Holtenau Ost Vom Konversionsprojekt zum Standortdialog mit der Bundeswehr

Das rund 92 Hektar große Gelände des ehemaligen Marinefliegergeschwaders 5 (MFG 5) an der Kieler Förde sollte als neues Wohn- und Gewerbequartier entwickelt werden. Diese Planung steht nun aufgrund gestiegener sicherheitspolitischer Anforderungen vor einer veränderten Ausgangslage.

Weil sich die Verhandlungen zwischen Stadt und Bund durch den Beschluss der Ratsversammlung am 11. Juni 2026 fortlaufend weiterentwickeln, wird der aktuelle Sachstand zu Holtenau Ost nicht mehr an dieser Stelle, sondern zentral und gebündelt auf der Seite des Standortdialogs gepflegt.

Dort finden Sie alle relevanten Informationen aus erster Hand – von den Ergebnissen der bisherigen Gespräche über politische Beschlüsse bis hin zu aktuellen Terminen und Veröffentlichungen.

 

Der ursprüngliche Plan: ein neues Stadtquartier für Kiel

Das Gelände des ehemaligen Marinefliegergeschwaders 5 (MFG 5) an der Kieler Förde zählte über viele Jahre zu den bedeutendsten Stadtentwicklungsflächen Kiels. 

Seit 2016 als Sanierungsgebiet festgelegt und seit 2020 im Eigentum der Landeshauptstadt, war hier ein gemischt genutztes Quartier mit Wohnraum, Gewerbe- und Freizeitflächen sowie einer öffentlich zugänglichen Uferpromenade vorgesehen. 

Ein städtebaulicher Wettbewerb, ein integriertes Entwicklungskonzept und eine breite Bürgerbeteiligung bildeten die fachliche und politische Grundlage für diese Planung.

 

Die veränderte Lage

Die sicherheitspolitische Situation in Europa hat sich seit 2022 spürbar gewandelt. Damit einher ging ein deutlich gestiegener Flächenbedarf der Bundeswehr, insbesondere der Deutschen Marine, im Ostseeraum. Der Bund hat daraufhin sein Interesse an einer (teilweise) militärischen Nutzung des Holtenau-Ost-Geländes angemeldet. 

Um die städtischen Entwicklungsziele mit den neuen Anforderungen des Bundes in Einklang zu bringen, führen die Landeshauptstadt Kiel und der Bund seither einen sogenannten Standortdialog. Ziel dieses Dialogs ist es, eine für beide Seiten tragfähige Lösung zu finden – sowohl für die sicherheitspolitischen Belange des Bundes als auch für die städtebaulichen Ziele Kiels, insbesondere mit Blick auf bezahlbaren Wohnraum.

 
 

Dokumentation

Der Konversionsprozess begann im Jahr 2010. Seitdem wird dieser Prozess durch die Beteiligung der Bürgerschaft sowie zahlreiche Gutachten, Konzepte, Fachplanungen, Verhandlungen sowie politische Beschlüsse gespeist.

Dies wird auch in Zukunft so sein. Im Sinne einer „Gläsernen Akte" kann die Öffentlichkeit sich hier über bedeutende Schritte des Verfahrens informieren, soweit die Unterlagen zugänglich gemacht werden können.

 

Zur Verfügung gestellt werden maßgebliche, den Prozess beeinflussende Konzepte und Gutachten sowie die Dokumentationen der Öffentlichkeitsveranstaltungen, beginnend mit dem Jahr 2022. Dieses Jahr markiert den Wechsel von der Phase der vorbereitenden Schritte zum Umsetzungsprozess – mit der Vision für Holtenau Ost und dem Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (Fortschreibung) als Masterplan der Konversion.

Die weiteren vorbereitenden Unterlagen bis 2022 sind allein als Auflistung geführt. Auch sie sind einsehbar, solange ein berechtigtes Interesse der Person besteht. Sofern Ihrerseits ein Interesse an einzelnen Dokumenten gegeben ist, wenden Sie sich bitte – mit Angabe des gewünschten Dokumentes – an . Die Verwaltung prüft Ihr Anliegen dahingehend, ob die Voraussetzungen zur Übermittlung und/oder Einsichtnahme bestehen, insbesondere vor dem Hintergrund des Informationszugangsgesetzes Schleswig-Holstein. Beachten Sie bitte, dass für eine Bereitstellung Gebühren anfallen können.

