aus. Insgesamt könnte die erste Linie eines BRT-Systems etwa ein Jahr vor einer der einer Tram in Betrieb genommen werden.

 

Sie haben eine Frage, die wir hier noch nicht beantwortet haben? Schreiben Sie uns. Wir antworten.

Gerne können Sie sich auch die Planungsunterlagen vor Ort im Projektbüro anschauen. Bitte melden Sie sich vorher per E-Mail an.

In den Bau- und Anschaffungskosten wäre ein BRT-System günstiger als ein Tram-System. Allerdings wären für ein BRT die Betriebskosten teurer, zumal die Lebensdauer der Fahrzeuge sehr viel kürzer ist als die von Tram-Fahrzeugen. 

Hinzu kommt, dass derzeit nur für eine Tram und nicht für ein BRT-System eine Förderung durch den Bund möglich ist. Laut GVFG (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) sind nämlich nur schienengebundene Projekte über diese Bundesmittel förderfähig. Das bedeutet, dass für die Kosten eines Tramsystems eine Förderung von bis zu 90 Prozent möglich ist. Für ein BRT gibt es nach derzeitigem Stand keine bundesweiten Zuschüsse.

Für die Stadtbahn wird eine Taktung von zehn bis 15 Minuten geplant. Im Innenstadtbereich, wo mehrere Linien unterwegs sein werden, wird es an manchen Haltestellen eine entsprechend höhere Taktung geben.

Das gesamte Netz wird insgesamt rund 36 Kilometer umfassen. Der genaue Streckenverlauf ist Ergebnis eines ausführlichen Bewertungs- und Abwägungsprozesses, der im Rahmen der Trassenstudie seit 2020 durchgeführt wurde. Zunächst werden die Bereiche angebunden, für die die Nachfrage besonders hoch ist, das heißt die Stadtgebiete, in denen besonders viele Menschen wohnen und arbeiten. In weiteren Planungsschritten können auch die Gebiete angebunden werden, die am Stadtrand liegen und entsprechend nicht so dicht besiedelt sind. Der genaue Streckenverlauf ist hier zu finden.

Im Rahmen des Planungsprozesses für ein neues ÖPNV-System wird auch das aktuelle Busnetz neu geplant und an das Streckennetz des neuen Systems angepasst. So sollen alle Kieler*innen von einer besseren ÖPNV-Anbindung profitieren, auch in den Bereichen, die nicht gleich durch das neue System angebunden werden. Eine Übersicht über das geplante Busnetz gibt es in der Dokumentation des Bürger*innenforums November 2021.

Ja, derzeit wird ein Betrieb mit Oberleitungen geplant, da das zum heutigen Zeitpunkt dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Der Planungsprozess wird aber technologieoffen geführt. Das bedeutet, wenn sich im Laufe der kommenden Jahre in der technischen Entwicklung von Tram-Fahrzeugen etwas ändert und ein oberleitungsfreier Betrieb umsetzbar ist, kann das in der Planung aktualisiert werden. 

Nicht zu vernachlässigen ist neben der technischen Umsetzbarkeit die Förderfähigkeit der Antriebskonzepte.

In Bezug auf das autonome Fahren ist der Planungsprozess technologieoffen, das heißt, sobald ein autonomes Fahren umsetzbar wird, kann es integriert werden. Die größte Chance eines automatisierten beziehungsweise autonomen Konzeptes wird derzeit für den Betriebshof gesehen.

Im Rahmen der Trassenstudie wurde ein erster Zeitplan erarbeitet. Das Netz wird demnach etappenweise gebaut und eröffnet. 

Die erste Linie der Tram könnte 2033/34 in Betrieb gehen, die anderen Linien folgen.

Nach dem derzeitigen Zeitplan sind alle vier geplanten Linien dann ab 2038/39 in Kiel unterwegs.