Kieler Nachhaltigkeitspreis

Die Landeshauptstadt vergibt den Kieler Nachhaltigkeitspreis für innovative Ideen, Konzepte und Projekte, welche die Faktoren „Soziales“, „Wirtschaftlichkeit“ und „Umwelt“ beispielgebend und erfolgreich zu zukunftsfähigen Lösungen miteinander verbinden und die Kiel für uns und die nächsten Generationen lebenswerter machen.

Mehr zum Preis

Die Ratsversammlung hat den Nachhaltigkeitspreis gestiftet, der mit 5.000 Euro Preisgeld dotiert ist und geteilt werden kann. 2016 wurde der Nachhaltigkeitspreis erstmals ausgelobt.

Seit dem Jahr 2016 wird der Kieler Nachhaltigkeitspreis jährlich durch die Landeshauptstadt Kiel für innovative Ideen, Konzepte und Projekte ausgelobt, welche die drei Säulen der Nachhaltigkeit - Ökologie, Soziales und Wirtschaft - beispielhaft und erfolgreich zu zukunftsfähigen Lösungen verbinden und Kiel für uns und die nachfolgenden Generationen lebenswerter machen. Kieler*innen haben die Möglichkeit, sich aktiv an der Zukunftssicherung Kiels zu beteiligen und auf diese Weise eine nachhaltige Stadtentwicklung zu unterstützen.

Das Preisgericht lobt jedes Jahr ein anderes Thema für den Kieler Nachhaltigkeitspreis aus, so dass eine Vielfalt von engagierten Akteur*innen aus Gesellschaft, Wirtschaft, Bildungseinrichtungen sowie Vereinen und Verbänden teilnehmen und für ihr nachhaltiges Handeln ausgezeichnet werden können. Die Preisvergabe unterstützt und verankert eine nachhaltige Entwicklung als grundlegendes Fundament für die Zukunft in der öffentlichen Wahrnehmung.

Die Themen der letzten Jahre lauteten: 2016 „Plastik an und in der Kieler Förde", 2017 „Nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln in und an der Kieler Förde", 2018 „Nachhaltige Mobilität an und in der Kieler Förde", 2019 „Nachhaltiges Wohnen und Bauen in Kiel“, 2020 „Nachhaltige Projekte von und mit Kindern und Jugendlichen in Kiel“, 2021 „Leihen, Teilen, Tauschen und Reparieren – Ressourcenschonung in Kiel“ , 2022 „Lebensräume für heimische Tiere und Pflanzen in Kiel schaffen – Kieler*innen sorgen für Biodiversität“ . 2023 „Kiel nachhaltig fairändern: Fair-Trade Projekte von Kieler*innen für die Welt“. Im letzten Jahr war das Thema "Nachhaltigkeit im Sport in Kiel".


Kieler Nachhaltigkeitspreis 2027 Nachhaltig demokratisch

Demokratie und Nachhaltigkeit beeinflussen auf vielfältige Weise unser alltägliches Leben und unsere Lebensqualität: beispielsweise, wenn es um grüne und inklusive Stadtgestaltung, nachhaltige politische Beschlüsse oder Partizipation bei städtischen Entscheidungen geht. Nachhaltigkeit und Demokratie stehen dabei in vielfacher Wechselwirkung miteinander und bedingen sich gegenseitig: Für eine nachhaltige Entwicklung ist eine stabile Demokratie wichtig. Denn nur dort, wo Menschen mitreden, mitentscheiden und Verantwortung übernehmen können, gelingt es Gesellschaften, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, um Herausforderungen jetzt und in der Zukunft zu begegnen.

