Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz
Als OB ist Yilmaz im Kieler Rathaus auch für den Bereich Wirtschaft verantwortlich. Zu seinem Dezernat gehören das Referat für Wirtschaft, das Referat Kieler Woche, das Pressereferat, die Stabsstelle Digitalisierung und die Stabsstelle Holtenau Ost sowie das Rechtsamt, das Rechnungsprüfungsamt, das Büro der Stadtpräsidentin, das Referat für Gleichstellung, der Abfallwirtschaftsbetrieb und der Eigenbetrieb Beteiligungen der Landeshauptstadt Kiel.
Der Oberbürgermeister
- leitet und organisiert die Verwaltung
- gliedert die Verwaltung in Sachgebiete und weist diese den Stadträt*innen zu
- ist Dienstvorgesetzter sämtlicher Mitarbeiter*innen, auch der Stadträt*innen
- trifft alle Personalentscheidungen im Rahmen des von der Ratsversammlung beschlossenen Stellenplanes
- bereitet die Beschlüsse der Ratsversammlung und der Ausschüsse vor, führt sie aus und berichtet regelmäßig dem Hauptausschuss <
- führt die Gesetze aus
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0431 901-3001
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Dr. Samet Yilmaz (Bündnis 90/Die Grünen) ist seit dem 22. April 2026 Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Kiel. Er erhielt am 7. Dezember bei der Stichwahl zur OB-Direktwahl in Kiel 54,1 Prozent der Stimmen.
Die Amtszeit beträgt sechs Jahre.
Dr. Samet Yilmaz wurde am 23. Juni 1981 in Kiel geboren. Er wuchs als Sohn türkischer Gastarbeiter im Kieler Stadtteil Gaarden auf.
Nach einer Ausbildung zum Chemielaboranten erwarb er auf dem zweiten Bildungsweg die allgemeine Hochschulreife. Anschließend studierte er Politikwissenschaft, Islamwissenschaft und Öffentliches Recht an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
Im Rahmen seines Studiums sammelte er internationale Erfahrungen im Nahen und Mittleren Osten und vertiefte seine regionalen und sprachlichen Kenntnisse.
Seit 2009 ist Dr. Yilmaz im öffentlichen Dienst tätig. Zunächst arbeitete er als Islamwissenschaftler beim Senator für Inneres und Sport der Freien Hansestadt Bremen. Seit 2011 ist er im Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein beschäftigt, unter anderem mit sicherheitspolitischen Fragestellungen, Extremismusprävention sowie Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten.
2020 promovierte er mit einer Arbeit zur türkischen Außenpolitik und der Zentralisierung politischer Macht.
Seit 2023 gehört Dr. Yilmaz der Kieler Ratsversammlung an. Im April 2026 wurde er zum Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Kiel gewählt.
Dr. Samet Yilmaz ist verheiratet, Vater von drei Kindern und lebt mit seiner Familie im Kieler Stadtteil Russee.
Das schleswig-holsteinische Vergütungsoffenlegungsgesetz sieht vor, dass die Bezüge von Führungskräften und Aufsichtsräten in öffentlichen Unternehmen offengelegt werden. Aktuell stellen sich die Bezüge und Nebeneinkünfte des Kieler Oberbürgermeisters wie folgt dar:
Gemäß §5 Kommunalbesoldungsverordnung (KomBesVO) wird das Amt des Oberbürgermeisters in kreisfreien Städten mit über 150.000 Einwohner*innen in die Besoldungsgruppe B9 eingestuft.
Daneben erhält Dr. Yilmaz gemäß §10 KomBesVO für die durch das Amt bedingten Mehraufwendungen in der Lebensführung eine Aufwandsentschädigung, die steuerfrei gewährt wird. Diese beträgt monatlich 400 Euro.
Neben der Tätigkeit als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Kiel nimmt Dr. Samet Yilmaz eine Reihe von dienstlich veranlassten Aufgaben, öffentlichen Ehrenämtern sowie dem Hauptamt zugeordneten Tätigkeiten wahr. Die Gesamtbeträge der Vergütungen aus dienstlich veranlassten Nebentätigkeiten, öffentlichen Ehrenämtern sowie dem Hauptamt zugeordneten Tätigkeiten werden jährlich zusammengestellt.