Zur aktuellen, veränderten Ausgangslage informiert die Seite zum Standortdialog: www.kiel.de/standortdialog.

Beschlüsse & Geschäftliche Mitteilungen

Kaufvertrag

Die Landeshauptstadt Kiel hat im Dezember 2020 mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) den notariellen Grundstückskaufvertrag über das ehemalige MFG-5-Areal abgeschlossen. Der Kaufvertrag nebst im Nachgang vorgenommener Änderungen bzw. Anpassungen war bislang nicht Gegenstand der gläsernen Akte, da zwischen den Vertragsparteien Stillschweigen über die Vertragsinhalte vereinbart worden ist.

Als im Zusammenhang mit dem Standortdialog zwischen LHK und Bundeswehr ein starkes Interesse vonseiten der Öffentlichkeit an einer Einsichtnahme in den Kaufvertrag offenbar wurde, nahm die Stadt dies zum Anlass, sich gemeinsam mit der BImA und der Bundeswehr über eine Veröffentlichung des Kaufvertrages abzustimmen. Hiernach konnten nun die folgenden Vertragsdokumente veröffentlicht werden:

Bei der Durchsicht der Vertragsdokumente wird Ihnen auffallen, dass diese in Teilen geschwärzt sind. Die Schwärzungen dienen dem Schutz privater Interessen (zum Beispiel personenbezogene Daten, Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse) sowie öffentlicher Interessen (Landes- beziehuingsweise Bündnisverteidigung, Beziehungen zum Bund). Ferner wurden Angaben geschwärzt, zu dessen Einsichtnahme nach spezialgesetzlichen Regelungen ein berechtigtes Interesse vorliegen muss (zum Beispiel im Vertrag wiedergegebene Grundbuchinhalte).

Masterplan

Am 17. Oktober 2024 hat die Kieler Ratsversammlung einstimmig das „Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept Holtenau Ost (Fortschreibung)“ beschlossen. Damit liegt nun der Masterplan zum Erreichen der „Vision für Holtenau Ost“ vor. 

Die Konzeption umfasst das Entwicklungskonzept (Teil A), die Rahmenplanung (Teil B) und das Umsetzungskonzept (Teil C). Sie löst das 2018 beschlossene „Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept“ als Handlungsgrundlage ab.

 

Das 2024 beschlossene städtebauliche Entwicklungskonzept sieht hier keine Vermarktung von Grundstücken für Einzel- beziehungsweise Doppel- und Reihenhäuser vor.

Um der in ganz Kiel hohen Nachfrage nach Wohnraum gerecht zu werden, sind 2.250 Wohneinheiten in der Planung vorgesehen. Diese werden mit Mehrfamilienhäusern realisiert.

Ziel der Landeshauptstadt Kiel ist eine zügige Entwicklung der ehemaligen Konversionsfläche hin zu einem mischgenutzten Quartier. Deswegen, aber auch wegen fehlender Infrastruktur wie Wasser, Strom und Wärme sowie wegen baulichen Mängeln im überwiegenden Teil der Gebäude und des Geländes sind längerfristige Zwischennutzungen nicht vorgesehen.

Allerdings sind in moderater Ergänzung und Kombination bereits vorhandener Zwischennutzungen temporäre Nutzungen in übergeordnetem städtischen Interesse grundsätzlich vorstellbar. Insbesondere nicht-kommerzielle Nutzungen auf Freiflächen für Freizeit, Sport, Erholung, Kultur und Jugend kommen in Betracht. Auskünfte hierzu gibt Ihnen gerne im Grünflächenamt.

