Dritte Option

Spätestens seit dem 1. Januar 2019 ist die Berücksichtigung der dritten Option bei der Arbeit öffentlicher Verwaltungen Pflicht.

 

Die Möglichkeit zur Wahl der so genannten dritten Option steht Menschen frei, bei denen die Geschlechtszugehörigkeit nicht eindeutig festgestellt werden kann, weil sie z.B. Geschlechtsmerkmale beider Geschlechter aufweisen. Die Abweichung von der Binarität, also von der Mann-Frau-Kategorisierung, wird mit dem Begriff „Intersexualität“ oder „Intergeschlechtlichkeit“ beschrieben. Dieser Begriff ist rein biologisch/anatomisch zu verstehen.

Intersexualität steht weder mit der sexuellen Orientierung noch mit dem sozialen Geschlecht (sog. Gender) unmittelbar in einem Zusammenhang. Seit Januar 2019 können intersexuelle Menschen in den Registern die sog. Dritte Option - ‚divers‘ ankreuzen, wenn eine Geschlechtsangabe erforderlich ist. Die Änderung des Personenstandsgesetzes, die dies ermöglicht, basiert auf der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 10. Oktober 2017.

Seit Beginn des Jahres konnten auch einige Trans*- Personen, die sich ebenfalls nicht binär einordnen, ihr Geschlecht im Personenstandsregister auf ‚divers‘ ändern. Dies entsprach nicht dem Regelungsinhalt der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, das sich mit seiner Entscheidung ausschließlich an nicht-binär lebende Intersexuelle richtete, aber Trans*-Personen nicht mit abdeckte.

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