Beträge, die dem Oberbürgermeister persönlich verbleiben, unterliegen wie die Besoldung der Einkommenssteuerpflicht.
Neben der Tätigkeit als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Kiel nimmt Dr. Samet Yilmaz eine Reihe von dienstlich veranlassten Aufgaben, öffentlichen Ehrenämtern sowie dem Hauptamt zugeordneten Tätigkeiten wahr.
Kiel.JETZT – Das Programm von Dr. Samet Yilmaz
Als Oberbürgermeister werde ich die Landeshauptstadt Kiel mit Klarheit, Verlässlichkeit und gegenseitigem Vertrauen führen. Unsere Stadt steht vor großen Aufgaben und die Menschen erwarten zu Recht, dass Kiel weiter gut vorankommt.
Kiel.JETZT beschreibt meine Schwerpunkte als Oberbürgermeister, die ich zusammen mit dem Verwaltungsvorstand sowie den Kolleg*innen in der Stadtverwaltung umsetzen möchte. Das Programm enthält sowohl Themen, die auf Langfristigkeit ausgelegt sind, als auch Themen, die kurzfristiger wirken sollen.
Ich konzentriere mich auf das, was jetzt zählt: eine moderne Verwaltung, die Schaffung von Wohnraum, Sicherheit und Sauberkeit, Klimaschutz, eine starke Wirtschaft sowie eine lebenswerte Stadt. Unsere Landeshauptstadt wurde in den letzten Jahren gut regiert. Es gilt, Bewährtes und Erfolgreiches konsequent weiter zu verfolgen und gleichzeitig neue Impulse zu setzen.
Die Haushaltslage der Stadt ist angespannt. Gerade in Zeiten knapper Haushalte braucht es klare Prioritäten, gezielte Investitionen und eine konsequente Steuerung. Fördermittel werden gebündelt, Mittel wirksam eingesetzt und Maßnahmen regelmäßig darauf überprüft, ob sie ihr Ziel erreichen. So gestalten wir mit Augenmaß und gemeinsamer Kraft ein starkes Kiel. Schritt für Schritt und mit sichtbarer Wirkung.
Ein Schlüsselprojekt ist die Entwicklung von Holtenau Ost. Den Letter of Intent werden wir nun mit Leben füllen. Mein Ziel ist klar: Ich möchte die Ansiedlung des Seebataillons der Bundeswehr, bezahlbaren Wohnraum sowie eine moderne Infrastruktur so gut wie möglich in Einklang bringen.
Der erfolgreiche Olympia-Bürgerentscheid eröffnet unserer Stadt eine große Chance. Jetzt gilt es, diesen Weg konsequent zu Ende zu gehen und die Bewerbung erfolgreich abzuschließen. Olympia kann zum Turbo für unsere Stadtentwicklung werden, für den Tourismus und für ein neues Wir-Gefühl in Kiel.
Als Oberbürgermeister stehe ich ab sofort für die Modernisierung und Digitalisierung der Kieler Verwaltung. Ziel ist ein Rathaus, das schnell, verlässlich und bürgernah arbeitet.
Unsere Landeshauptstadt ist in vielen Bereichen bereits gut aufgestellt. Zeitgleich bleiben die Herausforderungen groß. Aus diesem Grund ist es mir wichtig, auf das aufzubauen, was bereits funktioniert und die Verwaltung gezielt weiterzuentwickeln.
Ich gebe der Verwaltung ab dem ersten Tag Orientierung und einen klaren Kompass für das Rathaus der Zukunft. Für unsere Zusammenarbeit bedeutet das: Wir bauen auf klare Führung, die die individuellen Stärken und Fähigkeiten aller Mitarbeiter*innen zur Wirkung bringt, wir ermutigen zu Eigenverantwortung und setzen vollstes Vertrauen in die Kolleg*innen.
Das digitale Projektmanagement für Planung und Steuerung wird weiter ausgebaut. Projekte werden klar priorisiert und strukturiert, Zuständigkeiten transparent gemacht und Fortschritte nachvollziehbar abgebildet. Dadurch und durch die Einführung weiterer digitaler Tools und Nutzung von KI vereinfachen oder automatisieren wir Prozesse und verschlanken Abläufe, damit die Verwaltung mehr Raum für ihre eigentliche Aufgabe hat: den Service für die Menschen in Kiel.
