Förderprogramm der Landeshauptstadt Kiel zur Dach- und Fassadenbegrünung

Gründächer sind multifunktional und wirken sich positiv auf das Stadtklima, die Niederschlagswasserrückhaltung, die Biodiversität sowie auf die Haltbarkeit von Dachabdichtungen und den Energieverbrauch aus und binden in nachweisbarem Umfang auch CO2.

Sie bieten die Möglichkeit einen Ausgleich zur fortschreitenden Flächenversiegelung und dadurch Ersatzräume für Flora und Fauna zu schaffen. Ferner können sie, je nach Ausgestaltung, als „grüne Oasen“ in der Stadt als Freizeit- und Erholungsfläche dienen.

Viele dieser vorteilhaften Eigenschaften finden sich auch bei Fassadenbegrünungen wieder. Insbesondere sind ihre positiven Wirkungen auf das Stadtklima, die Biodiversität und die Luftqualität hervorzuheben.

Blumenwiese auf einem Flachdach
Gründächer wirken sich positiv auf das Stadtklima aus (Quelle: Bundesverband GebäudeGrün e.V.)

Zur Anpassung an den Klimawandel sind Dach- und Fassadenbegrünungen bestens geeignet nachteilige Folgen des Klimawandels zu kompensieren und ergänzen sich vorteilhaft. Sie können der zunehmenden Erwärmung der Innenstädte, die durch steigende Temperaturen und zunehmende Versiegelung bereits fühlbar geworden ist, durch die von ihnen gelieferte Verdunstungskühlung entgegenwirken. Auch bei Starkregenereignissen, die klimawandelbedingt zukünftig häufiger auftreten werden und die die Kanalisation sowie die herkömmliche Regenwasserbewirtschaftung schon heute an ihre Grenzen bringt, bieten Dachbegrünungen Abhilfe. Je nach Ausgestaltung können sie das Niederschlagswasser zurückhalten und/oder es zeitverzögert ableiten. Dadurch kann die Gefahr und Auswirkung einer Überflutung wirkungsvoll reduziert werden. 

Kiel grünt auf - Grün auf's Dach und an die Wand

Förderprogramm zur Begrünung von Dächern und Fassaden in der Landeshauptstadt Kiel

Um die Bereitschaft von Gebäudeeigentümer*innen für eine Begrünung von Gebäuden
anzuregen und damit die Vorteile von Dach- und Fassadenbegrünungen für Kiel nutzen zu
können, bezuschusst die Landeshauptstadt, zunächst befristet bis zum 31.12.2022, freiwillig
durchgeführte Dach- und Fassadenbegrünungen an Gebäuden in der Landeshauptstadt im
Rahmen eines Förderprogrammes.  

 

 

Eigentümer*innen/Erbbauberechtigte/sonstige Verfügungsberechtigte von Gebäuden in der Landeshauptstadt Kiel.

Dachbegrünung

  • Freiwillig durchgeführte Dachbegrünungen auf Bestandsgebäuden und Neubauten
  • ab 20 m² Nettovegetationsfläche
  • ab 8 cm Substratdicke auf: Gewerbegebäuden (Neubau und Bestand), Garagen/Carports (Neubau und Bestand), bestehenden Wohn- und Bürogebäuden und sonstigen Gebäuden im Bestand
  • ab 12 cm Substratdicke auf: Wohn- und Bürogebäuden (Neubau) und sonstigen Gebäuden (Neubau)
  • alle Planungs-, Material- und Baukosten im Zusammenhang mit der Maßnahme ab der Oberkante der Dachabdichtung
  • Zusatzkosten für die Herstellung der Tragfähigkeit (Statik) im direkten Zusammenhang mit der Installation eines Gründaches im Bestand
  • Kosten für die Fertigstellungspflege 


Fassadenbegrünung

  • Freiwillig durchgeführte boden- und wandgebundene Fassadenbegrünungen an Neu- und Bestandsgebäuden
  • alle Planungs-, Material- und Durchführungskosten im direkten Zusammenhang mit der Fassadenbegrünung
  • Bewässerungssysteme
  • Kosten für die Fertigstellungspflege während der ersten 2 Jahre

 

