Grüne Wege: Kiellinie-Düsternbrook

Nördlich des Stadtzentrums befindet sich das Gebiet Düsternbrook und Blücherplatz. Düsternbrook und die vorgelagerte Promenade an der Förde sind Kiels ältestes und bekanntestes Erholungsgrün.

Vornehme Villen, große Gärten, Parks, Wald und die Lage an der Förde laden immer wieder zu Aufenthalten und kleinen Freiheiten ein. Das angrenzende Gebiet Blücherplatz ist dagegen stärker architektonisch geprägt und gibt interessante Einblicke in die Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts. 

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Grüne Wege Kiellinie-Düsternbrook

Routenbeschreibungen

Es wird ein Basisweg angeboten, der gut begeh- und befahrbar ist. Zusätzlich werden Ergänzungswege angeboten, wovon jedoch einer größere Steigungen und Unebenheiten aufweist, so dass er für Rollstuhlfahrer*innen oder Nutzer*innen von Gehwagen ungeeignet ist. Zwei weitere Ergänzungswege sind für diese Nutzergruppe nur bedingt geeignet.

Aus dem Basisweg und den Ergänzungswegen lassen sich verschiedene Wanderrouten zusammenstellen.
 

Die Kiellinie für blinde und hochgradig sehbehinderte Nutzer*nnen

Für Menschen, die sich mit dem weißen Langstock orientieren, und die sich den Weg selbständig erschließen möchten, gibt es eine ausführliche Audiobeschreibung.
 

  • Es empfiehlt sich die Benutzung eines handlichen DAISY-Players.
  • Die Beschreibung ist als DAISY-Hörbuch in drei Überschriftebenen aufbereitet.
  • Die einzelnen Wegabschnitte sind als Etappen mit Überschriften auf Ebene 2 gegliedert.
  • Abzweigungen zu Restaurants, Sehenswürdigkeiten oder Bushaltestellen sind mit Überschriften auf Ebene 3 versehen. Damit ist es möglich, diese einfach zu überspringen, wenn der Weg ohne Abzweigung fortgesetzt werden soll. Stellen Sie dazu die Sprungfunktion Ihres Daisy-Players auf "Überschrift Ebene 2" ein.
  • Jede einzelne Information ist als Phrase formatiert. Ihr DAISY-Player erlaubt es, phrasenweise vor und zurück zu springen. Damit können Sie Anweisungen, die beim ersten Anhören nicht verständlich waren, noch einmal abspielen.

Grüne Wege - auch für blinde und sehbehinderte Nutzer
Erschlossen durch ein Projekt von Andersicht e. V. im Auftrag der Landeshauptstadt Kiel

Menschen, die sich mit dem Langstock orientieren oder mit Hilfe eines Blindenführhundes bewegen, können sich nicht der Kartenmaterialien bedienen, die bei den Grünen Wegen bisher zur Verfügung stehen. Blinde Menschen orientieren sich anhand tastbarer und mitunter auch hörbarer Merkmale des Weges und seiner Etappen. Audio-taktile Wegemerkmale, wo sie vorhanden sind, müssen nachvollziehbar beschrieben werden.

Bei der Erarbeitung solcher Beschreibungen zeigen sich oft Tücken im Detail. Das mussten wir schon bei einem relativ klar strukturierten Weg wie dem entlang der Kiellinie feststellen.

Die hier gelieferte Beschreibung kann genutzt werden von blinden und hochgradig sehbehinderten Menschen, die mit den Orientierungstechniken für Blinde vertraut sind. Leitlinien werden mit dem Langstock ertastet. Ein technisch korrekter Umgang mit dem Langstock wird vorausgesetzt.

Die hier gegebene Wegbeschreibung enthebt die Nutzer*innen nicht der Verantwortung, achtsam zu gehen und flexibel auf unerwartete und nicht vorhersehbare Veränderungen zu reagieren. Vor allem die Tatsache, dass dieser beliebte öffentliche Weg von zahlreichen anderen Menschen genutzt wird, stellt hohe Anforderungen an Flexibilität und Improvisationsbereitschaft. Passanten können im Weg stehen oder sitzen. Dort, wo beispielsweise die Kaimauer als innere Leitlinie genutzt wird, ist bei schönem Wetter damit zu rechnen, dass Leute auf der Kaimauer sitzen oder an dieser stehen und über die Förde blicken.

Auf der Kiellinie sind Spaziergänger ebenso unterwegs wie Jogger, Radfahrer, Kinderwagen, Rolator-Nutzer, Skater, Rollstuhlfahrer, Angler und hoffentlich auch mehr und mehr blinde Menschen.

Unsere Beschreibung wurde von Januar bis August 2014 erarbeitet. Veränderungen in der sogenannten Stadtmöblierung sind jederzeit möglich und verlangen von den Nutzer*innen ein flexibles Reagieren.


 


Basisweg rot

Gut begeh- und befahrbar
 


Die Beschreibung der Wanderroute beginnt an der Ecke Düsternbrooker Weg / Kiellinie (Punkt 1 auf der Karte).

Bei diesem Weg handelt es sich nicht um einen Rundweg: Man gelangt über dieselbe Route zurück.

Besonderheiten: Hafensilhouette, Fährschifffahrt, Aquarium, Seehundbecken, Forschungsschiffe, Landtag, Sportboothafen, Raststellen, Gastronomie

Weglänge: einfach ca. 2,2 Kilometer, hin und zurück ca. 4,4 Kilometer



Ergänzungsweg blau gestrichelt

Bedingt geeignet für Rollstuhlfahrer*innen und Nutzer*innen von Gehwagen
 

Beginn Kiellinie Höhe Anlegebrücke Bellevue (Punkt 4 bis 3 auf der Karte)

Besonderheiten: Düsternbrooker Gehölz, Sternwartenhäuser, Blücherplatz, Adolfplatz, Esmarchstraße, Weserfahrt, Raststellen

Weglänge: ca. 3,2 Kilometer

 


Ergänzungsweg schwarz gepunktet

Nicht geeignet für Rollstuhlfahrer*innen und Nutzer*innen von Gehwagen
 

Beginn Kiellinie Höhe Anlegebrücke Bellevue (Punkt 4 auf der Karte)

Besonderheiten: Düsternbrooker Gehölz, Reste des Marientempels, Königsbuche, Krusenkoppel, Freilichtbühne, Naturdenkmale, Aussichtspunkte, Raststellen

Weglänge: ca. 2 Kilometer

 


Ergänzungsweg rot gepunktet

Bedingt geeignet für Rollstuhlfahrer*innen und Nutzer*innen von Gehwagen
 

Die Beschreibung der Wanderroute beginnt am Düsternbrooker Weg Ecke Kiellinie (Punkt 1 auf der Karte).

Besonderheiten: Schloßgarten, Kunsthalle, Alter Botanischer Garten, Aussichtspunkte, Raststellen, Zoologisches Museum, Völkerkundemuseum

Weglänge: ca. 1 Kilometer

 


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Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
Grünflächenamt 

Reiner Peters

0431 901-3820