Lageplan

Konzepte, Gutachten, Studien ab 2022

 
 
 

 

 
 

  1. Antrag zur Überprüfung einer Fläche auf Kampfmittelbelastung – Kiel Holtenau Ost, Landeskriminalamt Schleswig-Holstein (Kampfmittelräumdienst), 2021
  2. Verkehrswertgutachten ehemalige Militärliegenschaft des Marinefliegergeschwaders 5, Aktualisierung, 2020
  3. Bodenwertgutachten, Zukünftiger Tonnenhof, Plüschowhafen, 2020
  4. Machbarkeitsstudie zur 2. Erschließung Holtenau Ost, 2020 <
  5. Gutachten, Kiel, MFG 5 Wohn- und Verwaltungsgebäude – Schadstoffkataster, 2020
  6. Marinefliegergeschwader 5, Kiel-Holtenau, Lager- und Abstellgebäude, Orientierende Gebäudeschadstofferkundung, 2020
  7. Gutachten MFG 5 Kiel – Schadstoffkataster für denkmalgeschützte Gebäude, 2020
  8. Ehemaliges Marinefluggeschwader 5, Kiel Holtenau – Gutachten zu Schadstoffermittlungen und -bewertungen sowie zu Rückbaukostenschätzungen von Bunkern, Versiegelungen und Bahntrassen, 2020
  9. Sanierungsgebiet Holtenau Ost (MFG 5 Areal), Teilfläche Plüschowhafen, Kartierung und Bewertung der Biotoptypen, d.h. der gesetzlich geschützten Biotope und der geschützten Bäume, 2020
  10. Sanierungsgebiet Holtenau Ost (ehem. MFG 5 Areal), Artenschutzfachbeitrag, Nachtrag Erfassung Reptilien, 2020
  11. Artenschutz Untersuchung und Bewertung Reptilien, 2020; MFG 5-Areal in Kiel-Holtenau, Faunistisches Fachgutachten, Bestandserfassung und Bewertung, 2017
  12. Detailuntersuchung – Teil 2 – des Altstandortes 1007, Kiel-Holtenau, ehem. Standort des Marinefliegergeschwaders 5, 2019
  13. Grobbilanzierung des naturschutzrechtlichen Eingriffs und Ausgleichs zum Bodenwertgutachten von Büro Altmeppen, 2019
  14. Bericht zur Untersuchung der Ufereinfassungen im Sanierungsgebiet Holtenau Ost, 2018
  15. Geotechnischer Bericht zur Voruntersuchung mit den Ergebnissen einer orientierenden Baugrunduntersuchung, 2018
  16. Ergänzungsbericht zur Machbarkeitsstudie zur Verlagerung des Außenbezirks Kiel (ABz Kiel), 2018 <
  17. Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Holtenau Ost, April 2018
  18. Betrachtung und Bewertung vorhandener Kaikanten in Kiel 2018
  19. Studie zu einer gewerblich nutzbaren Kaikante in der Landeshauptstadt Kiel, 2018
  20. Artenschutzrechtliche Bewertung (Risikobewertung der Planung für die relevanten Tierarten), 2018
  21. Immissionsprognose zur städtebaulichen Zielplanung für den Bereich Holtenau Ost in der Landeshauptstadt Kiel – Kaikante, 2018
  22. Schalltechnische Immissionsprognose zur städtebaulichen Zielplanung für den Bereich Holtenau Ost in der Landeshauptstadt Kiel, 2017
  23. Verkehrswertgutachten über das Objekt ehemalige Militärliegenschaft des Marinefliegergeschwaders, 2017
  24. MFG 5-Areal in Kiel-Holtenau, Faunistisches Fachgutachten, Bestandserfassung und Bewertung, 2017
  25. Abschätzung von Sanierungsleistungen und Sanierungskosten für die kontaminierten Flächen 3 und 6 des Altstandortes AS 1007 (ehem. MFG-5-Areal), 2017
  26. Detailuntersuchung von kontaminationsverdächtigen Flächen (Phase IIb-1) Altstandorte AS 562 (Flughafen Kiel-Holtenau) und AS 1007 (ehem. MFG-5-Areal), 2017