Transparenz ist mir wichtig: Es wird sichtbar gemacht, woran gearbeitet wird, wie Projektstände sind und was erreicht wurde. Wer Verantwortung im Rathaus übernimmt, bekommt meine volle Rückendeckung.
Als Oberbürgermeister mache ich die Aktivierung von Leerstand und Bau-Potenzialen zur Chefsache. Mein Ziel ist klar: mehr Tempo, weniger Bürokratie, schlankere und digitale Prozesse sowie konkrete Lösungen, damit aus Flächen Wohnungen werden und aus Wohnungsnot Perspektiven.
Dafür schaffen wir eine feste Struktur in der Verwaltung, die Leerstände systematisch erfasst, Potenziale sichtbar macht und Eigentümer aktiv anspricht. Ein Potenzialkataster soll helfen, Baulücken, Aufstockungen, Innenhöfe, Brachflächen und leerstehende Gewerbeimmobilien gezielt für neuen Wohnraum zu nutzen.
Ich werde die “Initiative Kiel Wohnen” ins Leben rufen, in der Investoren, private Eigentümer*innen, Baugenossenschaften Mieter*innen und die KiWoG zusammenkommen. Gemeinsam entwickeln wir einen klaren Punkteplan, um vorhandene Flächen konsequent zu nutzen. Dabei sollen auch die Konversions- und Kompensationsflächen des Bundes und der Bundeswehr gezielt und zügig für den Wohnungsbau aktiviert werden.
Klimaschutz und bezahlbares Wohnen gehören für mich zusammen. Insbesondere durch eine verlässliche und bezahlbare Wärmeversorgung. Die Wärmewende in Kiel ist bereits auf einem guten Weg, den ich konsequent weiterverfolgen werde. Gemeinsam mit den Stadtwerken wird der Ausbau des Fernwärmenetzes weiterentwickelt. Für Gebiete, die nicht an das Fernwärmenetz angeschlossen werden können, wird die Unterstützung vor Ort mit ausgebautem Service gestärkt.
Wir bringen den Bauturbo des Bundes ökologisch verantwortungsvoll in Umsetzung. Damit schaffen wir die notwendigen Voraussetzungen, um vorhandene Flächen schneller zu aktivieren und dringend benötigten Wohnraum pragmatisch und mit Augenmaß zu realisieren. Mit diesem Vorgehen entsteht neuer Wohnraum und ausreichend Raum für Grün- und Erholungsflächen.
Gleichzeitig beleben wir die Innenstadt: Mit der Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Vereinen und lokalen Akteur*innen werden konkrete Nutzungskonzepte weiterentwickelt, die Bewegung in leerstehende Flächen bringen und zwar für Start-ups, Kultur, Sport, Arbeit und Begegnung.
Mir ist es wichtig, dass alle Menschen sich in Kiel wohl und sicher fühlen. Als Oberbürgermeister räume ich diesem Thema hohe Priorität ein. Sicherheit und Sauberkeit werden auch weiterhin sichtbar, konsequent und mit klaren Maßnahmen von mir verfolgt.
Wir prüfen ein Konzept mit festen Reinigungsintervallen an Hotspots und einer flexibel einsetzbaren Clean-&-Safe-Einheit, damit besonders belastete Orte in Kiel sichtbarer und schneller sauber gehalten werden. Mit regelmäßigen Stadtteilaktionen sorge ich für mehr Verlässlichkeit und Sauberkeit in den Quartieren. Die Aktion „Sauberes Kiel“ entwickle ich gezielt weiter und binde die Kieler*innen aktiv ein. Gute Ansätze machen wir sichtbar und übertragen sie auf die ganze Stadt.
Für mehr Sicherheit setze ich auf eine konsequente Verbesserung der Beleuchtung in Angsträumen und priorisiere gezielt unsichere Orte. Ein besonderer Fokus liegt auf sicheren Wegen für Frauen, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung. Es werden Sicherheitsrouten mit gezielter Beleuchtung, klarer Wegeführung und besserer Orientierung durch Sicht pilotiert.
