Creative City Making
#KreativKiel: umdenken, ermöglichen, gestalten

Kreativität ist nicht nur die Domäne des Kunst- und Kultursektors, so wichtig diese dort auch ist. Bei der Kreativität in der Stadt geht es um eine kreative Lebensweise, die in ganz Kiel zu finden sein soll.

Ein kreatives Kiel möchte eine Ermöglichungskultur schaffen, die eine offene Denk- und Handlungsweise des „Ja, wenn ...“ und nicht des „Nein, weil ...“ umfasst.

 

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Referat Kreative Stadt

 


Report: Kiel – eine aufstrebende kreative Stadt

Ende des Jahres 2021 ist das städtische Referat Kreative Stadt mit dem renommierten internationalen Städteforscher Charles Landry in die nächste Runde des Prozesses „Creative City Making“ gestartet. Über mehrere Monate wurden die kreativen Seiten Kiels mit all ihren Potenzialen erkundet. Mehr zu diesem Prozess.

Nun sind alle Informationen ausgewertet und in einen Abschlussbericht eingeflossen. Er enthält eine umfassende Indexbewertung für die Landeshauptstadt Kiel und 20 Empfehlungen zur verbesserten Ausschöpfung des kreativen Potenzials. 

Die 20 Empfehlungen enthalten zum Beispiel, wie Kiels Potenzial durch konkrete Projekte verankert werden kann, welche Organisationen und Sektoren besser vernetzt werden sollten, wie ein Veränderungsprozess innerhalb der öffentlichen Verwaltung gefördert werden müsste und wie Kiel sich besser nach Außen darstellen kann.

Diese Cluster erwarten Sie ...

  1. Denkweise & Organisationskulturen 
  2. Zukunftsstrategie & Stadtnarrativ 
  3. Potenzial verankern 
  4. Netzwerk – Innen & Außen
  5. Verwaltungsstrukturen ändern 
  6. Kiel International
 

UrbCitizenPower – Empower citizens for agency as driver for change in cities

Kiel ist seit 2024 Teil des Interreg-Projekts UrbCitizenPower, einer Partnerschaft innovativer Städte, die partizipative und handlungsorientierte Prozesse vorantreiben.

Neben Kiel gehören Braga (PT), Groningen (NL), Guldborgsund (DK), Pori (FI) und Košice (SK) dazu, ergänzt durch die Region Zentralmazedonien (GR) mit Thessaloniki. Leadpartnerin ist die Heinrich-Böll-Stiftung (DE), die ihr Fachwissen zu bürgerschaftlichem Engagement und sozialer Innovation einbringt.

 

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Referat Kreative Stadt

 

 

Bürger*innen als treibende Kräfte der Gestaltung

UrbCitizenPower setzt auf die Stärkung der Fähigkeit der Bürger*innen, als treibende Kräfte bei der Gestaltung ihrer Städte mitzuwirken. Ziel ist es, innovative Ideen für urbane Herausforderungen zu schaffen - von der ökologischen Nachhaltigkeit über den Druck auf den städtischen Raum bis hin zum sozialen Zusammenhalt.

Zu den erwarteten Auswirkungen gehören ein stärkerer sozialer Zusammenhalt, innovative Projekte, gemeinsam entwickelte Ansätze und eine größere Akzeptanz der Politikgestaltung.

In den Jahren bis 2028 wird Kiel im Rahmen des UrbCitizenPower-Projekts seine „Kreative Stadt“-Strategie intensiv weiterentwickeln und sich dabei von den Erfahrungen der Partnerstädte inspirieren lassen.

 

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Ausgewählte Projekte

Auf Tour mit dem Tiny Rathaus

Am 20. März haben wir mit dem Tiny Rathaus an der Kiellinie einen offenen, informellen Ort geschaffen, um bei Kaffee, Sonne und viel Neugier ins Gespräch zu kommen, was sich hinter dem strategischen Ziel der kreativen Stadt der Landeshauptstadt verbirgt und was eine kreative Stadt ist und sein kann.

Ganz nach dem Motto „jede*r ist Stadtgestalter*in“ haben wir mit vielen Besucher*innen darüber gesprochen, wie Kreativität im Alltag sichtbar wird und welche Rolle sie für das Zusammenleben in Kiel spielt. Kreativität ist keine besondere Begabung, sondern eine Haltung. Eine kreative Stadt ist ein Ort, an dem Menschen die Möglichkeit haben, diese Haltung zu entfalten und ihre Stadt und ihren Alltag aktiv mitzugestalten.

Um das greifbar zu machen, hatten wir eine große Stadtkarte dabei, auf der kreative Orte in Kiel markiert werden konnten. Dabei sind viele persönliche Perspektiven auf Orte, die inspirieren, Begegnung ermöglichen oder noch mehr Potenzial haben, gesammelt worden.

