Nachhaltiges Kiel

Wir machen Zukunft

In Kiel gibt es viele engagierte Menschen, die sich mit guten Ideen und viel Tatendrang dafür einsetzen, dass unsere Fördestadt nachhaltig und zukunftsfähig wird.

Jeden Monat werden wir an dieser Stelle eine Kieler Zukunftsmacherin oder einen Kieler Zukunftsmacher in einem Kurzinterview vorstellen. Sie kennen Leute, die unbedingt auf diese Seite gehören? Dann lassen Sie uns das gerne wissen.

 

Oktober 2018: Florian Scheske

Florian Scheske title=
Foto: Sara Ghazi Alkoud
Was hat dich nach Kiel geführt?

Auf der Suche nach der besten Kunsthochschule bin ich auf die Muthesius in Kiel gestoßen, habe mich hier fürs Industriedesign Studium beworben und bin nach bestandener Eignungsprüfung 2010 nach Kiel gezogen. Meine Freundin (jetzt Frau) war zufälligerweise auch schon vor Ort. Das war natürlich doppelt gut.

Was genau machst du?

Ich bin studierter Ingenieur und Industriedesigner und habe während des Studiums damit angefangen, Bier zu brauen. Gemeinsam mit meinem Kollegen Max haben wir das Bier dann auf den Hoffesten der Muthesius zum Probieren angeboten. Auf Grund der tollen Resonanz entschieden wir uns im Master dazu, eine Biermarke für Kiel zu kreieren - lille war geboren.

Nach dem Studium sind wir direkt in die Selbstständigkeit gestartet, haben unser Bier in anderen Brauereien gebraut und uns 2017 dazu entschieden, eine eigene Brauerei in Kiel zu bauen. Die ist jetzt fertig und öffnet Ende Oktober ihre Pforten für die Öffentlichkeit.

Beim Brauen der Biere legen wir besonders viel Wert auf beste Rohstoffe und maximalen Geschmack. Damit differenzieren wir uns deutlich von den Fernsehbieren. Wir versuchen unsere Prozesse komplett transparent zu halten - das kann auch jeder Besucher erleben, wenn er zu uns in den Schankraum kommt.

Welche SDGs sind von deinem Engagement besonders berührt?

Mir geht es vor allem darum, einen nachhaltigen Produktionsprozess zu etablieren, der über innovative Ansätze Mehrwerte schafft, regionale Wirtschaftskreisläufe nutzt und damit auch ein anderes Konsumverhalten fördert.

Das wären also die Ziele 2 (Kein Hunger und regionale Landwirtschaft), 12 (Nachhaltige(r) Konsum und Produktion), aber auch 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum).

Warum findest du Nachhaltigkeit wichtig?

Ohne nachhaltiges Wirtschaften und eine nachhaltige Lebensweise, die die Gemeinschaft (im Kleinen wie im Großen) und ihr Ökosystem in den Mittelpunkt stellt, werden wir und unser Planet es in (allernächster) Zukunft ziemlich schwer haben, das Level an Lebensqualität und Freiheit aufrecht zu erhalten, dass wir hier für uns etabliert haben.

Kiel 2030 - was ist Deine Vision für unsere Stadt?

Bunt, extrem lebenswert und spannend an jeder Ecke. Eine Stadt, deren komplette Versorgung durch sich und die Region passiert. Die offen ist, sich immer wieder zu verändern und nicht zufrieden ist mit dem Erreichten. Vielleicht auch ein bisschen merkwürdig für den äußeren Betrachter, frei nach Portlands Motto „Keep Kiel weird“.


Die Interviews der letzten Monate

September 2018
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