Der Schwerpunkt liegt auf dem Ostufer, mit dem klaren Fokus auf Gaarden. Diese Quartiere haben viel Potenzial, vor allem unter dem Gesichtspunkt von Wirtschaft, Wissenschaft, sozialer Teilhabe und Stadtentwicklung. Gaarden hoch 10 entwickeln wir weiter und richten den Blick stärker auf die Chancen des Stadtteils. Das Projektteam erarbeitet konkrete Maßnahmen und überprüft regelmäßig deren Wirkung. Erfolgreiche Ansätze bauen wir aus und übertragen sie auf weitere Stadtteile.
Um unsere Wirtschaft spürbar zu stärken, mache ich die Unterstützung der vier Ws – Wirtschaft, Wissenschaft, Werften und Wasser – zu den Prioritäten. Mir ist es wichtig, dass die Stadt ein verlässlicher Partner ist. Als Oberbürgermeister setze ich auf beschleunigte Entscheidungen, baue Bürokratie ab und bringe die Digitalisierung konsequent voran.
Mit Verantwortlichen der Wirtschaft erarbeite ich ein Positionspapier mit den wichtigsten Zielen und Schritten für ein wirtschaftlich stärkeres Kiel. Gemeinsam sollen Vorschriften auf dem Prüfstand und Prozesse vereinfacht werden.
Ich verbessere die Rahmenbedingungen für Start-ups, Einzelhandel und Gastronomie durch klare Ansprechpartner*innen, schnellere Verfahren und Begleitung. Mir ist wichtig, dass die Betriebe die Verbesserungen im Alltag wirklich spüren.
Mobilität und Klimaschutz gehören für mich zusammen. Eine gleichwertige Verfügbarkeit unserer Stadt für Radfahrer*innen, Fußgänger*innen und Autofahr*innen im Einklang mit meiner Mobilitätswende hat Priorität. Dazu gehört ein gutes ÖPNV-Angebot. Dies sorgt für mehr Aufenthaltsqualität in unserer Stadt. Wir entwickeln Bus, Fähre und perspektivisch auch neue Lösungen wie die Stadtbahn konsequent weiter. Mit den Ergebnissen der autonomen Schwentinefähre SVENTANA setzen wir mittelfristig einen wichtigen Impuls für innovative Mobilität auf der Förde und stärken den ÖPNV auf dem Wasser.
Ich werde einen Punkte Plan Parken umsetzen, der klares Parkraummanagement, mehr Bewohnerparkzonen und eine bessere Nutzung unserer Parkhäuser bringt. So reduzieren wir Suchverkehr und gewinnen Platz für gute Rad und Fußwege.
Ein besonderer Fokus liegt für mich auf der Alltagssicherheit, vor allem für Kinder. Rund um Schulen und Kitas wird der Handlungsbedarf identifiziert und unmittelbar mit mehr Zebrastreifen und mehr Schulstraßen umgesetzt.
Den Folgen der Klimakrise werde ich durch Maßnahmen der grün-blauen Infrastruktur begegnen, die die Lebensqualität der Stadt weiter stärken und uns resilient gegen Hitzewellen, Starkregenereignisse und Hochwasser machen. Ausgewählte Flächen an der Förde werden gemeinsam begrünt. Auf diese Weise wird Klimaschutz sichtbar und erlebbar.
Der regelmäßige Austausch mit den Kieler*innen liegt mir sehr am Herzen. Deshalb werde ich den Dialog konsequent weiterführen und ausbauen: vor Ort in den Quartieren und digital über die Kanäle der Stadt. Die Kommunikation der Stadt werde ich weiterentwickeln. Das Rathaus und die Politik müssen noch näher an die Menschen rücken und sie mitnehmen.
Mir ist es wichtig, die Menschen an Politik teilhaben zu lassen. Ich werde Einblicke in den politischen Alltag des Rathauses geben. Mit offenen und interaktiven Formaten rücke ich das Rathaus näher an die Menschen.
Ich komme dorthin, wo die Menschen sind. In die Quartiere, auf Wochenmärkte, Stadtfeste, Veranstaltungen von Vereinen, bei Bürger*inneninitiativen und mit festen Terminen über das Tiny-Rathaus. Ich höre zu, nehme Anliegen auf und bringe sie direkt ins Rathaus.