  27. Schreiben des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein vom 12.06.2017
  28. (S.T.E.R.N GmbH) Vorbereitende Untersuchungen gemäß § 141 BauGB HOLTENAU OST Abschlussbericht, 2016 <
  29. Schreiben des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein (Kampfmittelräumdienst) vom 07.07.2015, Überprüfung – MFG 5-Areal-Entwicklungskonzept – auf Kriegsaltlasten
  30. Orientierende Untersuchung von kontaminationsverdächtigen Flächen (Phase IIa-3) Altstandorte AS 562 (Flughafen Kiel-Holtenau) und AS 1007 (ehem. MFG-5-Areal), 2015
  31. Machbarkeitsstudie zur Verlagerung des Außenbezirks Kiel (ABz Kiel) des Wasser- und Schifffahrtsamtes Lübeck (WSA Lübeck) für die Stadt Kiel, 2015 <
  32. Schreiben des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein (Kampfmittelräumdienst), 2015
  33. Integriertes StadtTEILentwicklungskonzept Kiel Holtenau, 2015
  34. Integriertes StadtTEILentwicklungskonzept Kiel Pries/Friedrichsort, 2015
  35. Abschlussbericht – Bewertung und Entwicklung der Verkehrsträger auf dem MFG-5-Gelände in Kiel Holtenau inklusive Zusatzmodul „Regionalökonomische Effekte durch die Ansiedlung von Unternehmen“, 2015
  36. Schalltechnische Untersuchung Flughafen Kiel, 2014
  37. Wirtschaftliche Potenziale der Gesundheitswirtschaft am Standort Kiel – EINE POTENZIALSTUDIE, 2013
  38. Kiel-Holtenau, Marinefliegerhorst – Gefahrenzustandsbeschreibung hinsichtlich akuter Gefahren für Boden und Gewässer, 2013
  39. (S.T.E.R.N GmbH) Vorbereitende Untersuchungen gemäß § 141 BauGB HOLTENAU OST Zwischenbericht 2013 <
  40. Arbeitsplatzpotenziale durch eine gewerblich-industrielle Nachnutzung mit Schwerpunkt Windindustrie eines Teilbereiches des MFG 5-Areals in Kiel-Holtenau, 2012
  41. Standortanalyse für das Gelände des Marinefliegergeschwaders 5 in Kiel-Holtenau (gewerblich-industrielle Nachnutzung mit dem Schwerpunkt Windenergie), 2012
  42. Voruntersuchungen hinsichtlich der Ufereinfassungen, 2012
  43. Bestandsanalyse Verkehr und Erschließung, Bericht, 2012 <
  44. Natur- und Landschaft, Bestandsaufnahme und Bewertung, 2012
  45. Integriertes Stadtentwicklungskonzept Kiel (INSEKK), 2011
  46. Gutachterliche Stellungnahme Wohngebietsausweisung, 2011
  47. Gefährdungsabschätzung für den Tonnenhof in Kiel-Holtenau, Betriebshof des WSA Lübeck, Außenstelle Kiel (Phase IIa und IIb), Vorabzug 2010 <
  48. Abschlussbericht technische Erkundung/Kampfmittelräumung, 2009
  49. Erfassung und Erstbewertung von Kontaminationsverdachtsflächen gern. AH BoGWS, Liegehafen Kiel - Holtenau (Tonnenhof) Phase I, 2009
  50. Gutachten zur Grundinstandsetzung des Uferdeckwerks (BAW), 1988
  51. Gutachterliche Stellungnahme zum Deckwerk am Marineflugplatz Kiel-Holtenau (BAW), 1986
  52. Baugrundgutachten für das Fördeufer am Flugplatz Kiel-Holtenau (BAW), 1986
  53. Baugrundgutachten für einen Dalben einer Schwimmbrücke im Plüschowhafen Kiel (BAW), 1986
  54. Baugrundgeologisches Gutachten für die Grundinstandsetzung der südlichen Ablauframpe im Fliegerhorst Kiel-Holtenau (BAW), 1979

