Nördlich des Kanals unterwegs: Pries/Friedrichsort

Die Grenzen zwischen den Stadtteilen Pries und Friedrichsort sind fließend und nur wenige Einwohner*innen werden wissen, wo genau sich die Stadtteile trennen. Die Stadtteile sind im Besonderen durch Kiels größten Naturstrand, den Falckensteiner Strand, bekannt.

Dieser Stadtteil hat auch noch viele weitere kulturell interessante Orte wie zum Beispiel das denkmalgeschützte Gebäude der Lernwerft (ehemaliges Garnisonslazarett) am Skagerrakufer, die Festung Friedrichsort oder den Leuchtturm auf der Leuchtturmsinsel zu bieten. Auch die dänischen KulturSpuren bieten weitere Anhaltspunkte in diesem Stadtteil.

Eingemeindet wurden Pries und Friedrichsort, wie Holtenau, im Jahre 1922. Wie viele Teile Kiels wurde auch Pries-Friedrichsort während des zweiten Weltkrieges schwer beschädigt, kaum Architektur blieb erhalten.

Auf dem Weg vom MFG5 Gelände mit dem Fahrrad nach Friedrichsort empfiehlt sich ein kleiner Zwischenstopp: Am Ende der Mole der Sportboothafenspitze Stickenhörn befindet sich ein kleiner Spielplatz – ein Geheimtipp für eine Picknick-Pause!

Die Route in Pries/Friedrichsort ist ungefähr 1,5km lang.

 

 

© LHK Kiel Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation



Bethlehem-Kirche

Standort: Bethlehem-Kirche Pries-Friedrichsort - Ev.-Luth. Kirchengemeinde Pries-Friedrichsort, Möhrkestraße 9, 24159 Kiel

  • Wie lang steht diese Kirche wohl schon hier? 
  • Für wen wurde sie gebaut?

Durch den holzverschalten Fachwerkbau wurde die 1875 als preußische Garnisonskirche erbaut Kirche bald „Holzkirche“ genannt.

Bis 1945 wurde sie von der Marine genutzt und diente bis 1953 sowohl katholischen als auch evangelischen Christen gemeinsam als Gotteshaus. Ungewöhnlicherweise ist diese Kirche nicht geostet, d.h. der Altar zeigt „fälschlicherweise“ nach Westen. Die Kirche ist der einzig erhaltene Holzsakralbau der Zeit nach 1870 in Schleswig-Holstein und steht seit 1988 unter Denkmalschutz.

1987 erhielt die Kirche auf Grund des Einweihungsdatums - Weihnachten 1875 - den Namen „Bethlehem-Kirche“. 1999 erwarb die „Interessengemeinschaft Bethlehem-Kirche e.V.“ das Gebäude. Der gemeinnützige Verein gewährleistet die Nutzung für Gottesdienste und kulturelle Veranstaltungen.


Bethlehem-Kirche
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Leuchtturmplatz Friedrichsort

Standort: Alter Leuchtturm Friedrichsort, An der Schanze 46, 24159 Kiel

  • Warum steht ein Leuchtturm mitten in der Fußgängerzone? 
  • Wie ist er hier hingekommen? 
  • Ob man wohl von oben das Meer sehen kann?

Im Mai 2011 wurde die Spitze des alten Friedrichsorter Leuchtturms hier aufgestellt.

Von 1889 bis 1971 war dies das Turmhaus des Leuchtturmes in der Friedrichsorter Enge, der schmalsten Stelle der Kieler Förde.

Nachdem der neue, höhere Leuchtturm errichtet wurde, zog das alte Turmhaus mehrfach um: Zuerst stand es von 1973 am Bootshafen in der Kieler Innenstadt, bevor es 2003 wieder nach Friedrichort umzog. Nach acht Jahren am Heinrich-Rixen-Platz wurde es 2011 auf dem heutigen Platz aufgestellt.


Leuchtturmplatz
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Kirche Pries: Zum guten Hirten

Standort: Kirche "Zum guten Hirten" Pries-Friedrichsort - Ev.-Luth. Kirchengemeinde Pries-Friedrichsort, Friedrichsorter Str. 22, 24159 Kiel

  • Was fällt an diesem Standort auf? 
  • Wie viele Stufen hat die lange Treppe bis zur Kirche? 
  • Wie viele Menschen haben hier wohl bei einem Gottesdienst Platz?

Die Kirchengemeinde Pries-Friedrichsort entstand 1995 durch Vereinigung der Bethlehem-Gemeinde (ehemals Kirchengemeinde Friedrichsort) mit der Kirchengemeinde Pries.

Die Kirchengemeinde Friedrichsort geht auf das evangelische Marinepfarramt in der zunächst dänischen, später preußischen und deutschen Festung bzw. Garnison zurück. Für die Gottesdienste wurde 1875 die Garnisons-Kirche (heute: Bethlehem-Kirche) errichtet. Sie wird nach wie vor für Gottesdienste, überwiegend aber als Kulturkirche genutzt.

Die evangelischen Zivilisten in Friedrichsort gehörten anfangs zu Dänischenhagen und waren Teil des Pfarrbezirks II, der auch Pries umfasste und erst später als Kirchengemeinde selbständig wurde. Die im Stil der Heimatschutzarchitektur von dem Architekten Kuno von Pentz erbaute Kirche „Zum guten Hirten“ mit angrenzendem Pastorat wurde 1911 eingeweiht. Zusammen mit dem dahinter liegenden Pastor-Lensch-Haus bildet sie heute das Zentrum der Kirchengemeinde Pries-Friedrichsort.


Kirche Pries: Zum guten Hirten
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Windharfe

Standort: Otto-Ernst-Weg & Gustav-Falke-Straße, 24159 Kiel

Der Begriff „Windharfe“ ist ein Synonym für das Wort Äolsharfen. Äolsharfen sind Saiteninstrumente, die mit Hilfe von Luftströmen, wie zum Beispiel durch Wind zum Klingen erzeugt werden. 

  • Bei dieser „Windharfe“ handelt es sich nicht um eine solche Äolsharfe, aber wie mag das Spiel des Jünglings wohl klingen? 
  • Kann man den Wind durch die bronzenen Saiten hören?

In Friedrichsort, an der Kreuzung Gustav-Falke-Straße / Otto-Ernst-Weg, steht die Plastik Windharfe aus dem Jahr 1982 von Max Schegulla (* 10. Januar 1918 in Trachenberg, † 14. April 2008 in Mulsum). Schegulla war ein Schüler Gerhard Marcks und hat zahlreiche Kunstwerke geschaffen, die sich zum Teil in Privatbesitz befinden, aber auch im öffentlichen Raum in Hamburg, Dortmund und Kiel zu finden sind.

Hier zu sehen ist ein nackter junger Mann mit einer großen Harfe aus Bronze. Dieser junge Mann könnte der Harfenspieler David aus einer biblischen Geschichte darstellen. David sollte die Sorgen des Königs Saul mit seinem Harfenspiel vertreiben und wurde letztendlich selbst zum König.


Windharfe
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