Besonders spannend war die Frage: „Wenn du 5.000 € hättest, um deine Nachbarschaft zu verbessern – was würdest du tun?“ Die Antworten zeigen deutlich, wie groß das Bedürfnis nach lebendigen, gemeinschaftlichen Orten ist. Viele wünschen sich mehr kostenlose Begegnungs- und kreative Freiräume wie z. B. Nachbarschaftstreffs. Auch eine einladendere Gestaltung oder eine bessere Aufenthaltsqualität an zentralen Orten wurden häufig genannt. Weitere Themenfelder waren:

  • Gestaltung / Aufenthaltsqualität
  • Kunst / Kultur
  • Kinder- und Jugendliche / Teilhabe 
  • Verkehr / Mobilität 
  • Infrasstruktur 
  • Wasser / Freizeit 

 


Latest Events & News

Kick-off in Kiel: Empowering Citizens to Drive Change

Audiowalk durch die Stadt Braga

Das Projekt UrbCitizenPower begann offiziell mit einem Partnertreffen im Juni 2024 in Kiel stattfand. Diese Auftaktveranstaltung legte den Grundstein für die künftige Zusammenarbeit und ermöglichte es den Partner*innen, sich auf die wichtigsten Konzepte, Ansätze und Ziele für die Stärkung von Bürger*innen zu einigen.

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Urban Living Lab in Braga

Audiowalk durch die Stadt Braga

Zum zweiten Partnertreffen des Projekts trafen wir uns im Februar 2025 zum ersten Urban Living Lab in Braga, wo wir die dynamische Stadt und ihr Engagement erlebten. Wir haben erste Einblicke in erfolgreiche Ansätze für urbane Herausforderungen gewonnen und konnten auch Ideen aus Kiel einbringen. 

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Urban Living Lab in Groningen

Gruppenfoto mit Stadtmodell

Im Juni 2025 trafen wir uns in Groningen zum dritten Partnertreffen. Dort lernten wir, wie die Design Guideline „New Space For Living“ Stadtplanung verändert, indem öffentliche Räume aktiv zurückgewonnen und für Bürger*innen und neue Mobilitätskonzepte priorisiert werden. Stadtspaziergänge und Workshops zeigten, wie Menschen ermutigt werden, bestehende Räume neu zu denken und zu gestalten. Für Kiel nahmen wir Impulse mit, diese Perspektiven und Verhandlungsansätze in der Kreativen Stadt Vision weiterzuentwickeln.

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Urban Living Lab in Thessaloniki

Gruppenfoto in Thessaloniki
Foto: Stephanos Papadimitriou

Im Dezember 2025 reisten wir zum vierten Partnertreffen nach Thessaloniki. Gastgeber war der Regional Development Fund of Central Macedonia (RDFCM). Ein prägender Moment war unser Besuch in Kodra, einer ehemaligen Militärbasis in Kalamaria. Stellvertretender Bürgermeister Nikos Misirlis führte uns über das Gelände und erläuterte den starken Wunsch der Bevölkerung, die Fläche als Grünraum zu erhalten – trotz ihres hohen Marktwerts. Besonders beeindruckend: Die Stadt begann den Prozess, indem sie zuerst die Community fragte. Ergebnis: 82 eingereichte Vorschläge von Bürger*innen, Architekt*innen und lokalen Gruppen – ein klares Beispiel für frühzeitige, echte Mitgestaltung.

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Urban Living Lab in Guldborgsund

Gruppenfoto in Guldborgsund
Foto: Ingrid Riis

Im April 2026 war die Kommune Guldborgsund Gastgeberin des vierten Urban Living Labs. Kiel lernte, wie die Kommune mit der Herausforderung einer schrumpfenden Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter umgeht. Dabei setzt Guldborgsund auf die aktive Beteiligung junger Menschen und schafft Räume, in denen sie Verantwortung übernehmen und demokratische Beteiligung im Alltag erleben können. 

Ein Beispiel dafür sind die Markedsallen – ein von der Gemeinschaft gestalteter Ort. Jugendliche entwickeln Ideen für die Zukunft des Ortes und holen weitere junge Menschen in den Prozess. So entstand ein Ort, der bis heute von Jugendlichen mitgestaltet wird.

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Partner*innen

 

Logo: Interreg Europe - Co-funded by the European Union - UrbCitzenPower
Website der Stadtverwaltung Groningen
Website der Stadtverwaltung Guldborgsund
Website der Heinrich-Böll Stiftung

 

Website der Organisation Prizztech
Website der Organisation Creative Industry Kosice
Website des regionalen Entwicklungsfonds von Zentralmazedonien
Website der Stadtverwaltung Braga