In einem europaweiten Teilnahmewettbewerb waren Stadtplaner*innen, Landschaftsarchitekt*innen und Architekt*innen aufgefordert, in den kollegialen Wettstreit einzutreten. 15 interdisziplinär zusammenarbeitende Teams haben die Chance erhalten, sich in der Aufgabe zu beweisen.

Im Ergebnis eines mehrmonatigen Arbeitsprozesses sind Zukunftsbilder für die größte Konversionsmaßnahme Schleswig-Holsteins entstanden. Am 26. und 27. Oktober 2021 hat eine Jury aus internationalen Expert*innen sowie Vertreter*innen der Verwaltung die besten Ideen gekürt und prämiert. Das Land Schleswig-Holstein hat den Wettbewerb mit Mitteln der Städtebauförderung finanziert. Das Ergebnis war die Grundlage für den weiteren Prozess im Osten Holtenaus.

  • Konzept zur Regenwasserleitplanung und Hitzeanpassung
  • Qualitätshandbuch
  • Bodenmanagement
 

Öffentliche Veranstaltungen ab 2022

Die Entwicklung des Areals soll mit einem breiten Dialog in der Stadtgesellschaft verankert werden. In diversen Beteiligungsveranstaltungen, zum Beispiel dem Forum Holtenau Ost, werden Orte der Informationen und des Austausches geschaffen.

 

Forum Holtenau Ost

Am 11. Juni 2024 stand die Frage im Zentrum, welche Faktoren durch ihre eigene Dynamik an der Entwicklung von Holtenau Ost mitwirken.

Dokumentation des 6. Forums Holtenau Ost

Worum ging es am 11. Juni 2024?

Im sechsten Forum ging es um das Thema, was Holtenau Ost bereits jetzt ausmacht und später ausmachen wird. Es stellten sich Nutzer*innen vor, die bereits vor Ort sind, sowie Interessent*innen, die sich dort gern ansiedeln möchten.

Am 28. November 2023 ging es um das Thema "Mobilität". Die Gäste waren eingeladen, sich nach den Präsentationen an Ständen zu Thesen auszutauschen.

Dokumentation des 5. Forums Holtenau Ost
An den Ständen tauschten sich die Interessierten aus.

Worum ging es am 28. November 2023?

Um die Chancen und Potenziale eines autoarmen Quartiers zu thematisieren und weitere Aspekte des Mobilitätskonzeptes vorzustellen, hatte die Landeshauptstadt Kiel die Öffentlichkeit ins Kieler Rathaus zum 5. Forum Holtenau Ost eingeladen. 

Die Gäste erhielten Einblicke in die Planungen und konnten sich über das Verkehrskonzept mit seinen verschiedenen Mobilitätsformen mit den Fachleuten an „Marktständen“ austauschen.

Die Veranstaltung befasste sich mit den Themen:

  • Quartiersgaragen/Mobility Hubs
  • Mikromobilität
  • Gassen im mittleren Wohnbereich
  • Haupterschließung
Beim 5. Forum Holtenau Ost erhielten die Gäste Informationen zum Mobilitätskonzept.

Am 11. Juli 2023 ging es darum, über den aktuellen Stand der Planungen miteinander ins Gespräch zu kommen.

Dokumentation des 4. Forums Holtenau Ost

WORUM GING ES AM 11. Juli 2023?

Im vierten Forum stellte die beauftragte Arbeitsgemeinschaft den Entwurfstand des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes und des Rahmenplans für Holtenau Ost vor. Das Konzept formuliert die Entwicklungsziele für das Areal, beschreibt, was sich alles auf dem Gebiet entwickeln soll und wie verschiedene Nutzungen und Akteur*innen miteinander vernetzt sind bzw. werden.

Die Veranstaltung befasste sich mit den Themen:

  • Natur und Freiraum
  • Mobilität und Infrastruktur
  • Wohnen
  • Wissenschaft und Wirtschaft
  • Kultur und Identitätsbildung
 

Am 22. März 2023 ging es darum, "Mut zur Stadt" zu zeigen und zu überlegen, wie integrative Quartiersentwicklung gelingen kann.

DOKUMENTATION DES 3. FORUMS HOLTENAU OST

WORUM GING ES AM 22. März 2023?

Im Fokus des dritten Forums stand nach einleitenden Impulsvorträgen eine Podiumsdiskussion über den Prozess einer integrativen Quartiersentwicklung. Etwa 100 Interessierte kamen dazu im Wissenschaftszentrum Kiel zusammen.

Die Veranstaltung befasste sich mit mit den Themen

  • Von der Vision zur Wirklichkeit
  • Integrative Quartiersentwicklung am Beispiel Eimsbüttel 
  • Gutes Wohnen in der Nachbarschaft 
  • Gestaltung einer Stadtteilgesellschaft
  • Handlungsempfehlungen für Integration, gemeinschaftliche Fürsorge und Energiegemeinschaften

Am 24. November 2022 stand das „Wohnen der Zukunft“ im Mittelpunkt der Veranstaltungsreihe.

DOKUMENTATION DES 2. FORUMS HOLTENAU OST

WORUM GING ES AM 24. November 2022?