Dachbegrünung

Die Förderung beträgt 50% der förderfähigen Kosten als einmaliger Zuschuss

  • bei einem extensiv begrünten Dach maximal 25 Euro/m² und maximal 7.500 Euro pro Gebäude
  • bei einem intensiv begrünten Dach maximal 50 Euro/m² und maximal 10.000 Euro pro Gebäude

Die Fertigstellungspflege wird im Rahmen des maximalen Förderzuschusses bis zu 12 Monate nach dem Einbringen der Pflanzen/der Aussaat gefördert.
Pro Objekt kann nur ein Antrag gestellt werden. Nebengebäude sind als Teil des Hauptgebäudes zu sehen. Auf besonderen Antrag wird ein Förderzuschlag in Höhe von 10 Euro/m² für den Mehraufwand durch Befestigungen von Anlagen für solare Energiegewinnung (PV) bei einem Solar-Gründach gewährt.


Fassadenbegrünung

Die Förderung beträgt 50% der förderfähigen Kosten als einmaliger Zuschuss und beträgt maximal 5.000 Euro pro Gebäude.
Die Fertigstellungspflege wird im Rahmen des maximalen Förderzuschusses bis zu 24 Monate nach Neupflanzung gefördert.

 

Der Förderantrag muss vor Beginn der Maßnahme gestellt und bewilligt werden. Als Maßnahmenbeginn zählt die Vergabe bzw. der Abschluss von Lieferungs- oder Leistungsverträgen. Angebotsabfragen, Planungsleistungen und Genehmigungsverfahren vor Erlass des Bewilligungsbescheids sind zulässig.

 

Die Laufzeit des Förderprogrammes ist zunächst bis zum 31.12.2022 befristet.

Der Fördermitteltopf ist begrenzt. Die Bearbeitung erfolgt nach Eingangsdatum. Wenn die Fördermittel erschöpft sind, erhalten Sie einen Hinweis auf eine mögliche Fortsetzung des Programms. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.  

Und so funktioniert es:

Schritt 1:
Lesen Sie sich die Förderrichtlinie sorgfältig durch.

Schritt 2:
Holen Sie eine Kostenschätzung/einen Kostenvoranschlag einer Fachfirma ein. Diese muss dem Antrag beigefügt werden.

Schritt 3:
Machen Sie bei einer Maßnahme an einem Bestandsgebäude „Vorher“-Fotos und fügen Sie diese dem Antrag bei.

Schritt 4:
Füllen Sie das Antragsformular aus und senden Sie dieses, zusammen mit den erforderlichen Unterlagen, unterschrieben an die angegebene Adresse. Sie erhalten eine Eingangsbestätigung.

→ Antragsformular wird in Kürze barrierefrei online gestellt. Es kann zurzeit nur als nicht barrierefreie PDF zur Verfügung gestellt und per E-Mail angefordert werden.

Schritt 5:
Ihr Antrag wird schnellstmöglich geprüft und Sie erhalten einen schriftlichen Bescheid.

Schritt 6:
Nach Erhalt des Bewilligungsbescheides können Sie die Begrünungsmaßnahme beauftragen bzw. umsetzen. Die Umsetzung muss innerhalb von 12 Monaten ab Datum des Bewilligungsbescheids erfolgen.

Schritt 7:
Sobald die Maßnahme umgesetzt ist, rufen Sie die Fördermittel ab. Dazu füllen Sie ein Auszahlungsformular und einen kurzen Sachbericht aus und fügen die Rechnungsbelege und „Nachher“-Fotos bei.

→ Auszahlungsformular wird in Kürze barrierefrei online gestellt.  

Haben Sie Fragen?

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Die Kontaktdaten finden Sie oben.

 


Unterlagen zum Förderprogramm

Alle Formulare werden in Kürze barrierefrei online gestellt. Sie können zurzeit nur teilweise als nicht barrierefreie PDF zur Verfügung gestellt, jedoch per E-Mail angefordert werden.

 

 

Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
Umweltschutzamt
Untere Wasserbehörde

Bärbel Laarmann-Ackermann
Holstenstr. 108 
24103 Kiel

0431 901-3736


Angela Maaß
Holstenstr. 108
24103 Kiel

0431 901-3766


Volker Ahrendt
Holstenstraße 108
24103 Kiel

0431 901-1118