Im Moment geraten sowohl Demokratien als auch Nachhaltigkeit zunehmend unter Druck – dabei sind beide unerlässlich, um ein lebenswertes Leben für alle Menschen zu ermöglichen. Denn sowohl Demokratien als auch das Konzept der Nachhaltigkeit basieren auf der Anerkennung der Grundrechte und zielen gemeinsam darauf ab, für die jetzige und zukünftige Generationen eine sichere und gerechte Lebensgrundlage innerhalb der Grenzen unserer Umwelt zu ermöglichen und zu erhalten. Dies gilt global, wie auch lokal. Daher ist es auch auf kommunaler Ebene entscheidend, demokratische Grundsätze zu stärken und den Wandel hin zu einer sozial ökologischen Transformation aktiv zu gestalten. Der Kieler Nachhaltigkeitspreis 2027 steht daher unter dem Motto "Nachhaltig demokratisch: Projekte zur Demokratieförderung und -vermittlung in Kiel“.

Welche Projekte können sich bewerben?

Einerseits werden Projekte gesucht, die zeigen, wie Nachhaltigkeit und Demokratie Hand in Hand gehen können. Denn auch wenn Demokratien keine Selbstläufer für eine nachhaltige Entwicklung sind, zeigt sich, dass in Demokratien Nachhaltigkeit am besten umgesetzt werden kann. Sie ermöglichen es auf vielfältige Weise, dass durch Mitgestaltung und Teilhabe die Stimme für die aktuelle und zukünftige Generationen erhoben wird und zukunftsfähige gemeinschaftliche Lösungen für drängende Probleme gefunden werden können. 

Zugleich führen die aktuellen Herausforderungen, vor denen Staaten stehen, auch zur Entwicklung von neuen demokratischen Prozessen, politischen Instrumenten, modernen Beteiligungsformaten und zivilgesellschaftlicher Demokratisierung, um Herausforderungen wie dem Klimawandel und Biodiversitätsverlust begegnen zu können. Da es für diese Herausforderungen keine einfachen Antworten gibt, sind offene, demokratische Gesellschaften, die einen Wettbewerb der Ideen zulassen, am besten geeignet, diesen gerecht zu werden. 

Bewerben können sich daher beispielsweise Projekte wie Kinder- und Jugendparlamente, die im Besonderen nachhaltige Themen wie Klimawandel und Ressourcenschutz in den Blick nehmen, Initiativen, die neue partizipative Formate entwickeln, die Beteiligung an nachhaltigen Entscheidungen ermöglichen, Schulprojekte, die die demokratische Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der nachhaltigen Schulentwicklung stärken oder weitere Projekte, die sowohl Demokratie als auch Nachhaltigkeit in den Blick nehmen.

Andererseits soll der Kieler Nachhaltigkeitspreis auch Projekte auszeichnen, die sich im Allgemeinen für Demokratieförderung und -vermittlung engagieren. Denn bereits das Stärken demokratischer Prozesse und demokratischer Handlungsfähigkeit von Kindern und Erwachsenen trägt wie beschrieben zu einer nachhaltigen Entwicklung in Kiel und den Zielen für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen bei. Demokratieförderung kann dabei sowohl die individuelle Stärkung demokratischer Kompetenzen beinhalten (z.B. durch die Wissensvermittlung, wie Demokratien und die eigene Beteiligung daran funktionieren) als auch die Verankerung einer demokratischen Kultur auf gesellschaftlicher Ebene sowie die Stärkung von Partizipation und Teilhabe an politischen Prozessen und Entscheidungen. 

Bewerben können sich daher beispielsweise auch demokratiebildende Projekte für Kinder und Jugendliche, Schulprojekte mit einem Fokus auf Demokratie, kreative und künstlerische Veranstaltungsformate für Demokratieförderung, sowie Projekte, die Teilhabe und politische Partizipation stärken oder weitere Bildungsprojekte. Bei jeder Bewerbung sollte auch hier ein eigenes Statement zum Zusammenhang zwischen den eigenen demokratiefördernden Aktivitäten und der Förderung des Nachhaltigkeitsgedankens erfolgen – eine entsprechende Frage findet sich daher in den Bewerbungsformularen.