Nach impulsgebenden Kurzvorträgen zu interessanten Wohnprojekten waren einmal mehr die Ideen und Anregungen der Bürger*innen im „Markt der Möglichkeiten“ gefragt. Die im Rahmen des Forums gewonnen Ergebnisse fließen in den Entwicklungsprozess für Holtenau Ost ein.

Die Veranstaltung befasste sich mit Informationen und Beiträgen zu den Themenbereichen:

  • Vielfältiges Wohnen in neuen Stadtquartieren?
  • Gemeinschaftlich Wohnen?
  • Wohnen – und was noch?
  • Wer macht die Stadt?

Eröffnet wurde das Forum zu Holtenau Ost unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Ulf Kämpfer mit der ersten Veranstaltung am 23. Mai 2022.

DOKUMENTATION DES 1. FORUMS HOLTENAU OST

WORUM GING ES AM 23. MAI 2022?

Im Mittelpunkt der ersten Veranstaltung standen zum einen Informationen und Beiträge zu den Fragen:

  • Was ist das Ziel für das neue Quartier?
  • Wo steht das Projekt aktuell und was sind die nächsten Schritte?
  • Wie wollen wir künftig in der Stadt leben?

Zum anderen - und besonders - interessierten uns Ihre derzeitigen und künftigen Lieblingsorte in Holtenau Ost:

  • Was bietet das Areal wo, sodass ich mich dort heute gerne aufhalte?
  • Was braucht das neue Quartier wo, damit ich mich dort wohlfühle?

Erste Ergebnisse aus dem Forum

Auf einer großen Bodenplane konnten die Kieler*innen während des ersten Forums ihre heutigen und zukünftigen Lieblingsorte markieren und ihre Ideen, Wünsche, Anforderungen und Anmerkungen einbringen. Diese Beiträge sind in der Karte verortet und anklickbar.

Die Karte in einem eigenen Fenster anzeigen

Weitere Veranstaltungen

Gemeinsam statt einsam – Beim Runden Tisch Holtenau Ost kamen am 13. Februar 2024 viele Ideen für ein Quartiersmanagement zusammen.

Holtenau Ost soll ein lebendiges, liebenswertes Stadtquartier werden. Dazu soll auch ein Vor-Ort-Management beitragen. Welche Wünsche gibt es an ein solches Management? Und wie können sich Bewohner*innen selbst einbringen? Um diese und ähnliche Fragen ging es am 13. Februar beim Runden Tisch im Forum Baukultur, zu dem die Landeshauptstadt Kiel (LHK) eingeladen hatte.

Stadtplaner Tobias Brandt (LHK) machte anhand von Plänen deutlich, dass für das Quartier eine Mischung aus Wohnen, Natur, Kultur, Freizeitmöglichkeiten und Wirtschaftsräumen charakteristisch sein wird. Dann hatte Silke Solbach das Wort. Die Geschäftsführerin der Projektgesellschaft Kiel-Gaarden GmbH berichtete den rund 40 Gästen von ihrer Arbeit. Sie koordiniert vier Büros, die das Ziel haben, Entwicklungen in den Stadtteilen auf dem Ostufer voranzubringen, sodass die Lebensqualität steigt.

Die Mitarbeitenden der Büros greifen Ideen aus den Stadtteilen auf und entwickeln daraus mit den Menschen vor Ort Projekte, Aktionen und Konzepte. Sie vernetzen Organisationen, Institutionen und Einzelpersonen und vermitteln zwischen Projektinitiator*innen und der Verwaltung. Und sie informieren über Neuigkeiten, Termine und Planungen auf dem Kieler Ostufer. „Wir organisieren Stadtteilrundgänge, offene Runden zu stadtteilrelevanten Themen, die KulturRotation 143 mit Live-Auftritten und offene Bewegungsangebote für Kinder“, nannte Solbach Beispiele.

Menschen frühzeitig zusammenbringen: Tobias Laufenberg, der bei der Landeshauptstadt Kiel für die Projejktkoordination Quartiersmanagement zuständig ist, nahm den Faden auf. Nicht nur das Quartiersmanagement von bestehenden, sondern auch von neuen Stadtteilen fällt in seinen Arbeitsbereich. Er benannte Herausforderungen unserer Zeit: Aufgrund des demografischen Wandels gebe es viele ältere Menschen mit Hilfebedarf. Und insgesamt 57 Prozent der Haushalte in Kiel seien Einpersonenhaushalte. „Isolation ist heute ein großes Problem“, stellte er fest. Eine Aufgabe des Quartiersmanagements liege deshalb darin, Menschen zusammenzubringen. „Wer sich kennt, übernimmt Verantwortung“, erläuterte er eine positive Wirkung.

Den Stadtteil mit Leben füllen: Ideen, wie Verbindungen im neuen Quartier nördlich des Kanals geschaffen werden können, sammelten die Besucher*innen auf Karten, die sie an eine Fläche hefteten. Kontakte ermöglichen können demnach Projekte für gemeinschaftliches Wohnen, Gemeinschaftsräume, für alle zugängliche Freiflächen, Co-Working-Spaces, gemeinsame virtuelle Räume und Plattformen sowie generationsübergreifende Projekte der Naturspielpädagogik und Spielplätze mitten im Quartier. Auch eine Musikkneipe an der Ecke, eine Boulebahn, Segelkurse und ein Lesesaal mit Meerblick könnten Gemeinschaft stiften.

Welchen Beitrag kann ich leisten? Unter die Frage „Welchen Beitrag möchte ich dazu leisten, dass Holtenau Ost ein lebendiger und liebenswertes Quartier wird?“ wurden Antworten wie diese angepinnt: Spielabende organisieren, Gemeinschaftsgärten anlegen, Straßenfeste organisieren, Feuertonnen für Kommunikation aufstellen, Kochclub gründen und Tresendienst für selbst verwaltetes Café mit Meerblick übernehmen. Besucher*innen der Veranstaltung erklärten ebenso ihre Bereitschaft, Einkaufshilfe für Senior*innen, Hausaufgabenhilfe für Kinder und Sprachkurse für Menschen mit Migrationshintergrund anzubieten.

Auch auf solche Angebote hinzuweisen kann eine der Aufgaben des Quartiersmanagements sein. Tobias Laufenberg erläuterte: „Das Quartiersmanagement in Neubaugebieten wie Holtenau Ost enthält große Chancen, denn dort ist noch viel formbar.“

Menschen diskutieren vor einem Lageplan

Was ist der Runde Tisch?

Die Landeshauptstadt Kiel möchte an den Dialog aus den bisherigen Veranstaltungen des Forums Holtenau Ost anknüpfen und diesen Dialog gezielt vertiefen.

Die Vision für Holtenau Ost fokussiert als einen ihrer acht Aspekte die „Gemeinwohlorientierung als Basis“. Konkret erfordert dies:

  • eine hohe und breit im Quartier verankerte Quote für geförderten Wohnungsbau
  • eine große Bandbreite von Wohnungstypologien und ergänzende, unterstützende Strukturen (ermöglichende Wohnformen)

Hintergrund und Motivation ist die Überzeugung, dass gemeinschaftliche Wohnformen und Wohnformen mit ergänzenden Angeboten für eine zukunftsweisende, kooperative Stadtentwicklung und die Erreichung der Vision unabdingbar sind.

Gemeinsam mit interessierten Bürger*innen und Akteur*innen wollen wir frühzeitig Potentiale für gemeinschaftliche Wohnformen und gemeinwohlorientierte Angebote für das entstehende Stadtquartier ausloten und Interessierte in Verbindung bringen. Deshalb laden wir zu einem „Runden Tisch“ ein. 

Eine lange Zeit war das Gelände Holtenau Ost, das über hundert Jahre militärisch genutzt wurde, für Spaziergänger*innen tabu. Inzwischen ist es geöffnet. Bei drei Rundgängen zum Tag des offenen Denkmals, die unterschiedlich geprägt waren, konnten sich Teilnehmende ein Bild vom besonderen Charakter des Geländes machen.

Dokumentation vom September 2023

Dokumentation vom August 2023

Was ist der Runde Tisch?

Die Landeshauptstadt Kiel möchte an den Dialog aus den bisherigen Veranstaltungen des Forums Holtenau Ost anknüpfen und diesen Dialog gezielt vertiefen.