Nachhaltig demokratisch | Bild: istockphoto.com

So können Sie sich bewerben

Der Kieler Nachhaltigkeitspreis soll die Akteur*innen aus Wirtschaft, Kommunen, Forschung sowie Vereinen und Verbänden in nachhaltigem Handeln bestärken und dazu beitragen, die Grundsätze nachhaltiger Entwicklung in der öffentlichen Wahrnehmung stärker zu verankern. 

Bewerben können sich natürliche oder juristische Personen, Personengruppen, Arbeitsgemeinschaften oder Institutionen, die grundsätzlich ihren Wohnsitz, Arbeitsort bzw. ihre Geschäftsniederlassung in Kiel haben. Auch Verbände, Vereine und Schulen sind aufgerufen, sich zu bewerben. Die Niederlassung ist grundsätzlich durch eine Adresse im Stadtgebiet Kiel nachzuweisen. Wenn der Nachweis einer Adresse im Stadtgebiet Kiel nicht erbracht werden kann, so kann der Kieler Nachhaltigkeitspreis auch für Projekte verliehen werden, die einen eindeutigen Bezug zur Landeshauptstadt Kiel haben, weil sie z.B. in der Landeshauptstadt Kiel umgesetzt werden. Darüber entscheidet die Ratsversammlung auf Vorschlag des Preisgerichts.

Achtung: die Bestimmungen des Nachhaltigkeitspreises haben sich dahingehend geändert, dass Mehrfachauszeichnungen von natürlichen oder juristischen Personen, Personengruppen, Arbeitsgemeinschaften oder Institutionen nur für verschiedene Projekte möglich sind. Der Nachhaltigkeitspreis kann somit nicht noch einmal für ein identisches Projekt, welches in der Vergangenheit bereits ausgezeichnet wurde, verliehen werden.

Das Preisgeld beträgt 5.000 Euro und kann auf mehrere Preisträger*innen aufgeteilt werden.

Zentral für die Bewertung der Bewerbungen ist die Nachhaltigkeit der Projekte und Beiträge. Diese wird anhand folgender Kriterien bewertet:

  • Zukunftsoffenheit
  • Integration von sozialen, ökonomischen und ökologischen Aspekten
  • Kooperation zwischen verschiedenen Gesellschaftsgruppen
  • Ressourcenschonung
  • Innovation
  • Vorbildfunktion

Die vollständigen Teilnahmebedingungen entnehmen Sie bitte den Bedingungen für den Nachhaltigkeitspreis der Landeshauptstadt Kiel . 

Die Bewerbungen können kreativ gestaltet werden, denken Sie dabei gerne an aussagekräftige Bilder von Ihrem Projekt. 

Weitere Möglichkeiten sich zu bewerben: Wir freuen uns auch über Videobewerbungen. Sollten Sie Ihr Projekt im Videoformat vorstellen wollen, nutzen Sie bitte das Formular für Videobewerbungen. Melden Sie sich zudem bitte unter um einen Upload-Link für das Video zu erhalten.

Sie können Ihre Bewerbung aber auch gerne per Mail senden oder analog ausfüllen und postalisch einreichen. Nutzen Sie dafür bitte das Word-Formular. Sollte es Ihnen nicht möglich sein, dieses selbst auszudrucken, wenden Sie sich an Jana Wilkening, um das Bewerbungsformular per Post zu erhalten. Das ausgefüllte Formular senden Sie dann bitte postalisch an:

Landeshauptstadt Kiel, 

Umweltschutzamt, 

Jana Wilkening 

Holstenstraße 104, 24103 Kiel

oder per Mail an .

Einsendeschluss ist der 15. November 2026.


Bedingungen für den Nachhaltigkeitspreis der Landeshauptstadt Kiel

Kontakt für Fragen

Jana Wilkening 
0431 901-3704 


Preisträger*innen


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Informationen und Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
Umweltschutzamt
Holstenstraße 104, 24103 Kiel

Öffnungszeiten

Jana Wilkening 
0431 901-3704