Die Vision für Holtenau Ost fokussiert als einen ihrer acht Aspekte die „Gemeinwohlorientierung als Basis“. Konkret erfordert dies:

  • eine hohe und breit im Quartier verankerte Quote für geförderten Wohnungsbau
  • eine große Bandbreite von Wohnungstypologien und ergänzende, unterstützende Strukturen (ermöglichende Wohnformen)

Hintergrund und Motivation ist die Überzeugung, dass gemeinschaftliche Wohnformen und Wohnformen mit ergänzenden Angeboten für eine zukunftsweisende, kooperative Stadtentwicklung und die Erreichung der Vision unabdingbar sind.

Gemeinsam mit interessierten Bürger*innen und Akteur*innen wollen wir frühzeitig Potentiale für gemeinschaftliche Wohnformen und gemeinwohlorientierte Angebote für das entstehende Stadtquartier ausloten und Interessierte in Verbindung bringen. Deshalb laden wir zu einem „Runden Tisch“ ein. 

Die Landeshauptstadt Kiel hat Kinder und Jugendliche eingeladen, bei der Gestaltung des neuen Stadtquartiers Holtenau Ost mitzumachen. Am 12., 13. und 16. August 2022 vor dem Jugendtreff Schusterkrug (Gebäude 47) hat die Stadt nach Anregungen und Wünschen gefragt.

DOKUMENTATION zur Kinder- und Jugendbeteiligung

WORUM GING ES im August 2022?

Wo sich heute ein beliebtes Ausflugsziel befindet, das zum Fahrradfahren, Spazieren, Skaten und Segeln einlädt, entsteht in den nächsten Jahren ein neues Viertel. Mit Wohn- und Geschäftshäusern, Wald, Gewerbe-, Sport- und Gemeinschaftsflächen und vielen Freizeitangeboten soll das Areal zu einem lebendigen Stadtquartier an der Förde werden.

Die Meinungen von Euch interessieren uns. Sie sind uns wichtig. Wo haltet Ihr Euch am liebsten auf? Was macht Ihr gerne? Wie stellt Ihr Euch die ideale Nachbarschaft vor? Anhand von Meinungs-Stickern, gebastelten Lieblingsorten und eingezeichneten Wünschen auf einem großen Lageplan hat die Stadt die Anregungen gesammelt.

Auch das Tiny Rathaus war vor Ort . Der Stand der Planung des neuen Stadtquartiers wurde vorgestellt. Hier konnten auch Erwachsene Fragen, Ideen und Wünsche beitragen.

Im Rahmen eines internationalen Workshops im Juni 2022 entstanden im Austausch verschiedener Expert*innen aus dem Ostseeraum Beiträge zu einer Vision für Holtenau Ost.

WORUM GING ES im Juni 2022?

Vom 14. - 17. Juni 2022 hatte die Union of Baltic Cities (UBC) zum Workshop nach Kiel eingeladen. Die UBC ist ein seit über 30 Jahren bestehendes Netzwerk von Städten aus dem Ostseeraum. Mit dem Ziel einer besseren Zukunft für die Einwohner*innen in den Städten bietet sie ihren Mitgliedern eine dynamische Plattform für Erfahrungsaustausch und Kooperation. Die Landeshauptstadt Kiel ist seit 1996 Mitglied und stellt seit einigen Jahren den Vorsitz des Wirtschaftsausschusses.

Die 20 Teilnehmenden aus Polen, Estland, Finnland, Schweden, Dänemark, Litauen und Lettland - alle Expert*innen in Stadtplanung und Projektmanagement und -entwicklung, IT und Smart Digital Solutions sowie anderen Bereichen - hatten die Gelegenheit, das Gelände kennenzulernen und gemeinsam ihre Ideen für das Zukunftsquartier Holtenau Ost in drei Gruppen zu entwickeln.

Dabei dienten drei zentrale Fragen als Leitlinien: Wie kann die Identität der ehemalig militärisch genutzten Fläche in ein Stadtquartier der Zukunft übertragen werden? Wie stärkt man eine Verbindung zwischen dem neuen Stadtquartier und der Gesamtstadt Kiel? Welche Konzepte können dabei unterstützen, das neue Stadtquartier mit Leben zu füllen und den Entwicklungsprozess zu unterstützen?

Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die erarbeiteten Ideen im Rahmen des zeitgleich auf dem ehemaligen MFG-5-Gelände, des zentralen Areals von Holtenau Ost, stattfindenden Waterkant Festivals präsentiert.

 

Kontakt

Landeshauptstadt Kiel 
Stabsstelle Holtenau Ost

0431 901-2572